25. Dezember 2018

Das Jahr geht zu Ende

Eigentlich ist Heiligabend der schlechteste Termin für einen Lauf. Aber 340 Menschen hatten doch das Bedürfnis vor den Feiertagen noch etwas zu tun und überraschten die Rennsteiglauforganisatoren in Schmiedefeld auf das Neue. Ohne Zeitmessung ging es 9 Kilometer durch das Vessertal und auf den letzten Kilometern des Supermarathons und Halbmarathons zurück zum Sportplatz. Fast 5000 Euro kamen startgeldfrei für einen guten Zweck zusammen,


Ich traf Sandra und Gabi und einige andere mit denen ich schon einige Kilometer in diesem Jahr gelaufen war. Sandra bummelte gesundheitsbedingt, was ich als Begleitung ganz ok fand. Schnee war nur ganz oben zu sehen und vermittelte so ein bißchen Weihnachtsgefühle.



Mit dem Weihnachtslauf heute sind es in diesem Jahr 2052 Kilometer geworden, wobei vielleicht noch einige wenige dazu kommen. Fünf Marathons und vier Ultras waren es in diesem Jahr und der Höhepunkt der Rennsteig-Etappenlauf über 168 Kilometer an fünf Tagen.


Allen, die hier noch reinschauen, wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr.
Update: 2070 Kilomeer sind es 2018 geworden

25. November 2018

Vereinsmeisterschaften

Zwischen abendlichem Biertrinken am Freitag und dem Bericht des Kassenprüfers bei der Versammlung am Samstagnachmittag gibt es die jährliche Vereinsmeisterschaft. Am Start stellte ich überrascht fest, dass alle anderen einen Chip am Fuß hatten. So was neumodisches aber auch!


Wegen Windbruchs wurde die Strecke geändert und man lief zwei Runden zu 5,5 Kilometern. Die Strecke hätte schön sein können durch den Park und das Schwarzatal. Leider hat der Verein wenig altersgerecht in jeder Runde einen steilen trailigen Anstieg Richtung Eberstein vorgesehen.

Wenn man das Bild richtig zieht, sieht die Strecke gewaltig aus.

 So richtig locker lief es nicht und ein Boxenstopp machte es auch nicht besser. Aber irgendwie war es egal. Nach 1:02:50 hatte ich die 11,2 Kilometer hinter mir. Die abgelesene Zeit wurde in die Liste eingetragen und alles war gut.

18. November 2018

Herbstmarathon im Winter

Der Tag versprach schön zu werden. Bei der Abfahrt schien die Sonne durch die klirrende Luft. Schon mehrmals hatte ich den Herbstmarathon in Werdau im Plan. Aber Lauflustlosigkeit im Herbst und typisches Novemberwetter hatten stets alle Pläne verdrängt.


Allerdings verschwand die Sonne und dichter Nebel legte sich auf Ostsachsen. Ich freute mich, Gabi zu treffen und mit ihr loszulaufen, bis sie mir wie immer zu schnell werden würde.


84 Läufer sollten in das Ziel kommen, dazu noch etwa 50 Paare beim Marathonpaarlauf. Die Streckenführung ist speziell - 10,5 km in den Wald, dort 2 Runden von etwa 10,5 km und dann wieder zurück. Gabi lief etwas schneller, als ich allein gelaufen war, aber nicht zu schnell. Die Strecke durch den Wald war eher langweilig, da es an jeglichen Ausblicken fehlte und nur einige Teiche Blickfänger waren.


Dafür verteilten sich die 500 Höhenmeter auf lange flache Anstiege, die ziemlich zermürbten. Gabi jammert etwas, lief aber locker vor sich hin. Alle 5 Kilometer gab es seriös ausgestatte Verpflegungsstellen, die anfangs auch warmen Tee hatte. Dies war auch notwendig, denn die Temperaturen blieben immer unter dem Gefrierpunkt und als mal kurz die Sonne durch kam, erreichte sie uns kaum im Hochwald.


Auf dem Rückweg ließ Gabi es laufen und ich es abreißen. Ab Kilometer 35 wurde es etwas zäh für mich, aber da war ich auch bald da. 4:13 Stunden für einen Marathon ohne Vorbereitung fand ich gar nicht so schlecht, aber in Werdau reicht das gerade man für Platz 62 von 84. Aber das war letzlich auch egal, da ich noch das letzte Stück Kuchen bekam.

22. Oktober 2018

Hallwiler-See-Lauf: Mitten in der Schweiz

Ich musste erst mal googeln, wo dieser Lauf eigentlich ist, als der Vorschlag aus der Familie kam. Schweizer Mittelland klang auch nicht vertraut, aber die Strecke rund um den See versprach eine flache Runde und damit eine Woche nach dem Marathon in Bremen keine große Herausforderung. Emil wollte unter 2 Stunden laufen, genauer irgendwas zwischen 1:55 und 1:59 - auch das erschien machbar.

Überraschung am Start - mit über 6000 Startern, davon 3000 beim Hauptlauf ist es eine richtig große Veranstaltung. Beim Halbmarathon wird in 10 Startblöcken mit je 4 Minuten Abstand gestartet.


Dadurch war es auf den ersten Kilometern nach dem Start ein aufgelockertes Feld. Wir liefen im geplanten Tempo, schwatzten und ich schoss einige Fotos vom See in der lieblichen Mittelgebirgslandschaft.

Nach 8 Kilometer ging es auf einen kleinen Weg, auf dem nur 2 Läufer nebeneinander Platz hatten und es wurde die aufgelockerte Startaufstellung nachvollziehbar. Jetzt vermischten sich auch die Blöcke. Einige schnellere Läufer aus dem nächsten Startblock überholten uns, aber noch viel mehr langsame Läufer aus dem vorherigen Block wollten von uns überholt werden. Das machten den Lauf unruhig und wir mussten intensiver das Tempo kontrollierten. Außerdem ging es keinesweg eben am Seeufer lang sondern wellig auf und ab.


Höhepunkt war eine kleine Runde durch das Wasserschloss Hallwyl bei Kilometer 15.  Wir waren nun ständig am Überholen. Um Emil zu motivieren gab ich die Devise aus noch 200 Läufer einzusammeln und zählte laut mit. Emil lief aber tapfer im Schnitt von 5:20 min/km und torpedierte meinen Plan, in dem er die Zuschauer mitzählte. Langsam fiel es mir auch schwer. Ich konnte das Tempo zwar halten, aber nicht mehr erhöhen.


 Der Marathon von der Vorwoche steckte doch mehr in den Knochen als gedacht. Da war auch schon das Ziel und bei 1:53:33 h blieb die Zeit stehen, was für Emil eine neue Bestzeit war. Statt der Dusche gab es dann noch ein Bad im kühlen See.

8. Oktober 2018

Marathon, wo sonst Werder spielt

Ich hatte auf das Handy verzichtet, denn was sollte es schon in Bremen zu sehen geben? Marathons in vergleichbaren Städten sind geprägt von unendlichen Schleifen durch die Vorstädte. Außerdem wollte ich schneller laufen, um vielleicht noch einmal unter 4 Stunden in das Ziel zu kommen. Roland, Rathaus und Stadtmusikanten am Start auf dem Markt konnte ich auch noch später fotografieren.

Die 5:30 min/km fühlten sich nach dem Startschluss zügiger an, als mein üblicher Schlurfschritt, aber irgendwie war es ja mein Plan. Rennsteiglaufshirts sind kommunikativ und so kam ich mit Wolfgang in das Gespräch, der in Bremen aufgewachsen ist. Er erklärte mir die nun ausnahmslos schöne Strecke am Wasseturm "Umgekehrte Komode vorbei, um den Wesersee und über das Weserwehr.
 
Am Wesersee
 Zum Glück hatte er sein Handy dabei und sandte mir am Ziel die Bilder, die auch das beste Laufwetter von 13° und Sonnenschein zeigen. Doch leider verlor ich ihn bei einem Boxenstopp bei Kilometer 16.

Dann folgten erst mal die befürchteten hübsch belanglosen Vorstadtstraßen, die nur vom im Herbst natürlich nicht mehr blühenden Rhododendronpark durchbrochen wurde. Ansonsten übte ich mich im Kopfrechnen, wie stark ich einbrechen kann, wenn ich den Schnitt von 5:25 noch eine Weile weiterlaufe. Bei Kilometer kamen die Halbmarathonläufer auf die Strecke. Der vordere Teil des Halbmarathons war natürlich viel schneller als ich und strömte an mir vorbei. Doch vor allem genoß ich die Abwechslung, zumal es auch wieder durch Parks und an einem kleinen Kanal entlang ging.

Kilometer 30 und immer noch kein Einbruch? Ich war  verwundert. Die 4 Stunden waren nun auch bei einem odentlichen Einbruch sicher.


Die letzten 10 Kilometer vom alten Hafen an der Weser entlang mit jubelnden Zuschauern am Rande der Altstadt waren touristisch die spektakulärsten. 


Ab Kilometer 36 war ich nun doch platt, wenn auch der Durchlauf des Weserstadions etwas aufbaute. Die letzten Kilometer zogen sich dann noch etwas bis es auf den letzten Metern genau auf den Dom zuging, wo das Ziel lag.


 Bei 3:51:37 blieb die Uhr stehen. Also Bremen ist doch schön und das Becks schmeckt.