27.3.26

Der alte Winter in seiner Schwäche...

...hatte sich eigentlich auch schon aus den Bergen zurückgezogen. Doch dank der kalten Nächte hielt sich der Kunstschnee am Hang in Oberhof hartnäckig und der Lift öffnete ein letztes Mal in dieser Saison. 
 

Gemeinsam mit meinem Nachbarn nutzte ich dieses „Schnäppchen-Angebot“, um bei strahlendem Sonnenschein und überraschend gutem Schnee noch nach Frühlingsbeginn Ski zu fahren.
 

Am Mittwoch war der Winter standesgemäß zur Winterlaufserie fast wieder zurück. Glücklicherweise verzichtete er darauf, ohnmächtig Schauer körnigen Eises zu senden. 

Wie schon bei den vorangegangenen Läufen traf ich Matthias, der in etwa das gleiche Tempo läuft wie ich. Unser vager Plan für den Stundenlauf: die 490-Meter-Runde in 2:45 Minuten zu absolvieren. Während sich die ersten Runden noch zu schnell anfühlten, gewöhnte sich mein Körper bald an den Rhythmus. Wie ich später feststellte, gelang mir das Tempo mit nur minimalen Abweichungen. 

Da die Uhr am Start rückwärts lief, wurde die Zeitberechnung unterwegs allerdings zu einer kleinen mentalen Herausforderung. Nach sieben Kilometern musste Matthias abreißen lassen. Die letzte Runde konnte ich fast schon gemütlich auslaufen, da Restmeter nicht mehr gewertet wurden. Punktlandung: Bei der Schlusssirene standen genau 11 Kilometer auf meiner Uhr – das bedeutete Platz 37 von 59 Männern und einen 2. Platz von 4 in meiner Altersklasse.

26.2.26

Winterlaufserie - Stundenlauf

Letztes Mal machte der heftige Wintereinbruch dem Lauf noch einen Strich durch die Rechnung – diesmal war es fast frühlingshaft: Über zehn Grad am Abend sorgten für eine entspannte Wartezeit am Start. 

Da das Knie beim dosierten Laufen aktuell keine Probleme macht, ging ich zuversichtlich ins Rennen. Mein Ziel: Die 500-Meter-Runde samt kleiner Rampe konstant in knapp unter drei Minuten zu halten.

Ein Stundenlauf hat fast etwas Meditatives. Während Park und Gebäude in der Dunkelheit bunt zu leuchten begannen, spulte ich meine Runden wie ein Uhrwerk ab. Die kritische Phase kam nach 25 Minuten, doch ab Minute 45 mobilisierte die Aussicht auf das Ende neue Kräfte. Am Ende der letzten Runde standen 10.227 Meter auf der Uhr, bevor die Sirene 300 Meter weiter den Lauf beendete. 

Fazit: Schöne Atmosphäre, Ziel erreicht und das Knie hielt!

19.1.26

Dreikirchenlauf - nun AK 65

 Früher war der Dreikirchenlauf ein eher belangloser Füller im Januar. Vor dem sechsten Start war inzwischen durchaus Vorfreude auf diesen kleinen, liebevoll organisierten Lauf. Doch so klein ist er gar nicht mehr mit rund 350 Startern über die 10 Kilometer.

Am Start traf ich den gleichaltrigen Matthias, mit dem ich schon letztes Jahr zusammen lief. Er beklagte, dass kaum noch alte  Lauffreunde  dabei sind. Aber das ist wohl das Los in der AK 65. 

 
 Gemeinsam machten wir uns auf den Weg, holten uns an jeder Kirche den Stempel ab und liefen gefühlt zügig aber nicht richtig schnell die Radwege und Fußwege entlang. Am Ende einer Aufholjagd nach einem Boxenstopp bremste ich mich wieder ein, um mit ihm weiter zusammen zu laufen.

Nach 59 Minuten war ich im Ziel und damit 45 Sekunden schneller als im Vorjahr. Leicht deprimierend war die Ansage des Sprechers bei Zieleinlauf, dass inzwischen die meisten Läufer angekommen sind. Aber so ist es halt in der AK 65.  

31.12.25

Sillvesterlauf und eine Bilanz für 2025

 429 Laufkilometer im Jahr sind nicht viel und entsprechen etwa meinem ersten aktiven Laufjahr vor 22 Jahren. Letztlich bin ich aber glücklich, dass ich nach einer erzwungenen Laufpause in Folge des Rennsteig-Halbmarathons und der 27 Kilometer bei Goethe wieder  ein bis zweimal in der Woche um die 10 Kilometer problemfrei laufen kann. Ich muss nur auf mein Knie hören, wenn es mehr lauffreie Tage zur Erholung will. 

Strava behauptet, dass es mit Fitnessstudio, Radfahren, Ski und Wandern etwa so viele Sportstunden wie in früheren Jahren waren. 


Der Silvesterlauf in Arnstadt hat mehrere Vorteile. Der Start ist in fußläufiger Entfernung von mir, die 10 Kilometer sind mit 95 Höhenmetern kniefreundlich flach, man trifft viele alte Bekannte und er ist zwar ohne Zeeitmessung aber mit Medaille und Glühwein kostenlos. Vielleicht sollte man aber versuchen, die Spendenbox so aufzustellen, dass man sie auch ohne zu suchen findet. 

Die Strecke ist aus dem Vorjahr bekannt und wir trottelten zu dritt ohne große Ambitionen los. Meine beiden Mitläufer entschieden sich, nach der ersten Runde den Lauf zu beenden, so dass ich gefühlt fast als Letzter die zweite Runde absolvierte. Mit 1:02 war ich eine Minute langsamer als im Vorjahr, was aber egal ist.

Ich wünsche allen Lesern ein gutes neues Jahr und hoffe, dass es bei mir läuferisch so weitergeht, wie es endete. 

25.12.25

Heiligabendmorgen in Schmiedefeld

Ein Blog über viele Jahre ist schon was wert. So war nachzulesen, dass ich 2009 das erste Mal mit Töchterchen in Schmiedefeld beim Heiligabendlauf war. Dieses Jahr kam erneut der Wunsch auf, dort die knapp 10 Kilometer zu laufen.

Das Wetter hatte Schmiedefeld weihnachtlichen Schneepuder beschert, doch die vor einigen Jahren gebaute Halle hielt den kalten Wind am Start ab. Wie immer freute man sich, alte Bekannte wieder zu sehen und trottelte pünktlich um 10.00 los. Eine Zeitmessung gab es ebensowenig wie eine Startgebühr. Dennoch hatte sich die Spendenbox weihnachtlich gut gefüllt.

 Die Läuferschlange gab ein schönes Bild auf dem Weg ins Vessertal. An der Verpflegungsstelle im kleinen Ort Vesser gab es dann einen Stau am Glühweinstand.


Eine Fotostau gab es auch am geschmückten Weihnachtsbaum bei Kilometer 7. Die letzten zwei Kilometer weckten schöne Erinnerungen, da sie auf der Strecke des Halb- und Supermarathons waren.

Ein schönes Weihnachtsfest allen Lesern.