9.5.26

Rennsteiglauf - wieder der Halbe

Die schönsten Bilder gab es vor dem Lauf, als sich die Sonne durch die Bäume und den sich lichtenden Nebel schob. Doch viel Zeit hatte ich nicht, da für mich Startblock 3 vorgesehen war. Erst im Startblock wurde mir klar, dass vor allem Vielfach-Rennsteigläufer dieses Privileg bekamen. Das ist sicher nicht so schön, für die schnelleren Läufer in den folgenden Startblöcken, aber ich beschloss, es einfach zu genießen.

Ich traf Jens wieder, mit dem ich vor vielen Jahren mehrere längere Läufe absolviert hatte. Uns begleitet noch ein anderer Jens. Das Wetter war traumhaft - sonnig und kühl. Mit Jens I. tauschten wir uns über die vergangenen Jahre aus und genossen den Lauf. 

Irgendwann war mir dieser Jens zu langsam und Jens II. erklärte mir, dass auch wir vergangene Lauferlebnisse teilten. Nach über 20 Jahren kann man sich nicht mehr an jeden erinnern. 

 Hinter dem Berberg bei Kilometer 11, hatte ich kurz die Idee meine Vorjahreszeit zu erreichen und verließ Jens II. nach vorn. Das wurde dann nix, denn auch auf den letzten 10 Kilometer bremsten kleinere, fast vergessene Bergaufpassagen und ab Kilometer 15 machten sich die fehlenden längeren Läufe bemerkbar. Doch es war letztlich kein Problem, denn das Ziel kam stetig näher und nach 2:25 Stunden war ich da.

 

Im Ziel interviewte mich ein weitere Jens noch kurz. 

Nach dem Duschen verfolgte ich mit einem Bier in der Hand den Zieleinlauf der Sieger des Marathons und Supermarathons, was dann die emotionalsten Momente waren. Die Sieger hießen übrigens nicht Jens, was wohl auch an ihrem jüngeren Alter lag.

3.5.26

Alteburglauf 2026

Der Alteburglauf  am Rande meiner Heimatstadt findet zum 47. Mal statt. Etwa bei 10 Läufen war ich seit 2004 in der schönsten Laufgegend meiner Stadt dabei. 

Wie immer genoß ich die Stimmung vor dem Lauf und schwatzte mit Bekannten. Im Gegensatz zu früher, hatte ich jedoch etwas Bedenken wegen der ca.180 Höhenmeter auf 10,6 Kilometer, da ich kniebedingt Berge im Training meide.

Eine Woche vor dem Rennsteig-Halbmarathon war der Plan moderat zügig zu laufen.

So lange es recht eben war, zeigte die Uhr etwa 5:30 min/km. Die langen mäßigen Anstiege bremsten und an steileren Abschnitten ging ich, wo ich einst immer lief. Da wurde ich dann auch etwas überholt.

Die letzten 1,5 Kilometer machte ich wieder etwas Tempo und nach 1:04 Stunden war ich im Ziel, was letztlich sogar Platz 3 von 6 in der AK war. Unspektakulär und schön. Ach ja: früher war ich schneller. 

25.4.26

Citylauf Arnstadt

 Meine Heimatstadt hat mit etwas über 20.000 Einwohnern zwar keine City aber einen Citylauf. Der führt mangels der - ich hatte es erwähnt - fehlenden City ein bisschen durch die Innenstadt, durch den Stadtpark und durch ein Irgendwo. Mangels Größe muss man die Stecke 4 mal und ein Stückchen mehr durchlaufen. 

Bisher bin ich nur einmal vor 17 Jahren mitgelaufen, da ich die Strecke nicht sonderlich attraktiv fand und mir kurz vor den damals längeren Rennsteigläufen ein schneller Zehner nie in das Programm passte.

Inzwischen ist alles anders und ich stand mit knapp 60 weiteren Läufern am Start und freute mich,  alte Bekannte wiederzusehen. 

Idee war etwa 5:30 min/km zu laufen, was 55 Minuten für 10 Kilometer bedeutete. Irgendwie schien die Geschwindigkeit zu stimmen, auch wenn die Uhr immer etwas zwischen 5:10 und 5:40 anzeigte. Die Abschnitte in der Sonne und die minimalen Steigungen war durchaus spürbar. Die Auswertung auf Strava zeigte jedoch, dass ich die Runden konstant lief.

Als meine Uhr 10 Kilometer zeigte, waren es noch wenige Sekunden bis 55 Minuten. Allerdings ging es noch 250 Meter auf den Markplatz hoch, so dass es dann 56:21 Minuten waren. Letztlich unspektakulär anstrengend für eine Zeit, die vor einigen Jahren noch mein Trainingstempo war. Vor 17 Jahren war ich übrigens 12 Minuten schneller.

 

27.3.26

Der alte Winter in seiner Schwäche...

...hatte sich eigentlich auch schon aus den Bergen zurückgezogen. Doch dank der kalten Nächte hielt sich der Kunstschnee am Hang in Oberhof hartnäckig und der Lift öffnete ein letztes Mal in dieser Saison. 
 

Gemeinsam mit meinem Nachbarn nutzte ich dieses „Schnäppchen-Angebot“, um bei strahlendem Sonnenschein und überraschend gutem Schnee noch nach Frühlingsbeginn Ski zu fahren.
 

Am Mittwoch war der Winter standesgemäß zur Winterlaufserie fast wieder zurück. Glücklicherweise verzichtete er darauf, ohnmächtig Schauer körnigen Eises zu senden. 

Wie schon bei den vorangegangenen Läufen traf ich Matthias, der in etwa das gleiche Tempo läuft wie ich. Unser vager Plan für den Stundenlauf: die 490-Meter-Runde in 2:45 Minuten zu absolvieren. Während sich die ersten Runden noch zu schnell anfühlten, gewöhnte sich mein Körper bald an den Rhythmus. Wie ich später feststellte, gelang mir das Tempo mit nur minimalen Abweichungen. 

Da die Uhr am Start rückwärts lief, wurde die Zeitberechnung unterwegs allerdings zu einer kleinen mentalen Herausforderung. Nach sieben Kilometern musste Matthias abreißen lassen. Die letzte Runde konnte ich fast schon gemütlich auslaufen, da Restmeter nicht mehr gewertet wurden. Punktlandung: Bei der Schlusssirene standen genau 11 Kilometer auf meiner Uhr – das bedeutete Platz 37 von 59 Männern und einen 2. Platz von 4 in meiner Altersklasse.

26.2.26

Winterlaufserie - Stundenlauf

Letztes Mal machte der heftige Wintereinbruch dem Lauf noch einen Strich durch die Rechnung – diesmal war es fast frühlingshaft: Über zehn Grad am Abend sorgten für eine entspannte Wartezeit am Start. 

Da das Knie beim dosierten Laufen aktuell keine Probleme macht, ging ich zuversichtlich ins Rennen. Mein Ziel: Die 500-Meter-Runde samt kleiner Rampe konstant in knapp unter drei Minuten zu halten.

Ein Stundenlauf hat fast etwas Meditatives. Während Park und Gebäude in der Dunkelheit bunt zu leuchten begannen, spulte ich meine Runden wie ein Uhrwerk ab. Die kritische Phase kam nach 25 Minuten, doch ab Minute 45 mobilisierte die Aussicht auf das Ende neue Kräfte. Am Ende der letzten Runde standen 10.227 Meter auf der Uhr, bevor die Sirene 300 Meter weiter den Lauf beendete. 

Fazit: Schöne Atmosphäre, Ziel erreicht und das Knie hielt!