21. August 2016

169 Kilometer, 5 Etappen, ein Rennsteig

"Diesen Weg auf den Höh'n bin ich oft gegangen..." ließ es Jürgen zum wievielten Male auch immer aus den Lautsprechern des blauen Transporters erklingen. Lächelte man die ersten Tage noch über die etwas schrullige Volkstümlichkeit des 65 Jahre alten Liedes, so gab es nun in Blankenstein am Ende des Rennsteiges nach 5 Lauftagen keine schönere Musik. Erschöpft lehnte ich an einem Baumstamm, beklatschte die mit lachendem Gesicht einlaufenden Läufer und bewunderte Matthew und Marita, die in Irrsinnszeiten neue Streckenrekorde gelaufen waren.

Fünf Tage vorher, am Montagmorgen war ich noch sehr unsicher. Husten und verschleimte Nase hatten mich zweifeln lassen, ob es wirklich gut ist, hier zu laufen. Dabei stand der Rennsteigetappenlauf schon lange auf meinem Plan. Lange Anmeldefristen und die knappen Urlaubstage waren bisher immer Hinderungsgründe. Da der Husten besser wurde, wollte ich es versuchen. Zur Not hätte ich mich unterwegs abholen lassen können.

1. Tag Hörschel - Grenzwiese 34 km
Uli Röder, der Chef hatte bedauert, dass ich nicht am Vorabend zur Einweisung kam. Da ich durch Etappenlauf und Supermarathon die Strecke kannte, hatte ich jedoch keine Sorgen um den Weg. Sorgen hatte ich eher, zu schnell zu laufen und an den Folgetagen mich zu quälen.  Ich schloss mich Carina an, die zwar schon einmal den Etappenlauf, aber noch nie weiter als einen Marathon am Stück gelaufen war. Vor allem bis zur Hohen Sonne genossen wir die vielen Blicke in das weite Land, den blauen Himmel, den Wald und einfach alles.

Weitblick mit Carina
Irgendwann wechselte ich zu Viktoria, dann zu Ingrid und dann zu Jörn. So lernte ich laufend meine Mitstreiter kennen. Im niedrigen Pulsbereich blieb genug Luft für Gespräche. Etwa ab Kilometer 25 war ich allein, da die Anpassung der Laufgeschwindigkeiten schwer wurde. Das Laufgefühl war wie beim Supermarathon nur mit weniger Läufern auf der Strecke. Die Anstiege zum Inselsberg kosteten wie immer Zeit. Viel zu schnell ist man dann drüber und an der Grenzwiese war erst mal nach 4:21 h Schluss.

Unsere Betreuer fuhren uns am Nachmittag zum Kaffeetrinken auf den Inselsberg, auch die Olympioniken in Rio wurden kaum besser umsorgt. Mit Angela bereitete ich mich auf der Sommmerrrodelbahn dann auf den Winter vor.

2. Tag Grenzwiese - Oberhof 28 km
Die Beine fühlten sich noch erstaunlich gut an. Moderates Tempo und der erholsame Nachmittag hatten für genug Erholung gesorgt. Meine Heimatetappe stand heute an. Wenige Kilometer von der Strecke war ich aufgewachsen, hier war ich oft wandern und Skifahren. Heute hatte ich Ingrid aus Laufpartnerin. Mit 72 Jahren war sie das neunte Mal beim Etappenlauf. Sie hatte mein Tempo und erzählte ununterbrochen. Vor dem Possenröder Kreuz musste ich erst mal einen Aussichtsturm ersteigen und den Blick genießen. Ingrid wollte sich die Turmbesteigung sparen und verließ mich.

Auf dem Aussichtsturm
An der Ebertswiese musste extra ein Umweg gelaufen werden, um am Berggasthof einen Stempel abzuholen. Davor war einer der von Horst und Rosi, Jürgen und Renate liebevoll betreuten Verpflegungsstände. Zusammen mit Uli und Jutta organisieren die Ruheständler die Veranstaltung mit unendlicher Liebe und Begeisterung. Diesmal hatten sie den 60-jährigen Jungspund Sieghard als Lehrling mit dabei.

Die Kilometer ab dem Sperrhügel nach Oberhof zogen sich dann. Hier gibt es außer unzähligen Fichten wenig zu sehen und man ist schon platt. Doch lief es sich leichter mit 25 Kilometer in den Beinen als mit 50 Kilometern beim Supermarathon. Nach 3:12 war ich an der Schanzenbaude, dem Ziel des Tages.

3. Tag Oberhof - Neustadt 27,5 km
Lag es an der Massage? Auch am gefürchteten dritten Tag fühlten sich die Beine noch recht gut an. Diesmal fand ich mit Ina und Matthias Laufpartner. Wir hatten den gleichen Rhythmus zwischen Laufen und Gehen an den steileren Stellen zum Beerberg. Vom großen Beerberg auf der höchsten Stelle der Strecke bot sich bei kühlem, sonnigen Wetter ein weiter Blick ins Tal.

Auf dem Beerberg ist auch Michael dabei
Bergab über die Wurzelwege unterhielten wir uns über Stürze, da lag ich auch schon lang. Da ich Mütze und Taschentuch in den Händen hatte, stützte ich mich nicht ab und landete schmerzhaft auf der Brust. Doch Weiterlaufen ging. Kurz danach lag auch Ina und wir redeten auf Matthias ein, es uns nicht nachzutun.

An der heutigen Stempelstelle bei Frauenwald musste  ich etwas an der Startnummer fummeln und fiel zurück. Ich beschleunigte, um die beiden einzuholen und war dann so im Laufen, dass ich sie nun überholte.

Die Hälfte ist geschafft
Am Dreiherrenstein ist die Hälfte des Rennsteigs geschafft. Die wenigen Kilometer bis zum Ziel flogen dahin. 3:40 Stunden hatte ich gebraucht.

4. Tag Neustadt - Spechtsbrunn 40 km
Der Tag begann schlecht. Jetzt spürte ich die Belastung der letzten Tage, das Laufen fiel schwer, der Kopf fürchtete sich vor den vielen Kilometern und die Brust schmerzte beim tiefen Atmen. Noch bewusster ging ich bergan und ließ Ina und Matthias ziehen. Dafür hatte ich mit Marc und Carina neue Begleiter gefunden. Erster Höhepunkt war der Kindergarten in Masserberg, der am Streckenrand stand und uns zujubelt. Schöner konnte es auch nicht in Rio sein.

Kleine Fans
Mit Marc erstieg ich den Turm der Rennsteigwarte und hoffte, dass ich heute irgendwie durch komme. Die Strecke nahm viele Hohlwege und Extrahügel mit, die der Rennsteig-Marathon umgeht. Ich war unsicher nach dem Sturz und hob kaum meinen Blick.
Vor Neuhaus wurde die Strecke eben und die Wurzeln hörten auf. Noch stärker als am Vortag bekam ich einen Flow. Ich genoß selbst die Kilomter durch die Stadt - einfach die Beine voreinander setzen, ohne Berge und Wurzeln. Hinter Neuhaus sah ich Ina und Matthias, kam allmählich näher und überholte sie.
Unten in Spechtsbrunn ist das Ziel
Die letzten Kilometer hatte man einen traumhaften Blick auf das Ziel in Spechtsbrunn, das ich nach 4:52 Kilometer erreichte.

5. Tag Spechstbrunn - Blankenstein 40 km
Diesmal habe ich am Vorabend bei der Streckeneinweisung genauer zugehört, denn ich kannte die Etappe kaum. Wie immer hatte Uli jeden Abzweig und jeden Grenzstein erklärt. Bei den vielen Informationen hoffte ich auf Wiedererkennungseffekte - merken konnte ich mir kaum etwas. 
Wurzelgeschädigt genoss ich die ersten 12 Kilometer auf asphaltierten Wegen. Ina und Matthias waren mir etwas zu langsam und Jörn eigentlich etwas zu schnell. Ich folgte ihm trotzdem.

Wie ein Mantra sagte ich mir auf: Nicht zu schnell werden - es sind 40 Kilometer; keine Euphorie - auch bergab kommen unendliche Hügel. Wir kamen dennoch gut voran, bis sich Jörn bei Kilometer 21 plötzlich verabschiedet, ich sei ihm zu schnell.

Beim Laufen hat man viel Zeit und kann Kopfrechnen üben. Ein Ergebnis war, dass ich unter 20 Stunden bleiben kann, wenn ich heute 4:30 Stunden laufe. Ein Schnitt von 6:40 bei tendenziell fallender Strecke sollte eigentlich kein Problem sein. Doch die strahlende Sonne, die hohen Temperaturen, die immer wieder auftauchenden Hügel und 150 Kilometer in den Beinen erschwerten den Plan. An jedem Hügel wurde er aufgegeben und an jeder Bergabstrecke neu berechnet. Die letzten beiden Kilometer nach Blankenstein wurde noch mal Tempo gemacht und ich lief unter 5:30 min/km. Da war der blaue Ford, dass Rennsteiglied, das Ziel - 4:29 Stunden für die Etappe; 19:59 Stunden gesamt.


 Am Abend werden die von der Werra mitgebrachten Steine in die Selbitz geworfen, die Sieger geehrt und Laufpläne mit neuen Lauffreunden geschmiedet.

Abschluss auf der Selbitz-Brücke
Dank an alle für die traumhafte Laufwoche.

18. Juli 2016

6 Stunden wenig motiviert

So richtig hatte ich ja keine Lust auf den 6-Stundenlauf bei den Jüngern von Sri Chimnoy in Berlin. Doch nach wenigen langen Läufen nach dem Rennsteig-Supermarathon brauchte ich vor dem Rennsteig-Etappenlauf im August noch eine ernsthaftere Belastung. Ein Wettkampf ist außerdem eine gute Begründung, im Familienurlaub das Laufen zu begrenzen. Ein netter Landschaftmarathon war zwischen Thüringen und Ostsee an diesem Wochenende leider nicht zu finden und geografisch paßte der Lauf in Berlin einfach optimal. Unter Berücksichtigung der Wettervorhersage war das Minimalziel, einen Marathon zu laufen und sich dann irgendwie noch etwas weiter zu schleppen.


Als ich am Nachmittag auf den Gelände der ehemaligen Radrennbahn in Berlin-Weißensee ankam, stach die Sonne vom Himmel. Das Thermometer zeigte über 25° und die 24-Stundenläufer, die seit drei Stunden auf der Strecke kreiselten, sahen schon schlecht aus. Mit ca. 50 Mitläufern startete ich 15 Uhr. Ich trottete so vor mich hin, kannte niemand und verfluchte die Sonne. Die Strecke führte durchaus abwechslungsreich zwischen verschiedenen Sportanlagen entlang. Das Umfeld und vor allem der alte Eingangsbereich des Areals wirkten dagegen irgendwie wie ein lost place. 


 Die bei jeder  Ein-Kilometer-Runde gewässerte Mütze linderte das Leid, während sich die Pace bei 5:40 min/km pendelte. Zum Glück zogen nach einer Stunde Wolken auf. Das Laufen wurde leichter aber nicht leicht. Eine kurze Motivation kam auf, den Halbmarathon unter 2 Stunden zu laufen, was bis auf wenige Sekunden auch gelang. Irgendwann kam man dann doch mal in das Quatschen, aber die Mitläufer waren ähnlich geschlaucht wie ich. Ich mußte mich immer wieder zum Essen zwingen, den eigentlich mochte ich gar nichts bei der Wärme. Dabei war das Buffet wie immer bei den Sri-Chimnoys perfekt und ließ keine Wünsche offen.


Mangels Ablenkung orientierte ich mich an der Uhr, was ich eigentlich hasse. 26 Kilometer unter 2:30 Stunden, 31 km unter 3 Stunden - geklappt. Doch bei der Verpflelgungsaufnahme nach 31 Kilometer machte meine Kreislauf leichte Kapriolen, was mich zu einer Gehrunde veranlasste. Die erbaulichen Gesänge der Mädels des Gurus bauten nur wenig auf.

Die Besetzung wechselte, die Musikrichtung blieb.

Danach ging es wieder, wenn auch nicht gut. Ich vertrödelte noch etwas Zeit, mir bei den Sanis Vaseline geben zu lassen. Mies vorbereitet, hatte ich nicht mal ein Ersatzshirt dabei -  und dass bei einem Lauf, wo man jeden Kilometer an seiner Tasche vorbei kommt.  Die Marathon-Marke passierte ich nach 4:16 Stunden.

Diesmal schon - sorry Guru
Dann war Kreislauf und Motivation wieder im Keller. Ohne schlechtes Gefühl beschloss ich, noch 3 Runden zu gehen, um die  45 Kilometer voll zu machen und dann mit einem schönen Abendessen den Urlaub zu beginnen.

Mit Marathonlegende Horst Preisler

Am nächsten Vormittag mußte ich dann aber noch mal auf das Gelände. Die 24-Stunden-Läufer kreisselten immer noch. Einer der Starter, Horst Preisler, der mit 81 Jahren ca.  2000 Marathons gelaufen ist, machte gerade eine Pause. Er wird schließlich 62 km bewältigt haben. Ich freue mich auch Margitta zu sehen, die von der warmen Nacht beim 12-Stundenlauf berichtet. Doch auch da zaudere ich kaum mit mir.

24. Juni 2016

Der Regenbogen beim Campuslauf

Es gibt verschiedene Gründe Wettkämpfe  zu laufen. Für den Campuslauf in Erfurt sprach, dass ich keine Lust hatte, bei Hitze eine eher langen Lauf allein zu absolvieren. Ob ein Wettkampf über 10 Kilometer angenehmer ist, überlegte ich lieber nicht so lange. Jedenfalls ist er schneller vorbei. Außerdem muß man einfach die von Lauffreunden organisierten Läufe beehren.

Der Campuslauf fand, wie der Name vermuten lässt, auf dem Gelände der Uni Erfurt statt. Teilnehmer waren eher jügere Campisten. Aber einige Alte hatten sich auch her verirrt. Vielleicht waren es die berüchtigten Gasthörer, die immer Hörsaalplätze blokieren.



Jedenfalls hatte die Feuerwehr einen Schlauch aufgebaut, in der nach jeder der Runden über 2 Kilometer die Läufer bespritzt werden konnten. Das war auch nötig, da mein Thermometer im Auto 35° angezeigt hatte, aber das übertreibt immer etwas.

Als Lauftempo hatte ich irgendwas unter 5 min/km anvisiert. In der ersten Runde zeigte meine Uhr unter 4:30 an. Doch GEdanken an eine 45 verschwanden im Lauf des Rennens schnell wieder. Nach der ersten Runde war man bei dem kleinen Starterfeld fast allein, nach Runde 3 wurde ich von den späteren Siegern überholt und konnte selbst einige langsame Läufer einholen. Die Dusche jede Runde war angenehm, der Effekt verschwand aber recht zügig. Irgendwann erzählte mir Jens, ich wäre unter den ersten 10. Im Ziel waren es dann 46:48 Minuten und Platz 10 von 35 Männern. 

Nach einer Viertelstunde hörte ich allmählich auf zu schwitzen und gönnte mir eine Cola. Das von Jens versprochene Bier bezahlt er hoffendlich mal bei kühleren Temperaturen.

19. Juni 2016

Rennsteigstaffel oder morgens im Wald

Der Rennsteigstaffel-Lauf ist eigentlich schön. Einziger Nachteil für mich ist, dass nicht immer jemand gefunden wird, der freiwillig die ersten Abschnitte läuft. Der Kelch des Startläufers um 5.00 Uhr in Blankenstein ging glücklicherweise an mir vorbei, doch der Start als zweiter Läufer um 6.30  Uhr entspricht auch noch nicht meinem Biorhythmus. Dabei hätte sich das auch fast erübrigt, denn unsere Startläuferin meldete sich am Vortag krank. Wieder einmal sprang Angela ein, die eigentlich unsere Radbegleiterin ist. Mit ihrem Mann übernachteten wir in Bad Steben 7 Kilometer vom Start und hatten einen schönen Abend.


An der Selbitz holten wir am Vorabend den Stein, den es nach Hörschel zu transportieren galt. Morgens um 5.00 Uhr verabschiedeten wir Angela und fuhren gemütlich zum Wechsel. Doch bald ereilte mich ein Anruf von ihr, dass sie Kreislaufprobleme hätte.


Also fuhr ich ihr mit dem Rad entgegen, um sie zu begleiten. Laufschuhe auf Klickpedalen sind nicht das Wahre, aber es ging. Weit hinter dem Feld kam sie blaß und rot zugleich. Ich sprach ihr Mut zu, mehr ging ja nicht. Zwei Kilometer vor dem Wechsel fuhr ich voran, um das Rad abzustellen. Wir waren mit 20 Minuten Rückstand Letzter am Wechsel und die schnellen Männerstaffeln, die eine Stunde später gestartet waren, fluteten an uns vorbei.

Nach ca. 10 Radkilometern war ich zwar munter und warm, aber im Kopf nicht richtig frei und hatte beim Lauf das Gefühl, nicht auf Touren zu kommen. Ständig von den schnellen Männerstaffeln überholt zu werden und keine Aussicht, selbst überholen zu können, motivierte auch wenig. An die Strecke hatte ich von früheren Läufen nur grobe Erinnerungen - vor allem nicht daran, dass es oft bergan ging und der Weg so wurzelreich war. Ich fürchtete nun die Blamage, die von mir locker nach unten korrigierte Zeit nicht annähernd einhalten zu können.


Erst kurz vor Steinbach fand ich mein Laufgefühl, als es auf gutem Untergrund bergab in den Ort ging. Dann war auch Angela als Radbegleiterin da und hinter Steinbach überholte ich die ersten langsamen Staffeln - ich konnte also den letzten Platz abgeben. Die Beine waren schwer, aber ohne langsamer zu werden, näherte ich mich der Schildwiese. Vor dem Wechsel noch ein Schreck, als mir Angela zurief, meine Ablösung nicht gefunden zu haben. Doch irgendjemand nahm mir dem Chip ab. Ich rief Angela zu, dass er ein grünes Shirt hätte und weg war sie.
Hinterher erfuhr ich, dass es 1:34:22 Stunden für 18,6 Kilometer und damit 2 Minuten schneller als vor zwei Jahren waren. Plan eingehalten - soweit zu meinem Tempogefühl.

Feucht abgerieben fuhren wir dann zum nächsten Wechsel. Angela kam ohne den Läufer gefunden zu haben, da er anders als von mir behauptet ein blaues Shirt trug. Doch war diesmal die Ablösung nicht da - wurde aber nach zwei Minuten entdeckt. Dafür war es dann der schnellste Läufer unserer Staffel.

Auf dem Rest der Staffel gab es nur noch Regengüsse und sonst keine Katastrophen und letztlich kamen wir auf Platz 44 ins Ziel. Wenn Angela nicht die Staffel gerettet hätte, wären wir dort nie angekomen - ihr gebührt wieder mal die höchste Ehre. Aber auch die anderen haben uns zu einem akzeptabelen Ergebnis geführt.


12. Juni 2016

XXL Kirschen

Die Trainingsläufe vom Lauffeuer Fröttstädt sind legendär, wobei ich mir immer überlege, ob ich mir das überhaupt antun will. Gefühlt werden da zu viele Kilometer mit zu vielen Höhenmetern zu schnell gelaufen. Aber das soll ja irgendwie besser sein, als immer nur im Wohlfühlmodus durch den Wald zu joggen. Heute war mal die Gelegenheit Kirschlauffeeling zu schnuppern, denn Jens hatte den XXL in diesen Rahmen geholt.


Landschaftlich sind die Fahnerschen Höhen durchaus interessant. "Bei der Fahner Höhe handelt es sich um eine herzynisch streichende und durch die Aufpressung des Zechsteinsalinars entstandene Aufwölbung innerhalb des Thüringer Keuperbeckens,"sagt Wikipedia für mich unverständlich zur Geologie. Von dem kleinen Höhenzug im Thüringer Becken hat man auf jeden Fall immer mal wieder schöne Ausblicke und ansonsten herrlichen Buchenwald.

Während unser Führer Peter uns auf den ersten 12 km dreimal hoch und zwischendurch wieder runter führte, blieb es danach flach aber etwas schnell und zerrig. Letztendlich waren es 32 km mit 600 Höhenmetern in 3:30 Stunden, wobei 23 Minuten Standpausen in der Gruppe waren. Bei der Rückkehr gab es sogar noch Beifall von den letzten Zuschauern des Kirschlaufs.