19.9.22

Baden-Marathon Karlsruhe

Auch nach über 100 Marathons und Ultras braucht man Ziele. Die Persönliche Bestzeit zu verbessern, kommt schon altersbedingt nicht mehr in Frage und für vordere Platzierungen hat es  bei größeren Veranstaltungen noch nie gereicht. Also verfolge ich das Projekt, in jedem Bundesland einen Marathon zu laufen. Da mir außer Hamburg nur noch Baden-Württemberg fehlt, stand ich in Karlsruhe am Start. Mit Karlsruhe verbindet mich ansonsten rein gar nichts. Die Kunsthalle wird gerade saniert und das Bundesverfassungsgericht ist auch nicht zu besichtigen.

Umsomehr  freute ich mich, Udo am Start zu treffen, den ich irgendwie seit der Kaiserzeit kenne. Gern wäre ich mit ihm einige Kilometer gelaufen, aber die Tempi passten nicht und außerdem ist er eher Sololäufer.

 

Der Marathon besteht aus zwei unterschiedlichen Runden. Die erste Runde ist ziemlich öde durch Vororte, Gewerbegebiete und breite Ausfallstraßen. Schön sind nur die letzten Kilometer durch Schlosspark und Innenstadt. 


Ich war mit 5:30 min/km zu schnell losgelaufen und bei der Hälfte wurde mir klar, dass ich Tempo rausnehmen muss. Zwischen Kilometer 21 und 28 hatte ich einen Laufbegleiter, dem ich den Mythos Rennsteiglauf erklärte. Die zweite Runde durch Parks und Wälder war dann auch deutlich schöner. Ab Kilometer 30 wurde es jedoch zäh und die Zielzeit rutschte durch Wandereinlagen von erwarteten 4:10 h auf 4:22 h. Das Ganze brachte dann Platz 12 von 24 in der AK und 364 von 542 gesamt, was so lala ist.

 

Damit ist der Länderpunkt Baden-Württemberg geholt, aber Karlsruhe muss ich nicht noch mal laufen. Die Schloss-Lichtspiele am Abend waren aber nett.


 

7.7.22

Schneekopflauf und sonstiges

 Der Sommernachtskreisel in Fröttstädt zeigte, dass ich wieder ganz gut drauf bin. Die vergangenen Jahre waren die Runden von 3 Kilometer eher quälerisch. Dieses Jahr waren 30 km kein Problem, obwohl meine Laufpartnerin nach 21 Kilometern geplant aufgehört hatte.

Wenige Tage später startet in Erfurt der Unternehmenslauf. Inzwischen ist der Start in Wellen so organisiert, dass man recht frei laufen kann. Mein Kollege nahm das zum Anlass, um viel schneller loszulaufen, als geplant. Dies bedeutete allmähliches Sterben bei 30 Grad auf den 4,5 Kilometern und ein Schnitt von 4:34 min/km.

 Anfang Juli stand dann nicht der Thüringenultra auf dem Plan. 100 Kilometer sind mir inzwischen zu viel und einen Staffelpartner zu suchen, hatte ich versäumt. Der Schneekopflauf mit der neuen Strecke über 22 Kilometer erschien eine schöne Alternative.

Auch hier war die klassische Stecke über 12 Kilometer im letzten Jahr kein gemütlicher Lauf.  In diesem Jahr war es ein rechter Laufgenuss und das lag wohl nicht nur daran, dass ich locker losgelaufen bin. Bedenken hatte ich, da es ab der Schmücke 4 Kilometer lang 400 Höhenmeter abwärts zum Bahnhof Gehlberg und anschließend vergleichbar wieder hoch ging. Die Bergabstrecke war traumhaft über Bergwiesen und schmale Trails. Bergauf ging es durch die sogenannte Hölle - nomen est omen.

Aber irgendwann ist man oben und auf den fast ebenen Zwischenstücken konnte ich noch zügig laufen. Mit 2:34,48 war ich 81. von 113 Männern und 2 von 5 in der Alersklasse.

22.5.22

Rennsteig - Supermarathon

 Der Hamburg-Marathon sollte die Grundlage für die Entscheidung über den Supermarathon auf dem Rennsteig mit seinen 74 Kilometern sein. Coronabedingt fiel der für mich aus. Die Entscheidung hatte ich dennoch getroffen.

Nach zwei Jahren ohne Ultra und dafür mit kleineren Problemchen war ich mir unsicher, zumal auch die Supermarathons davor immer schwerer gefallen waren. Daher war mein einziges Ziel, in Würde in Schmiedefeld anzukommen.

Vor dem Start in Eisenach war es wie immer - man trifft alte Bekannte und wartet mit gemischten Gefühlen, dass es los geht. 

 Bis zum Inselsberg lief ich plaudernd mit Sandra und Caro. 

Auf dem Inselsberg fiel nach 25 Kilometern der Vergleich zu früheren Läufen positiv aus - es ging mir recht gut. Aber irgendwas ist immer. Beim Spießberg kam ich ins Straucheln und fiel die Länge nach in den Matsch - das war wenigstens weich.

An der Eberstswiese war die Hälfte geschafft und erstmals aß ich ein Würstchen. Das vertrieb scheinbar die  aufkommende Schwäche. Auch der Schreckensabschnitt vor Oberhof, zog sich weniger als sonst. In Oberhof traf ich meine Familie, was immer motivierend ist - nur noch 20 Kilometer, es ist fast geschafft.

An der Sommerwiese fiel mir ein Physio-Zelt auf. Sie schienen erfreut, dass jemand ihre Dienste in Anspruch nahm und massierten die Krampfanzeichen aus meiner Wade.

Hinter dem Beerberg, dem höchsten Punkt des Laufes, kann man eigentlich die letzten 12 Kilometer gut geradeaus und bergab laufen. Hier war ich jedoch platt und wanderte auch auf geraden Strecken viel. Dabei hatte ich kaum ein schlechtes Gewissen, die errechnete Zielzeit entsprach meinen Erwartungen.

Der Zieleinlauf in Schmiedefeld war auch beim zehnten Supermarathon phänomenal. Bei 9:43:25 Stunden war die Uhr stehen geblieben, das ist Platz 610 von 852 Männern und 38 von 69 in der Altersklasse.  Durch die Wandereinlagen war ich ziemlich entspannt und konnte die wie immer bombastische Party genießen.

8.5.22

Eine halbe Stunde im Regen, 2 Stunden auf der Alteburg und 26 Kilometer nur so

Corona hat meine Rennsteigvorbereitung durcheinander gebracht. Den Hamburg-Marathon erlebte ich auf der heimischen Couch. Zum Glück hatte mich die Seuche nicht schlimm erwischt und als ich wieder raus durfte, konnte ich auch wieder mit normalem Puls laufen. 

Hamburg-Marathon
 In Oberhof gibt es schon seit einiger Zeit einen Halbstundenlauf. Um auf Kilometer zu kommen, lief ich mich 4 Kilometer durch den Wald ein. Zehn Minuten vor dem Start begann es in Strömen zu regnen und hörte bis zum Ende nicht mehr auf. Auf der Bahn standen ca. 60 Sportschüler um die 15 Jahre und vielleicht 10 Erwachsene. Jeder bekam einen Handzähler und sollte so seine Runden zählen. Da es für alle eher ein Trainingslauf war, fand ich auch hinterher nirgends Ergebnisse.

 Vom Lauf gibt es nicht viel zu berichten. Man sucht das passende Tempo und versucht gleichmäßig zu laufen. Die Uhr konnte ich sowieso bei dem Regen nicht erkennen. Hinterher stellte ich fest, dass ich den ersten Kilometer in 4:21 min gelaufen bin und die folgenden fast konstant in 4:40. Es waren dann 6,5 km, was ich ganz ok fand.

Nach einem Tag Laufpause stand am Freitag der heimische Alteburglauf ein. Angemeldet war ich für den Halbmarathon, für den die Runde 2 mal in wechselnder Richtung zu laufen war. Obwohl ich nicht zu schnell losgelaufen war, war ich nach 7 Kilometer eigentlich platt. Bei 32 Startern lief ich bald  allein durch den Wald. Abwechslung gab es, als mir erst die Schnelleren und dann die später gestarteten 10-Kilometer-Läufer entgegen kamen. Mit 2:04 Stunden gewinnt man in der AK 60 - bei zwei Startern und 370 Höhenmetern. Mit dem Weg zum Lauf und zurück waren es dann 26 Kilometer an diesem Tag.

Von nicht kommt nichts und so stand am nächsten Tag ein langer Lauf an. Diesmal war ich schon am Anfang platt und gönnte mir immer mal Gehpausen vor allem bergan. Wetter und Landschaft luden auch zur Gemütlichkeit ein. 

 Garmin erklärte mir nach 26 Kilometern, dass der Lauf nur einen mittleren Trainingseffekt hat. So ist das Leben.

16.4.22

Osterlauf Heyda

So ein lange geführter Blog hat seinen Reiz. Vor 11 Jahren titelte ich nach dem Osterlauf in Heyda den Post "Alter hat auch Vorzüge" Hintergrund war, dass ich damals in der neuen AK 50 Zweiter wurde. 11 Jahre später erreichte ich in der AK 60 die gleiche Platzierung mit einer Zeit, die über 18 Kilometer 9:20 Minuten langsamer war. Statt 1:24:35 nun 1:33:54 Stunden. Da 8 Starter in der Altersklasse dabei waren, ist das Ergebnis wohl ok.

Ansonsten war es nach zweijährigem Ausfall und 7 Jahre nach meinem letzten Start hier wie immer. Man trifft nach der langen Winter- und nun auch Coronapause viele alte  Bekannte, schwatzt ein bißchen und rennt sich dann die Lunge aus der Brust.

 Die erste Runde hatte ich auf 9 Kilometer und 150 Höhenmeter einen Schnitt von 4:54 min/km und in der zweiten waren es nur noch 5:15 min/km. Ich muss mir nur merken, wärmere Sachen dabei zu haben, wenn ich jetzt öfter auf die Siegerehrung warten muss.