4. Dezember 2016

Kreuz und quer am Rennsteig

Im November braucht man sich ja an keine Trainingspläne oder so zu halten. Deshalb nahm ich auf dem Rennsteig am Jagdberg einfach mal den Weg zur Schmalkaldequelle. Dort konnte man gleich was lernen.



Der angebliche Weg zum Rennsteig zurück war eher ein Wildpfad, der auf einen halben Kilometer 100 Meter anstieg. Oben folgte ich breiteren Wegen nach Gefühl. Den Gedanken, ob es sinnvoll ist, kurz vor Sonnenuntergang unbekannten Wegen zu laufen, verdrängte ich. Ich setzte mir lediglich einen Umkehrpunkt, um bei Licht wieder zurück zu sein. Wenn ich mir den Fuß vertrete, findet man mich tiefgefroren irgendwann als Ötzi.


Der Umweg zum Aussichtpunkt mußte aber sein. Später stieß ich auf die Strecke des Thüringenultra und damit war alles wieder berechenbar.


Beim Sonnenuntergang waren es noch 5 bekannte Kilometer auf Waldstraßen. Am Ausgangspunkt setzte gerade die Dämmerung ein. Zumindestens diesmal werde ich nicht als Thüringer Ötzi berühmt.

28. November 2016

Vereinsgedöns beim Rennsteiglauf

Ich mag ja die Mitgliederversammlungen vom Rennsteiglaufverein - man trifft Lauffreunde wieder, trinkt Bier und erfährt, was es so alles Neues beim Lauf gibt. So wurde die Strecke des Supermarathon neu vermessen und ist jetzt 73,8 km lang. Wenn jetzt die Kilometerschilder am Beerberg richtig aufgestellt werden ist alles gut. Gewählt wurde auch das Präsidium und irgendwo ist auf dem Bild jetzt auch mein Kopf zu finden.



Natürlich gab es auch wieder Vereinsmeisterschaften. Ohne Uhr landete ich bein 46:51 Minuten bei den 10 Kilometern, die wohl eher 9.8 Kilometer mit 120 Höhenmeter sind. Erstaunlich fand ich, dass es fast genau die Zeit von 2014 und 20 Sekunden schneller als letztes Jahr ist.

13. November 2016

XXL mit Schnee

Es ist wahrscheinlich schon zwanghaft, jedes Jahr die Laufbilder im ersten Schnee zu zeigen. Diesmal führte uns Gunter bei seinem XXL wieder über Tambach bis kurz vor den Rennsteig. Bei ca. 500 m NN am Hainfelsen war es noch ziemlich schneefrei.

Hainfelsen bei Finsterbergen - in der Ferne die weißen Höhen
In der Nähe des Nesselberghauses bei ca. 650 m NN war dann schon eine geschlossene Schneedecke. Da hätte man auch die Langlaufski nehmen können und wäre nicht der Erste, wie die Spuren verrieten.

Fast ein bißchen dünn angezogen
Jens hat das schönste Schneebild gemacht
Auch wenn diesmal die Gruppe erstaunlich moderat unterwegs war, kürzte ich mit einigen ab und ersparte mit 4 km und ca. 150 Hm. Aber 30 km mit 700 Höhenmeter sind im November auch genug.

26. Oktober 2016

Schneller Marathon in Dresden - ein Versuch

Irgendwie ritt es mich dieses Jahr. Nach dem Versuch in Berlin schnell zu laufen, wollte ich in Dresden noch einen draufsetzen. Dass meine sechs Jahre alte Bestzeit von 3:29 nicht zu unterbieten wäre (und wohl nie mehr zu unterbieten sein wird),  wußte ich. Aber in Richtung 3:40 wäre ganz nett und unter 3:45 sollte es schon sein.


Am Morgen lag zwar noch Nebel über der Elbe, doch mit 6-10° und mäßig bedeckten Himmel sollte es wettermäßig optimal werden.


Der Start in den Nähe der alte Zigarrenfabrik, ließ die Schönheit der Laufstrecke erahnen, die an Zwinger und allem, was Dresden zu bieten hat, vrbei führte.

Doch bei 5 min/km kann ich nicht so genießen. Das 5er-Tempo war mein Plan mit der Maßgabe bei Verpflegungsstellen und Anstiegen sowie auf den letzten Kilometern auch etwas langsamer sein zu können.

Gefreut hatte ich mich auf den großen Garten. Da er weitgehend nur umrundet wurde, erwiesen er sich mit langen Geraden aber einfach nur als öde. Es war eine willkommene Abwechslung auf Karsten aufzulaufen, mit den ich schon manchen Marathon absolviert hatte. Diesmal lief er aber nur eine Runde, also den Halbmarathon. Nach 1:47 h  hatte ich den hinter mir.

Die zweite Runde war eine Variation der ersten.  Der Genuß diesmal an der Elbe entlang zu laufen, wurde durch den Gegenwind getrübt. Dafür war die Elbüberquerung auf der Waldschlösschenbrücke trotz des kleinen Anstieges wieder beeindrucken. Gels bei Kilometer 25 und 30 wirkten und ich konnte das Tempo fast halten. Bei km 30 war ich nach 2:34 h.

Dann kam wieder die elende Umrundung des Großen Garten. Sehnsuchtsvoll erwartet ich die nächste Verpflegungsstelle mit Cola oder ähnlichem. Das Tempo lag noch bei 5:25. Über 6 km kam jedoch keine Verpflegungsstelle, dafür bei km 37 kurz vor dem Futter der Einbruch. Hier rächte sich, dass ich bis dahin an den Verpflegunsstellen nichts zu Essen gesehen hatte, oder gar nichts da war.

Zwei Kilometer gingen deutlich über 6 min/km weg. Ein Krampf bei Kilometer 41, der zum Stehenbleiben zwang und ein weiterer 300 Meter vor dem Ziel vervollständigten das Dilemma.


Noch schnell hinter den Fahnen mit 3:45 Stunden hinterhergelaufen, blieb meine Uhr bei 3:44:24 h stehen. Einbruchbedingt war ich im Ziel enttäuscht. 


Bei Sonne auf dem Rückweg über die Elbe war dann aber alles wieder gut. Immerhin war es mein fünftschnellster Marathon aller Zeiten und der schnellste seit 4 Jahren war.

16. Oktober 2016

Halbmarathon auf Mallorca - einfach schön

Wahrscheinlich wird man es mir nicht glauben. Aber als ich den Urlaub auf Mallorca buchte, hatte ich den Mallorca-Marathon gar nicht im Blick. Indizienbeweis ist, dass unser Hotel am anderen Ende der Insel lag. Laufen wollte ich aber dann doch und da nächste Woche der Dresden-Marathon ansteht, sollte es nur ein kontrollierter Halbmarathon werden.


Inzwischen trifft man überall Bekannte beim Laufen. Diesmal lernte ich Katrin persönlich kennen, die mit ihrer Freundin Heike hier war. Marathonmesse und Start am Meer unterhalb der Kathedrale sind spektakulär und verbreiten Marathonurlaubsfeeling. Gemeinsam mit Katrin lief ich mit knapp über 6 min/km bis zur ersten Verpflegungsstelle. Dann zog ich das Tempo leicht an. Die ersten 12 km sind eine Pendelstrecke am Meer, vorbei an Kreuzfahrtschiffen. Die südliche Sonne brannte hier schon heftig.


Ein neuer Mitläufer aus Hannover verkürzte mir die die Zeit. Wir liefen in angenehmen 5:20 min/km. Ab Kilometer 15 hatte ich 5 min/km vorgesehen. Die romantischen, aber engen Altstadtgassen und das immer noch dichte Läuferfeld vereitelten oft das Überholen. Dafür erfuhr ich aus mitgelauschten Gesprächen, dass die Pille nicht leistungsfördernd sei. Nach kurzem Nachdenken erkannte ich, dass es nicht mein Hauptproblem ist.

Ab Kilometer 17 konnte ich das angestrebte Tempo laufen, auch wenn es wärmebedingt recht schwerfiel. Irgendwie nervten auch die unendlichen Bögen durch die Altstadt, dafür gab es Schatten. Ab der letzten Verpflegungsstelle bei Kilometer 20 schwamm ich nur noch mit und freute mich, den Abzweig zur zweiten Runde für den Marathon ignorieren zu können.

Der Zieleinlauf war fast wie geplant bei 1:56 Stunden. Dann wartete ich auf Katrin und Heike und genoss die Atmosphäre. Es hat sich gelohnt!