9.5.26

Rennsteiglauf - wieder der Halbe

Die schönsten Bilder gab es vor dem Lauf, als sich die Sonne durch die Bäume und den sich lichtenden Nebel schob. Doch viel Zeit hatte ich nicht, da für mich Startblock 3 vorgesehen war. Erst im Startblock wurde mir klar, dass vor allem Vielfach-Rennsteigläufer dieses Privileg bekamen. Das ist sicher nicht so schön, für die schnelleren Läufer in den folgenden Startblöcken, aber ich beschloss, es einfach zu genießen.

Ich traf Jens wieder, mit dem ich vor vielen Jahren mehrere längere Läufe absolviert hatte. Uns begleitet noch ein anderer Jens. Das Wetter war traumhaft - sonnig und kühl. Mit Jens I. tauschten wir uns über die vergangenen Jahre aus und genossen den Lauf. 

Irgendwann war mir dieser Jens zu langsam und Jens II. erklärte mir, dass auch wir vergangene Lauferlebnisse teilten. Nach über 20 Jahren kann man sich nicht mehr an jeden erinnern. 

 Hinter dem Berberg bei Kilometer 11, hatte ich kurz die Idee meine Vorjahreszeit zu erreichen und verließ Jens II. nach vorn. Das wurde dann nix, denn auch auf den letzten 10 Kilometer bremsten kleinere, fast vergessene Bergaufpassagen und ab Kilometer 15 machten sich die fehlenden längeren Läufe bemerkbar. Doch es war letztlich kein Problem, denn das Ziel kam stetig näher und nach 2:25 Stunden war ich da.

 

Im Ziel interviewte mich ein weitere Jens noch kurz. 

Nach dem Duschen verfolgte ich mit einem Bier in der Hand den Zieleinlauf der Sieger des Marathons und Supermarathons, was dann die emotionalsten Momente waren. Die Sieger hießen übrigens nicht Jens, was wohl auch an ihrem jüngeren Alter lag.

3.5.26

Alteburglauf 2026

Der Alteburglauf  am Rande meiner Heimatstadt findet zum 47. Mal statt. Etwa bei 10 Läufen war ich seit 2004 in der schönsten Laufgegend meiner Stadt dabei. 

Wie immer genoß ich die Stimmung vor dem Lauf und schwatzte mit Bekannten. Im Gegensatz zu früher, hatte ich jedoch etwas Bedenken wegen der ca.180 Höhenmeter auf 10,6 Kilometer, da ich kniebedingt Berge im Training meide.

Eine Woche vor dem Rennsteig-Halbmarathon war der Plan moderat zügig zu laufen.

So lange es recht eben war, zeigte die Uhr etwa 5:30 min/km. Die langen mäßigen Anstiege bremsten und an steileren Abschnitten ging ich, wo ich einst immer lief. Da wurde ich dann auch etwas überholt.

Die letzten 1,5 Kilometer machte ich wieder etwas Tempo und nach 1:04 Stunden war ich im Ziel, was letztlich sogar Platz 3 von 6 in der AK war. Unspektakulär und schön. Ach ja: früher war ich schneller. 

25.4.26

Citylauf Arnstadt

 Meine Heimatstadt hat mit etwas über 20.000 Einwohnern zwar keine City aber einen Citylauf. Der führt mangels der - ich hatte es erwähnt - fehlenden City ein bisschen durch die Innenstadt, durch den Stadtpark und durch ein Irgendwo. Mangels Größe muss man die Stecke 4 mal und ein Stückchen mehr durchlaufen. 

Bisher bin ich nur einmal vor 17 Jahren mitgelaufen, da ich die Strecke nicht sonderlich attraktiv fand und mir kurz vor den damals längeren Rennsteigläufen ein schneller Zehner nie in das Programm passte.

Inzwischen ist alles anders und ich stand mit knapp 60 weiteren Läufern am Start und freute mich,  alte Bekannte wiederzusehen. 

Idee war etwa 5:30 min/km zu laufen, was 55 Minuten für 10 Kilometer bedeutete. Irgendwie schien die Geschwindigkeit zu stimmen, auch wenn die Uhr immer etwas zwischen 5:10 und 5:40 anzeigte. Die Abschnitte in der Sonne und die minimalen Steigungen war durchaus spürbar. Die Auswertung auf Strava zeigte jedoch, dass ich die Runden konstant lief.

Als meine Uhr 10 Kilometer zeigte, waren es noch wenige Sekunden bis 55 Minuten. Allerdings ging es noch 250 Meter auf den Markplatz hoch, so dass es dann 56:21 Minuten waren. Letztlich unspektakulär anstrengend für eine Zeit, die vor einigen Jahren noch mein Trainingstempo war. Vor 17 Jahren war ich übrigens 12 Minuten schneller.

 

27.3.26

Der alte Winter in seiner Schwäche...

...hatte sich eigentlich auch schon aus den Bergen zurückgezogen. Doch dank der kalten Nächte hielt sich der Kunstschnee am Hang in Oberhof hartnäckig und der Lift öffnete ein letztes Mal in dieser Saison. 
 

Gemeinsam mit meinem Nachbarn nutzte ich dieses „Schnäppchen-Angebot“, um bei strahlendem Sonnenschein und überraschend gutem Schnee noch nach Frühlingsbeginn Ski zu fahren.
 

Am Mittwoch war der Winter standesgemäß zur Winterlaufserie fast wieder zurück. Glücklicherweise verzichtete er darauf, ohnmächtig Schauer körnigen Eises zu senden. 

Wie schon bei den vorangegangenen Läufen traf ich Matthias, der in etwa das gleiche Tempo läuft wie ich. Unser vager Plan für den Stundenlauf: die 490-Meter-Runde in 2:45 Minuten zu absolvieren. Während sich die ersten Runden noch zu schnell anfühlten, gewöhnte sich mein Körper bald an den Rhythmus. Wie ich später feststellte, gelang mir das Tempo mit nur minimalen Abweichungen. 

Da die Uhr am Start rückwärts lief, wurde die Zeitberechnung unterwegs allerdings zu einer kleinen mentalen Herausforderung. Nach sieben Kilometern musste Matthias abreißen lassen. Die letzte Runde konnte ich fast schon gemütlich auslaufen, da Restmeter nicht mehr gewertet wurden. Punktlandung: Bei der Schlusssirene standen genau 11 Kilometer auf meiner Uhr – das bedeutete Platz 37 von 59 Männern und einen 2. Platz von 4 in meiner Altersklasse.

26.2.26

Winterlaufserie - Stundenlauf

Letztes Mal machte der heftige Wintereinbruch dem Lauf noch einen Strich durch die Rechnung – diesmal war es fast frühlingshaft: Über zehn Grad am Abend sorgten für eine entspannte Wartezeit am Start. 

Da das Knie beim dosierten Laufen aktuell keine Probleme macht, ging ich zuversichtlich ins Rennen. Mein Ziel: Die 500-Meter-Runde samt kleiner Rampe konstant in knapp unter drei Minuten zu halten.

Ein Stundenlauf hat fast etwas Meditatives. Während Park und Gebäude in der Dunkelheit bunt zu leuchten begannen, spulte ich meine Runden wie ein Uhrwerk ab. Die kritische Phase kam nach 25 Minuten, doch ab Minute 45 mobilisierte die Aussicht auf das Ende neue Kräfte. Am Ende der letzten Runde standen 10.227 Meter auf der Uhr, bevor die Sirene 300 Meter weiter den Lauf beendete. 

Fazit: Schöne Atmosphäre, Ziel erreicht und das Knie hielt!

19.1.26

Dreikirchenlauf - nun AK 65

 Früher war der Dreikirchenlauf ein eher belangloser Füller im Januar. Vor dem sechsten Start war inzwischen durchaus Vorfreude auf diesen kleinen, liebevoll organisierten Lauf. Doch so klein ist er gar nicht mehr mit rund 350 Startern über die 10 Kilometer.

Am Start traf ich den gleichaltrigen Matthias, mit dem ich schon letztes Jahr zusammen lief. Er beklagte, dass kaum noch alte  Lauffreunde  dabei sind. Aber das ist wohl das Los in der AK 65. 

 
 Gemeinsam machten wir uns auf den Weg, holten uns an jeder Kirche den Stempel ab und liefen gefühlt zügig aber nicht richtig schnell die Radwege und Fußwege entlang. Am Ende einer Aufholjagd nach einem Boxenstopp bremste ich mich wieder ein, um mit ihm weiter zusammen zu laufen.

Nach 59 Minuten war ich im Ziel und damit 45 Sekunden schneller als im Vorjahr. Leicht deprimierend war die Ansage des Sprechers bei Zieleinlauf, dass inzwischen die meisten Läufer angekommen sind. Aber so ist es halt in der AK 65.  

31.12.25

Sillvesterlauf und eine Bilanz für 2025

 429 Laufkilometer im Jahr sind nicht viel und entsprechen etwa meinem ersten aktiven Laufjahr vor 22 Jahren. Letztlich bin ich aber glücklich, dass ich nach einer erzwungenen Laufpause in Folge des Rennsteig-Halbmarathons und der 27 Kilometer bei Goethe wieder  ein bis zweimal in der Woche um die 10 Kilometer problemfrei laufen kann. Ich muss nur auf mein Knie hören, wenn es mehr lauffreie Tage zur Erholung will. 

Strava behauptet, dass es mit Fitnessstudio, Radfahren, Ski und Wandern etwa so viele Sportstunden wie in früheren Jahren waren. 


Der Silvesterlauf in Arnstadt hat mehrere Vorteile. Der Start ist in fußläufiger Entfernung von mir, die 10 Kilometer sind mit 95 Höhenmetern kniefreundlich flach, man trifft viele alte Bekannte und er ist zwar ohne Zeeitmessung aber mit Medaille und Glühwein kostenlos. Vielleicht sollte man aber versuchen, die Spendenbox so aufzustellen, dass man sie auch ohne zu suchen findet. 

Die Strecke ist aus dem Vorjahr bekannt und wir trottelten zu dritt ohne große Ambitionen los. Meine beiden Mitläufer entschieden sich, nach der ersten Runde den Lauf zu beenden, so dass ich gefühlt fast als Letzter die zweite Runde absolvierte. Mit 1:02 war ich eine Minute langsamer als im Vorjahr, was aber egal ist.

Ich wünsche allen Lesern ein gutes neues Jahr und hoffe, dass es bei mir läuferisch so weitergeht, wie es endete. 

25.12.25

Heiligabendmorgen in Schmiedefeld

Ein Blog über viele Jahre ist schon was wert. So war nachzulesen, dass ich 2009 das erste Mal mit Töchterchen in Schmiedefeld beim Heiligabendlauf war. Dieses Jahr kam erneut der Wunsch auf, dort die knapp 10 Kilometer zu laufen.

Das Wetter hatte Schmiedefeld weihnachtlichen Schneepuder beschert, doch die vor einigen Jahren gebaute Halle hielt den kalten Wind am Start ab. Wie immer freute man sich, alte Bekannte wieder zu sehen und trottelte pünktlich um 10.00 los. Eine Zeitmessung gab es ebensowenig wie eine Startgebühr. Dennoch hatte sich die Spendenbox weihnachtlich gut gefüllt.

 Die Läuferschlange gab ein schönes Bild auf dem Weg ins Vessertal. An der Verpflegungsstelle im kleinen Ort Vesser gab es dann einen Stau am Glühweinstand.


Eine Fotostau gab es auch am geschmückten Weihnachtsbaum bei Kilometer 7. Die letzten zwei Kilometer weckten schöne Erinnerungen, da sie auf der Strecke des Halb- und Supermarathons waren.

Ein schönes Weihnachtsfest allen Lesern.
 

23.11.25

Vereinsmeisterschaften

Das sich monatelange Knieprobleme mit langen ziemlich problemfreien Phasen abwechseln, seien normale Symptome für altersbedingte Degeneration. Dies Auskunft meiner Sportarztes beruhigte mich irgendwie. Seit dem Sommer bin ich mal wieder in Phase "problemarm". Das ermöglicht mir, ein- oder zweimal in der Woche nicht viel mehr als 10 Kilometer zu joggen, nachdem es im Frühsommer eine monatelange Laufpause gab.

Also meldet ich mich bei der jährlichen Mitgliederversammlung des Rennsteiglaufvereins für die Vereinsmeisterschaft an. Der Forst hatte seit einigen Jahren die landschaftlich schönere Stecke über den Eberstein nicht mehr genehmigt. Damit war es eine kniefreundliche Pendelstrecke im Schwarzatal.

Bei strahlendem Sonnenschein und deutlichen Minusgraden war mein Plan, nur etwas zügiger zu laufen, ohne das Knie zu stark zu strapezieren. Das überschaubare Feld sortierte sich schnell nach dem Start, ich ließ Freund Ralf ziehen und ich hing mich an die Fersen von Wolfgang Nadler. Mit 73 Jahren ist er schon 50 mal beim Supermarathon gestartet. Das Tempo von knapp unter 6 min/km entsprach meinem Plan.

Nach etwa 7 Kilometer überholte ich ihn. Etwa einen Kilometer später war er erneut an meiner Seite, wir plauderten kurz und nachdem ich gestanden hatte, zwei Altersklassen unter ihm zu sein, ließ er mich ziehen. Ziemlich genau nach 57 Minuten war ich im Ziel. Damit war ich ganz zufrieden, war ich doch nicht sicher, mit weniger als 400 Laufkilometern in diesem Jahr überhaupt schneller als eine Stunde zu sein.


 Die Mitgliederversammlung am Nachmittag war diesmal etwas Besonderes. Jürgen Lange gab nach 21 Jahren die Leitung des Vereins  an Uwe Albus ab und ich machte nach 10 Jahren meinem Platz im Präsidium frei für Jüngere.  

Der Verein bleibe ich natürlich treu und im Frühjahr ist der Halbmarathon auf dem Rennsteig geplant - hoffendlich in der passenden Degeneratiosnphase. 

15.6.25

Unternehmenslauf 2025

Auch wenn das Knie zwei Wochen nach dem Rennsteiglauf abriet, wollte ich mir den Unternehmenslauf wegen der lieben Kollegen nicht entgehen lassen. Nach der Umorganistation hatten wir zwar neue Shirts aber fühlten uns im neuen großen Team eher noch nicht zu Hause.

Schön war es dennoch in der kleinen Gruppe der Abteilung. Mit einer Kollegin lief ich zusammen los und befürchtete schon ihren Schnitt von 5:45 nicht halten zu können. Doch nach 2 Kilometern wurde sie etwas langsamer und mein Knie hatte sich an die Bewegung gewöhnt. Jetzt war es an mir, sich ihrem Tempo anzupassen. Nach 29 Minuten waren wir nach einem für mich dann entspannten Lauf über 4,7 Kilometer im Ziel und konnten uns das Bier schmecken lassen.



18.5.25

Ein Halber geht immer (noch): Rennsteiglauf

Es war irgendwie so wie immer. Vier Tage vor dem Lauf meldete sich diesmal die Wade und das Knie. Da Kind und Schwiegersohn sich aber kurzfristig für das Walken angemeldet hatten, war ein Nichtstart keine Alternative und irgendwie wurde es auch wieder besser.

 Also stand ich am Sonnabend gegen 7.00 Uhr mit den beiden am Biathlonstadion in Oberhof , traf Norbert und Undine, mit der ich letztes Jahr die 21 Kilometer absolvierte. Ziemlich entspannt lief ich wieder mit ihr los und hatte den Plan zu wandern, wenn es nicht mehr ging.

Ab und zu verlor ich Undine, wenn ich zeitig am Berg ging, und holte sie immer wieder ein. Ich bremste mich dann immer etwas ein. Nach einigen Kilometern ergebnisloser Selbstbeobachtung begann ich den Lauf zu genießen. Auch das kühle, sonnige Wetter tat alles dafür.


Nachdem wir den Wurzelweg hinter der Schmücke überstanden hatten, zogen wir kaum merklich das Tempo an. Laufen ist schön. Irgendwann schaute ich auf die Uhr, ob ich die Zeit vom letzten Jahr noch unterbieten kann. Undine schaffte es, in dem Sie die letzten beiden Kilometer noch etwas Gas gab. Ich verpasste mit 2:21 Stunden die Vorjahreszeit um eine knappe Minute. 

Spannend war, den Zieleinlauf der Sieger im Supermarathon und Marathon zu sehen. Das hatte ich noch nie. Auch die beiden Walker waren dann schnell und glücklich im Ziel.

29.4.25

Goethe.Kultur.Lauf

Wenn man 17 Kilometer locker laufen kann, gehen auch 27 Kilometer. Mit dieser Weisheit gesegnet, stand ich eine Woche nach dem diesjährig längsten Lauf vor dem Weimarer Stadtschloss. Der Goethe.Kultur.Lauf folgte dem gleichen Konzept wie vor 5 Jahren der Bauhaus-Marathon. An markanten Punkten des Laufes gibt es sogenannte Kulturauszeiten, bei denen man kleine Theaterstücke sehen, einer Band lauschen oder an einem Bild rummalen kann. 

Diese Kulturauszeiten wollte ich als bewusste Erholungszeiten nutzen - es war ja weit. Um die Laufzeit und Platzierung ging es weniger bei dieser Veranstaltung.

Bei traumhaftem Wetter starten knapp 200 Läufer auf die längste Strecke. Nach 5 Kilometer Radweg war Park und Schloss Tiefurt erreicht, wo mir meine Lieblingskollegin ihr Wohnumfeld zeigte. 


Zurück bogen wir in den Webicht ein, einem wunderbaren hellgrünen Laubwald, dessen Stille von den Beats einer Band unterbrochen wurde. Musik erwies sich als die beste Art der Kulturauszeiten, da man sie in beliebiger Länge konsumieren kann. 

Nach ca. 15 Kilometer passierten wir weiträumig den Zielbereich. Die Ausstiegsoption nutzte ich ebenso wenig wie später bei Kilometer 21. Die nächste Schleife führte durch den herrlichen Park an der Ilm vorbei an Goethes Gartenhaus zum Bienenmuseum. 

Mangels anderen Nahrung an den Verpflegungsstellen naschte ich etwas vom Honig, bevor es etwas zäher werdend zurück ging.


Die letzte Schleife führte nun zu Schloss Belvedere, dass ich eher wandernd erreichte. Mein persönlicher Höhepunkt der Kulturauszeiten war hier ein kleines Konzert mit Musik aus der Goethezeit. 

Von dort ging es etwas erholt drei Kilometer weitgehend bergab dem Ziel entgegen. Die 27,6 Kilometer hatte ich nach 3:33 Stunden erreicht, wobei die reine Laufzeit 3:08 Stunden war. Damit hatte ich den längsten Lauf seit einem Jahr absolviert und das Knie übt auch zwei Tage danach nur geringe Kritik und lässt mich nur wissen, sowas nicht zu oft und zu schnell zu wiederholen. 

Wer noch mehr zum Lauf lesen und sehen will, sollte in Elkes Blog schauen.


22.3.25

Kleine Brötchen

 Ein bißchen geht das Laufen noch, auch wenn es im Februar drei lauffreie Wochen gab. Vom Skifahren zurück gab es in meiner Heimatstadt den dritten Teil der Winterlaufserie, einem Stundenlauf durch den Schlosspark. Für 3 Euro erschien es mir eine schöne Motivation, um mal wieder in der Woche nach der Arbeit zu laufen. Ich lief zwanzig Runden im ziemlich konstanten Schnitt von 6:00 min/km, was inzwischen fast zügig für mich ist. Nach einigen Tagen Pause war das Knie dann auch wieder ok.


In den Jahrzehnten meines Berufslebens war ich öfter zu irgendwelchen Seminaren in Tambach-Dietharz. Das Seminargebäude ist direkt am Waldrand, so dass ich die Abende oft zu Läufen nutzte. Selbstverständlich wollte ich dies bei meinem vermutlich letzten Mal an diesem Ort tun. Also gibt es hier noch ein Bild vom Steinernen Tor, das auf meiner dortigen Lieblingsstrecke mit einer Krabbeltour durchquert wird.


 Zu Frühjahrsanfang und dem Vollmond im Sommer lädt Gunther ins Thüringenultradorf nach Fröttstädt ein, beliebig lang auf einer Runde von 3 Kilometern zu kreiseln. Neben der läuferischen Motivation ist es eine gute Gelegenheit, allerlei Laufbekannte wiederzutreffen. In früheren Zeiten absolvierte ich hier lange Trainingsläufe. Diesmal waren es 12 Kilometer, die ich mit Matthias schlurfte. Spektakulär war bei Traumwetter wieder der Blick auf den Inselsberg im Abendlicht.


 Eigentlich bin ich ganz zufrieden, dass das Laufen noch so etwas geht, wenn ich auch weit weg von früheren Leistungen bin und das Knie immer einige Tage Schonung brauch.

19.1.25

Zu drei Kirchen

Wenn die Laufkarriere auch vorbei ist, reizte mich der Dreikirchenlauf im nahegelegenen Günthersleben. Die 10-Kilometer-Strecke ist mit 50 Höhenmetern knieschonend flach, die fast 200 Teilnehmer sind nicht nur Lauffreaks, so dass man auch im eher gemütlichen Tempo nicht weit hinter dem Feld ankommt, und man trifft viele alte Bekannte wieder.

 

Schien vor meiner Fenster am Morgen die Sonne, lag wenige Meter tiefer im Thüringer Becken ein dichter Nebel, der die Bäume schön eingereift hatte. Die Vorhersage, dass der Nebel sich lichten sollte, bewahrheitete sich nicht. Statt mich ernsthaft einzulaufen, trabte ich in der dicken Jacke von einem Fotostopp zum anderen.

 Am Start traf ich Matthias, der seine deutlich erwachsene Tochter zu ihrem längsten Lauf begleitet. Das Tempo der beiden mit etwas über 6 min/km passte mir gut. An der Kirche in Schwabhausen bekamen wir den ersten Stempel auf die Startnummer und verloren nicht ganz unplanmäßig das Kind. Dadurch erhöhte sich etwas das Tempo, blieb aber immer noch im Sprechbereich.

Nach einem kurzen Boxenstopp bei Kilometer 6 brauchte ich ca. 1,5 Kilometer, um wieder zu Matthias aufzuschließen. Gemeinsam erreichten wir die Stempelstelle auf der erhöht liegenden Kirche von Wechmar. Die Aufholjagd hatte mir Lust gemacht, etwas zügiger zu laufen, zumal mein Knie friedlich blieb. 

In Günthersleben holte ich mir den dritten Kirchenstempel und dann war ich nach 59:41Minuten  und 10,2 Kilometern im Ziel. Immerhin war das noch Platz 7 von 13 in der Altersklassen, wenn ich natürlich früher schneller war. Für einen Lauf mit angezogener Handbremse, war es aber ganz ok.



2.1.25

Hinterm Horizont geht's weiter - 2024

Vier Monate Laufpause haben einen Effekt gebracht. Seit Ende Oktober kann ich wieder laufen, ohne danach tagelang zu humpeln. Bis zu 15 Kilometer bin ich schon auf relativ flacher Strecke und im gemütlichen Tempo gekommen. Damit geht das Laufjahr zufrieden zu Ende. Marathons oder gar Ultras werde ich wahrscheinlich in diesem Leben nicht mehr laufen, aber für den Halbmarathon auf dem Rennsteig bin ich angemeldet.

Der Heiligabendlauf in Schmiedefeld und der Silvesterlauf in Arnstadt waren noch zwei Laufveranstaltungen, an denen ich teilnahm. Das Wort Wettkampf verbietet sich, da sie ohne Zeitmessung und Wertung waren. In meinem derzeitigen Tempo wäre es auch an der Peinlichkeitsschwelle.


Es waren dann 745 Laufkilometer bei 76 Läufen. Der Zittauer Gebirgslauf war das läuferische Highlight - da muss ich mal wieder hin. Alle hier immer noch Lesenden ein schönes Jahr 2025.

26.8.24

Klappe zu

In wenigen Tagen ist es 21 Jahre her, dass ich an meinem ersten Laufwettkampf teilnahm, Wahrscheinlich war der Rennsteiglauf in diesem Jahr dann auch der letzte. 

Der Sportarzt stellte fest, dass es allerlei ist, was die Knieprobleme verursacht. Natürlich könne man irgendwelche kleineren Eingriffe unternehmen, ob sie etwas brächten, sei aber ungewiss. Also ist wohl der Punkt gekommen, das ambitioniertere Laufen einzustellen. Ich habe weder Lust auf Knieschmerzen nach jedem mittleren Lauf noch auf medizinisches Rumprobieren.

Es waren 21 schöne Laufjahre. 60 Marathons und 46 Ultras zählt meine Statistik. Dazu kommt noch viel Kleinvieh, was im Blog dokumentiert ist und ich nicht auszählen will. Besonders genossen habe ich die schönen Landschaftsläufe und wahrscheinlich werde ich da mit wettkampffreien Wandern oder Radfahren etwas anknüpfen, Danke an alle, die mich in meinem Laufleben persönlich oder im Blog begleitet haben. Ich hoffe, ich treffe manchen noch einmal wieder. 

Der Blog hat nun wohl nur noch historischen Charakter - aber man weiß ja nie. 

26.5.24

Der Halbe auf dem Rennsteig

Lag es am Tape der Nachbarin, an den zwei Wochen Laufpause oder war es ein Wunder? Am Tag vor dem Rennsteiglauf war das Knie schmerzfrei. 

Dennoch war ich unsicher, ob es nicht nur trügerisch ist und ob ich mit den relativ wenigen Kilometern nicht sogar konditionelle Probleme bekomme. Wobei realistisch s 470 Kilometer in diesem Jahr für einen Halbmarathon gar nicht so wenig sind.

Weil ich mit Undine, Tochter von Freunden, den gleichen, letzten Startblock hatte, liefen wir auch zusammen los. Da sie minimal langsamer lief und wir uns durch die ganzen sehr langsamen Läufer der vorderen Startblöcke schlängeln mussten, ging es mir ziemlich gut. Ich hatte genug Luft mit allerlei Mitläufern einige Worte zu wechseln. Nur wenn es stärker bergab ging oder ich etwas aufholen musste, spürte ich das Knie. 

Ohne Zeitambitionen wurde es so zu einem reinen Genusslauf, zumal ich den Vergleich hatte, wie ich mich auf diesen Streckenabschnitten beim Supermarathon quälte, wenn ich dort 50 km mehr hinter mir hatte. Nach 2:20 waren wir im Ziel. Dort nicht ziemlich geschafft zu sein, war irgendwie auch eine neue Erfahrung.



2.5.24

Zittauer Gebirgslauf

Der Zittauer Gebirgslauf ist nur ein Jahr jünger als der Rennsteiglauf. Ob der eine Lauf den anderen inspirierte oder es der allgemeine Aufschwung der Laufbewegung in den 1970ern war, mag offen bleiben. Jedenfalls war die traditionelle Strecke über 35 Kilometer ein klassischer Vorbereitungslauf für den großen Bruder. In dieser Art wollte ich ihn auch als Vorbereitung auf den Rennsteigmarathon nutzen und ein paar Tage Urlaub im Dreiländereck von Deutschland, Polen und Tschechien anhängen.

Allerlei Zipperlein im Knie führten nach dem längeren Lauf über 24 Kilometer am Vorwochenende zum Entschluss, kürzer zu treten. So meldete ich mich auf die 17 Kilometer mit 400 Höhenmeter im Zittauer Gebirge um und nahm mir für den Rennsteig nur noch den Halbmarathon vor.


Vorteil war nun, dass der Start erst um 10.45 Uhr war und man den Tag in Ruhe beginnen konnte. Das Streckenprofil zeigt andauernde Steigung auf den ersten 6 Kilometern an. Diese liefen sich auch ausgesprochen gut, anfangs auf einer Straße, wo sich das Feld sortierte. Dann ging es weiter auf breiten Waldwegen und oben hatte man einen herrlichen Ausblick ins Tal.


Abgesehen von einigen Felsen fiel dann die Strecke sanft bergab und man konnte eigentlich Tempo machen. Doch da meldete sich ein stechender Schmerz im Knie. Mit weniger Tempo verflog der - fast. Kleine Wellen auf dem Profil der Streckenkarte erwiesen sich aus veritabele Steilanstiege, die ich knieschonend wandern musste. Belohnt wurden wir durch traumhafte Felsen.


Kniebeobachtend folgten dann bald wieder gut zu laufenden Waldwege in das Ziel. Mit einer gewissen Wehmut wechselte ich einige Worte mit Läufern von den langen Strecken auf den letzten Kilometern. 1:52 Stunden bedeuteten Platz 236 von 338 und 13 von 21 in der Altersklasse. 


Die nächsten Tage genossen wird dann bei einigen kleinen Wanderungen im kleinsten Gebirge Deutschlands .

14.4.24

Kyffhäuser Berglauf

 Als ich durch die blühenden Obstwiesen lief, fand ich es plötzlich erstaunlich, dass ich in zwanzig Jahren aktivem Laufen erst zum dritten Mal hier gestartet bin. Dabei ist das kleine Kyffhäuser-Gebirge gerade im Frühjahr wunderschön und der Lauf wohlorganisiert.

Eigentlich hätte ich an diesem Wochenende einen längeren Lauf absolvieren müssen, um meinen Traningsrückstand wenigstens etwas zu kompensieren. Die Lustlosigkeit allein durch den Wald zu laufen, führte mich dann nach Bad Frankenhausen. Erstaunt stellte ich einige Tage vorher fest, dass man inzwischen die Strecke andersrum läuft. Damit fällt der zähe Anstieg auf dem Flugplatz im Gegenwind 6 Kilometer vor dem Ziel weg. Dafür geht es steiler bergauf.

Die steileren Bergaufstrecken zwischen Kilometer 6 und 9 ging ich dann, wie viele in meinem Umfeld. Vorher hatte ich schon beim Blick nach hinten überrascht festgestellt, dass ich gar nicht am Ende des Feldes lag. Die Hoffnung, dass es ab Kilomter 10 nur noch gerade und bergab ging, trügte etwas. Immer wieder zog es sich flache Anstiege hoch.

Spektakulär war der Blick auf den Kyffhäuser, an dem die HM-Strecke nicht direkt vorbei führte. Irgendwann ging es dann doch bergab. Ich rechnete etwas, ob ich 2:15 Stunden schaffe. Aber so locker läuft es auch bergab nicht mehr. Die letzten Kilometer waren zudem noch von einer längeren Schotterstrecke und Slalom zwischen den Wanderern geprägt. Nach 2:16:24 war ich dann im Ziel. Platz 162 von 267, in der Altersklasse Platz 12 von 26 und 11 Minuten langsamer als vor 6 Jahren. So ist das Leben.

11.4.24

Stundenpaarlauf

Zum Glück hilft mein Blog der Erinnerung auf die Sprünge. Bereits 2017 und 2019 bin ich beim Stundenpaarlauf in Erfurt gestartet und 2018 beim Halbstundenpaarlauf.

Diesmal hatte ich Ralf als Partner für die eigentlich einfache Veranstaltung gewonnen. Abwechselnd rennt man sich auf einer Runde die Lunge aus dem Hals und führt eine eigene Strichliste. 

Wir waren mit Abstand die ältesten Läufer und hatte natürlich keine Chance gegen die überwiegend ambitionierten  Konkurrenten. Zu zweit liefen wir 13,21 Kilometer, wovon 6,4 Kilometer auf mein Konto gingen. Als Trainingseinheit es es ganz ok, auch wenn ich früher allein diese Strecke in einer Stunde laufen konnte.