8. Juli 2018

Auf den Schneekopf

Einmal habe ich im Jahr 2007 beim Schneekopflauf teilgenommen. Danach hatte ich den jeweils am gleichen Tag stattfindenen Thüringenultra oder dem Urlaub den Vorzug gegeben. Da ich mich für 100 Kilometer nicht fit fühlte und für die Staffel mir die Partnerin abhanden gekommen war, kam der Schneekopflauf wieder in das Spiel.


Seit 2007 hat sich der Lauf herausgemacht. In diesem Jahr standen über 450 Teilnehmer in der Starterliste. Das schöne aber nicht zu heiße Sommerwetter hat seinen Beitrag geleistet. Der Sportplatz in Schmiedefeld wirkt mit 450 Läufern ungewohnt leer.


Nachdem es den Zielberg des Rennsteig-Marathons runtergeht begannen danach die Steigungen, schließlich wollten ca. 450 Höhenmeter auf 12,7 Kilometer überwunden sein. Besonders heftig ist der Anstieg zum Finsterberg mit über 100 HM auf dem Kilometer. Zum Glück ist der dortige Aussichtsturm gesperrt, vor 11 Jahren musste man dort auch noch hoch. Der Abstieg vom Finsterberg ist auch nicht ohne. In einer steilen ausgewaschenen Rinne geht es steil bergab. Dort am Finsterberg müssen mich die Kräfte etwas verlassen haben, jedenfalls wurde ich da öfter überholt.

An der Schmücke und an der Wetterwarte vorbei ging es weiter - ich kannte den Weg. Hefitg war der finale Anstieg zum Schneekopf. Ohne Zuschauer wäre ich da wohl gegangen. Dann hätte ich im Ziel nach 1:17:18 h auch besser ausgesehen. Unvorstellbar, dass ich 2007 dort 9 Minuten schneller war.


2. Juli 2018

Fast 6 Stunden, fast Genuß

Wenn eine Veranstaltung als 6-Stunden- Ausdauer- und Genußlauf angeboten wird, sollte man skeptisch sein. Da meine Partnerin für den Thüringen Ultra abgesprungen war, entschloss ich mich Anfang der Woche am Sonnabend in Plaue Runden zu drehen. Ich freute mich dabei, wieder mit Gabi länger zu schwatzen und fuhr ansonsten ohne große inner Spannung nach Plaue.

Dort hat sich eine sehr überschaubare Gruppe für die 2-Kilometer-Runde versammelt. Eigentlich ist es schade, denn die Veranstaltung ist wohlorganisiert und mit Liebe gemacht.


Nach dem ersten Kilometer im 5er Schnitt zweifelt ich, ob es ein wirklich guter Gedanke war, mit Gabi zu laufen. Doch dann wurde sie etwas langsamer, aber immer noch schneller als mein Wohlfühltempo ist. Zu zweit zu laufen ist angenehm, wenn man viele Stunden vor sich hat. Doch nach 24 Kilometern war der Punkt erreicht, dass ich sie ziehen lassen musste.

Das hohe Anfangstempo rächte sich bei Kilometer 30, doch eine kleine Gehpause lies die Kraft zurück kommen. Schlimmer waren die deutlichen Krampfanzeichen bei Kilometer 37. Nach den Erfahrungen beim Rennsteig wechselte ich in den Wanderschritt und beschloss nach dem Marathon aufzuhören. Nach über einer Wanderrunde lief es wieder, doch da war die Motivation weg. Hatte ich die 35 Kilometer bei 3:32 h passiert, so erreichte ich die Marthonmarke bei 4:30 Stunden. Ein bißchen besser, hätte es bei Marathon Nr. 90 eigentlich sein können.

24. Juni 2018

Mädchenetappe bei der Rennsteigstaffel

Beim Rennsteigstaffellauf bleiben von den 10 Etappen üblicherweise die kürzeren Etappen  den Frauen und langsameren männlichen Läufern. Ich bekam bisher meist eine der langen Etappen über den Beerberg oder den Inselsberg. Da die Staffelpartnerin aus der Nachbarschaft aber 24 Jahr jünger und eine halbe Minute auf dem Kilometer schneller ist, darf ich mal die Mädchenetappe ab der Neuen Ausspanne laufen und sie muß über den Inselsberg .

Am Vormittag steigern die einlaufenden Nachrichten mit den  Wechselzeiten  die Aufregung. Die Wartezeit an der Wechselstelle ist immer schön und steigert die Anspannung. Man trifft allerhand Bekannte und beobachtet die Wechsel der schnelleren Staffeln.

Beim Warmlaufen erkundete ich schon mal die ersten 1,5 Kilometer der Strecke. Zwar bin ich sie schon neunmal beim Supermarathon gelaufen, aber in anderer Richtung. Wie steil werden die Berge sein, die man sonst zwischen Kleinem Inselsberg und Neuer Ausspanne runter gerollt ist?

Dann ging es wie immer schnell. Angela, die viel besser als in den Vorjahren ist, übergibt den Chip und es geht sofort in den Berg hinein. Ich bin überrascht, denn es läuft sich viel besser als beim Warmlaufen - 5:10 Minuten für den ersten Kilometer. Die folgenden Kilometer gehen deutlich unter 5 Minuten weg. Damit entsteht das Ziel, mal wieder einen profilierten Wettkampf im Schnitt unter 5 min/km zu laufen. Dass ich etwa auf jedem Kilometer einen Läufer überhole motiviert.

Unterschätzt habe ich jedoch die Steigung ab dem Heuberghaus. Auf 2,5 Kilometer geht es 120 Meter gleichmäßig nach oben. Inzwischen recht erschöpft sinken die Kilometerschnitte auf 5:30 min/km. Dann noch einge hundert Meter bergab und schon übergebe ich. Die Uhr bleibt bei 1:09:13 Stunden für 13,7 Kilometer stehen. Schnitt 5:05 min/km bei 240 Höhenmeter.

Nach einer kurzen Pause geht es mit dem Auto zur letzten Wechselstelle und dann zum gemeinsamen Zieleinlauf nach Hörschel. Ein schöner Tag mit Lauffreunden geht dort zu Ende - und die offizielle Zeitmessung behauptete einen Schnitt von 5:00 min/km. Das akzeptiere ich mal so.

17. Juni 2018

Einmal schnell, einmal lang

Stundenläufe sind altmodisch - keine Party, keine spektakulären Hindernisse - einfach nur eine Stunde auf der Tartanbahn so schnell laufen, wie es geht. Es ging bei optimalen 15° eigentlich genauso wie im Vorjahr. Nur die ersten beiden Kilometer lief ich mit 4:32 etwas langsamer, dann immer um die 4:38 und den letzten Kilometer 4:22.


Das waren dann zum Schluss 12,81 Kilometer und der Sieg in der Altersklasse von immerhin 4 Läufern. Interessant finde ich die Gesamtübersicht meiner Stundenläufe:

2018 (57 Jahre) 12.810 m
2017 (56 Jahre) 12.859 m
2014 (53 Jahre) 13.227 m
2009 (48 Jahre) 13.490 m
2008 (47 Jahre) 13.315 m

Zwei Tage später stand ich 22.00 Uhr beim Apfelstädter Nachtlauf am Start. Dabei hatte ich wieder nicht den Plan, die volle Zeit auszunutzen und bis 8.00 am Morgen zu laufen. 35 Kilometer waren geplant, angemeldet hatte ich mich, als die Tagestemperaturen um die 30° lagen.


Am Tag nach der Anmeldung kam eine Geburtstagseinladung. Vielleicht sind 2 Bratwürste und ein Bier doch nicht die optimale Laufvorbereitung, aber auf der 1,75 Kilometer-Runde gibt es ja Gelegenheiten für den Boxenstopp. Abgesehen davon war der Lauf in die Nacht wie immer ein ganz besonderes Erlebnis. Irgendwann muß ich da noch mal bis zum Frühstück laufen.

7. Juni 2018

Auf den Kickelhahn

Dieses Jahr war der 30. Kickelhahn-Berglauf. An sieben Läufen habe ich teilgenommen und ich liebe diesen Berglauf mit 5,6 Kilometern und 370 Höhenmeter.


Der Ablauf ist bekannt und die Hetzerei an teilsmehr als 10% Steigung auch. Die Steigung verteilt sich vor allem zwischen Kilometer 1,2 und 3 sowie zwischen Kilometer 4,3 und dem Ziel.
Mit 38:40 war ich wieder  langsamer als früher - das ist wohl das Schicksal.



Oben gab es bei schönstem Wetter Speis und Trank und außerdem zum Jubiläum ein Stirnband. Dann durfte man zum Auslaufen die gleiche Strecke wieder zurück.