Ich traf Jens wieder, mit dem ich vor vielen Jahren mehrere längere Läufe absolviert hatte. Uns begleitet noch ein anderer Jens. Das Wetter war traumhaft - sonnig und kühl. Mit Jens I. tauschten wir uns über die vergangenen Jahre aus und genossen den Lauf.
Irgendwann war mir dieser Jens zu langsam und Jens II. erklärte mir, dass auch wir vergangene Lauferlebnisse teilten. Nach über 20 Jahren kann man sich nicht mehr an jeden erinnern.
Hinter dem Berberg bei Kilometer 11, hatte ich kurz die Idee meine Vorjahreszeit zu erreichen und verließ Jens II. nach vorn. Das wurde dann nix, denn auch auf den letzten 10 Kilometer bremsten kleinere, fast vergessene Bergaufpassagen und ab Kilometer 15 machten sich die fehlenden längeren Läufe bemerkbar. Doch es war letztlich kein Problem, denn das Ziel kam stetig näher und nach 2:25 Stunden war ich da.
Im Ziel interviewte mich ein weitere Jens noch kurz.
Nach dem Duschen verfolgte ich mit einem Bier in der Hand den Zieleinlauf der Sieger des Marathons und Supermarathons, was dann die emotionalsten Momente waren. Die Sieger hießen übrigens nicht Jens, was wohl auch an ihrem jüngeren Alter lag.


