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22.3.08

Osterlauf im Matsch

Der erste Wettkampf im Jahr ist immer etwas Besonderes, gibt es doch bis dahin keinen Anhaltspunkt für den Leistungsstand. Etwas besonderes ist er vor allem, wenn man im vergangenen Jahr die 18,5 km in 1:30:02 gelaufen ist.

Der Osterlauf in Heyda bei Ilmenau ist eigentlich ein schöner Lauf. Auf befestigten Waldwegen geht es zwei mal um die Talsperre auf einer hügligen Strecke mit steilen Bergauf- und -abpassagen am Ende jeder Runde. Vorher wird man von der Freiwilligen Feuerwehr gegen Zahlung von einem Euro auf die Parkwiese eingewiesen. Wahrscheinlich die Frauengymnastikgruppe hat Kuchen gebacken und der Bratwurstrost wird beim Start angezündet.

Dieses Jahr war es etwas anderes. Zwar hat das Frühjahr sich seit Wochen eingestellt, doch vor Ostern kam der Winter zurück und die Feuerwehr musste nach dem Lauf auch viele Autos wieder aus dem Schlamm der Wiese hinausschieben. Schon beim Einlaufen zeigte sich, dass die festen Waldwege mit Scheematsch belegt waren. Der Osterlauf sollte zum Cross mit Schlammlöchern und schmierigen Bergabpassagen auf Wiesenpfaden werden.

Mein Vorhaben war es, mit 4:45 loszulaufen und zu schauen, was passiert. Das funktionierte ganz gut und nach 9 Kilometern war ich am Ende der ersten Runde bei 43 Minuten. In der zweiten Runde fiel das Laufen nicht schwerer. Die langen Läufe machten sich bezahlt. Allerdings traute ich mich auch nicht so recht das Tempo weiter zu erhöhen, dennoch überholte ich mehrere Läufer ohne selbst überholt zu werden. Beim Versuch auf einem schmalen Waldweg zu beschleunigen, drehten meine Füße im Schlamm einfach durch. Doch da kam auch schon das Ziel und mit 1:27:43 war auch das persönliche Zeitziel unspektakulär erreicht. Das bedeutet eine Pace von 4:44 min/km – schneller als ich in einem Wettkampf je zuvor gelaufen bin, auch nicht bei meiner Halbmarathonbestzeit, die ich auf glatten Parkwegen aufstellte. Die Saison hat gut begonnen.

30.3.13

Osterlauf mal anders


Als ich früh aus dem Fenster schaute, war wieder mal alles frisch geweißt. Wenn Wintersportvereine schon Läufe organisieren! Der Wintersportverein Ilmenau hat 9 Jahre lang seinen wahren Charakter beim Osterlauf um den Stausee in Heyda verbergen können. Nicht, dass immer schöne Wetter war, aber es war wenigstens irgendwie der Jahreszeit angemessen. Zum zehnten Lauf haben sie dann richtig die Sau rausgelassen, also den Schnee aus den Wolken. Der fiel auf das weiße Zeug, was da schon seit Wochen rum liegt und dabei ist Heyda gerade mal etwas über 400 m über dem Meeresspiegel.

Wohl nur weil die Stellen, die von der Sonne (welche Sonne eigentlich) tagsüber beschienen werden, keinen Schnee mehr hatten, verzichtet der Wintersportverein darauf, den Lauf als Skiveranstaltung auszutragen. Dafür änderten sie die Strecke. Auf der Originalstrecke wäre abschnittweise nur Skilanglauf möglich gewesen. Die neue Strecke hatte die An- und Abstiege der alten. Rausgenommen wurden nur 3 km ebene Laufstrecke pro Runde - braucht ja sowieso keiner. So war die "lange" Strecke statt knapp 19 km nur 13 km und damit war mein Plan irgendwie geplatzt, mit Ein- und Auslaufen einen langen Lauf zu imitieren.

Wie man 13 km läuft, bei denen die wenigen ebenen Abschnitte entweder schneebedeckt oder wegelose Wiese sind, habe ich keine Ahnung. Sowieso 13 km - ich laufe Ultras, damit ich mich nicht so abhetzen muß. Also rannte ich einfach mal schnell los - was für mich so schnell ist. Es ging ja sowieso zuerst auf 500 m ca. 50 Höhenmeter bergab, dann schlammige Wiese geradeaus, dann 150 m auf einem Wiesenpfad steil bergauf. Irgendwann kam man dann auf eine Straße - runter und hoch und schließlich ähnlich zurück.


Inzwischen weiß ich, dass der Körper, nachdem er einige Kilometer wie ein Maikäfer pumpt (wieso pumpen eigentlich Maikäfer?), sich so einstellt, dass ich zwar langsamer aber ohne Herzkasper laufe. Deswegen wurde ich in der zweiten Runde auch überholt. Manchmal überholte ich auch und einige war hinter mir, die sonst vor mir sind. Die hatten wahrscheinlich vorher noch weniger gemacht als ich. Beim Zieleinlauf bekommt man von Sportident sofort den Kassenzettel mit Zeit und Platzierung. Es waren 1:06:19 h für 13,2 km - Platz 4 in der AK, also dieses Jahr kein Treppchen. Ich werde wohl ehrgeizig, nachdem ich letztes Jahr mal drauf stand? Die erste Runde bin ich in 4:50 gelaufen, die zweite in 5:10 min/ km. Tempohärte ist was anderes.

Dafür hatte der Wintersportverein gelernt. In den letzten Jahren bekam man im Ziel immer ein Osterei und eine Banane und hatte keine Hand mehr zum Trinken frei. Dieses Jahr gab es in einer kleinen Tüte das Osterei und eine kleine Salami - die Banane hätte den Frost sowieso nicht vertragen. Jetzt hatte man auch noch eine Hand zum trinken frei. Überhaupt ist es eigentlich eine schöne, gut organisierte Veranstaltung auch mit ausreichendem Kuchen. Wenn die nicht so fies mit dem Wetter wären. Ich sage nur Wintersportverein!

Ohne auf die Siegerehrung zu warten, lief ich noch etwas, um auf Kilometer zu kommen. Nach 5 km hatte ich auch dazu keine Lust mehr. Der Garmin hatte insgesamt 23,5 km addiert. In zwei Wochen beim Bilstein-Marathon will ich 53 km laufen. Aber vielleicht kann man da ja die Ski nehmen.

26.3.05

Osterlauf Heyda

Nachtrag:
Nach einem wegen Regen und  Bänderanriß in der Schulter vorzeitig beendeten Skiurlaub lief ich den Osterlauf um die Talsperre Heyda mit. Die Zeit von 1:45:35 war dafür ganz ok.

3.4.10

18 +10 km für kein Osterei

Für die meisten Ultraläufer ist "In Würde ankommen" ein erstrebenswertes Ziel. Da für 18 km beim Osterlauf um die Talsperre Heyda bei Ilmenau "In Würde ankommen" irgendwie doch wenig herausfordernd war, hatte ich vor dem Lauf mehr Respekt als vor den 6 Stunden in der vergangenen Woche.

Der Osterlauf in Heyda zieht immer mehr Teilnehmer, dieses Jahr waren es fast 500. Das bedeutet Wartezeiten bei der Auffahrt auf den Wiesenparkplatz, wo es für den Euro Parkgebühr einen eigens gestalteten Parkschein gab, und weitere Wartezeiten bei der Nachmeldung.

Beim ersten Lauf des Jahres trifft man die üblichen Verdächtigen und kann schön gemeinsam jammern, dass man gar nicht in Form ist. Einem der Jammerknaben glaubte ich es. Da er sonst eine halbe Minute pro Kilometer schneller läuft, beschloss, ich mit ihm zusammen den Lauf anzugehen. Das Tempo passte und reichte noch für kurze Gespräche, hatten wir uns doch lange nicht gesehen. An den Anstiegen, die fieserweise am Ende der beiden Runden kommen, verlies ich ihn aber doch. Die Rundenzeit von etwas über 45 min motivierte zur leichten Beschleunigung. Den Läufer im hellblauen Shirt vor mir zu überholen, war nun das Ziel. Ich bekam ihn zwar nicht, konnte ab ca. 10-20 m hinter ihm verschiedene andere Rivalen einsammeln. Mit der Endzeit von 1:29:01 war ich auf der recht hügligen Strecke zufrieden, auch wenn es 75 Sekunden mehr als vor zwei Jahren waren. Nur das Finisher-Osterei entging mir irgendwie. Ich habe auch immer Pech!

Da ich eigentlich einen langen Lauf brauchte, schloss ich mich nach einer kurzen Verschnaufpause einigen ähnlich Verrückten an und wir joggten die Runde noch einmal in entgegengesetzter Richtung. Wieder im Ziel wäre die Pechsträne fast weitergegangen, den der Bratwurstrost war schon leer. Doch ein halbe Bratwurst für jeden fand sich doch noch auf der Warmhaltefläche. Es gibt noch Gerechtigkeit.

16.4.22

Osterlauf Heyda

So ein lange geführter Blog hat seinen Reiz. Vor 11 Jahren titelte ich nach dem Osterlauf in Heyda den Post "Alter hat auch Vorzüge" Hintergrund war, dass ich damals in der neuen AK 50 Zweiter wurde. 11 Jahre später erreichte ich in der AK 60 die gleiche Platzierung mit einer Zeit, die über 18 Kilometer 9:20 Minuten langsamer war. Statt 1:24:35 nun 1:33:54 Stunden. Da 8 Starter in der Altersklasse dabei waren, ist das Ergebnis wohl ok.

Ansonsten war es nach zweijährigem Ausfall und 7 Jahre nach meinem letzten Start hier wie immer. Man trifft nach der langen Winter- und nun auch Coronapause viele alte  Bekannte, schwatzt ein bißchen und rennt sich dann die Lunge aus der Brust.

 Die erste Runde hatte ich auf 9 Kilometer und 150 Höhenmeter einen Schnitt von 4:54 min/km und in der zweiten waren es nur noch 5:15 min/km. Ich muss mir nur merken, wärmere Sachen dabei zu haben, wenn ich jetzt öfter auf die Siegerehrung warten muss.

4.4.24

Ostern in Heyda

Wenn ich Ostern zu Hause bin, ist der Osterlauf im nahegelegenen Heyda Pflicht. Im Laufe der Jahre habe ich schon unterschiedliche Wetterbedingungen erlebt - von warmen Temperaturen über Regen bis zu einem Wintereinbruch, der zur Streckenkürzung führte. Von Winter war nichts zu spüren und der Saharastaub in der Luft verhinderte unerträgliche Temperaturen.

Nach allerlei Zipperlein ging es allein darum einen etwas längeren Lauf zu absolvieren, selbst wenn es nur um die 18 Kilometer waren. Die erste Runde lief es erstaunlich gut. In der zweiten machten sich die geringen Umfänge in diesem Jahr bemerkbar. Ein klein wenig ist es frustrierend, sich an Bergen zu quälen, die man früher locker hoch lief.

Im Ziel waren es 1:43:41 h, was zu Platz 2 von 6 in der Altersklasse reichte. Diesen Platz belegte ich auch vor 13 Jahren in der damaligen Altersklasse, nur dass ich 20 Minuten schneller war. Meinen Post betitelte ich damals "Alter hat auch Vorzüge".

23.4.11

Alter hat auch Vorzüge

Der Osterlauf in Ilmenau ist jedes Jahr eine nette Veranstaltung. Man trifft viele Lauffreunde und läuft dann ein oder zwei Runden um die Talsperre in Heyda. Für hiesige Verhältnisse ist die Strecke relativ flach mit 130 Höhenmetern je Runde. Zwei Runden sind laut Garmin 17,8 km, laut Veranstalter 18,5 km. Da ich öfter hier gelaufen bin, orientierte ich mich doch an Bestzeiten. Die lag bei 1:24, dachte ich so.  Das Einlaufen wurde auf 4 km ausgedehnt und dabei ein paar Bilder geschossen.



Die Taktik für den Lauf war simpel, ich laufe schnell los und schau, was passiert. Beim Lauf fragte ich mich gelegentlich, warum ich mir die Hertzerei auf einer eher kurzen Strecke überhaupt antue. Blicke auf meine Uhr in der zweiten Runde verrieten, dass ich nun ca. 10 -15 Sekunden pro Kilometer langsamer war. Damit floß auch die erhoffte sub 1:24 dahin. Im Ziel war es eine 1:24:35. Freudige Überraschung war, dass dies immerhin Platz 2 in der neuen AK bedeutet. Da freut man sich doch, denn in der AK 45 wäre es nur Platz 9 gewesen. Daheim kam noch die Erkenntnis, dass ich meine Bestzeit doch verbessert habe - die stand nämlich bei 1:27:43. Da vergißt man doch gleich die Quälerei.

23.1.08

Wo ich 2008 laufen will

Ich liebe es Planungen zu machen. Das steigert die Vorfreude und motiviert zum Training. Hier die Liste meiner Vorhaben für 2008.

15.03. Heineparklauf Rudolstadt - 10 km
Es wäre für mich der erste flache 10 km Lauf an einer Örtlichkeit, die ich bisher nur durch das geniale Folkfest kenne.
(Irgendwie paßt ein 10er nicht in meinen Plan und - einfach nur- so ist mir die Anfahrt nicht wert.

22.03. Osterlauf Heyda (20 km oder so)
Ein schöner Lauf in zwei Runden um die Talsperre. Vielleicht findet sich ja irgendwann jemand, der die Strecke richtig vermisst, denn es sind sicher nur 18 km.

29.03. Waldhessenlauf (6 h)
Ein 6-Stundenlauf ist für mich irgendwie unvorstellbar. Die Berichte vom vergangenen Jahr und die Nähe zu meinem Heimatort haben mich aber doch zur Anmeldung verleitet.

13.04. Trainingslauf 3-Gleichen (25 km)
Der Laufladen in Erfurt bietet regelmäßig in Vorbereitung des Rennsteiglaufes Trainingsläufe ohne Zeitnahme an. Ich freue mich, quasi vor meiner Haustür auf dennoch unbekannten Strecken dabei alte Bekannte zu treffen.

18.04 Abendberglauf Friedrichroda (15 km)
Wunderschöner Landschaftlauf im Ort meiner Kindheit
(Ein Kribbeln in der Nase hielt mich ab, um nicht die Harzquerung zu gefährden.)

26.04 Harzquerung (51 km)
Da der Rennsteiglauf für mich aus familiären Gründen in diesem Jahr ausfällt, will ich den Harz von Wernigerrode nach Nordhausen durchqueren.

01.06 Postdam Marathon
So ganz ohne Stadtmarathon mit Bestzeitmöglichkeit wollte ich doch nicht planen. Kassel oder Potsdam standen zur Wahl. Ein Freund gab den Ausschlag für Potsdam.

05.07. Thüringenultra (50 km)
Etwas liebäugele ich ja auch noch mit der 2 x 50 km Staffel. Das war im letzten Jahr zu schön. Aber die 4 x 25 km Staffel ist wohl vernünftiger. Update: Ich habe mich für die 50 überreden lassen.

13.09. Flößgrabenlauf Gräfenroda (16 km)
Ein toller Landschaftslauf mit heftigem Profil und Umrundung der Lütsche-Talsperre.

28.09. Saale-Rennsteig-Marathon
Ein neuer Landschaftsmarathon ganz in meiner Nähe , der gut in den Jahresplan paßt.

24.09 Röntgenlauf (63 km)
So weit bin ich noch nie gelaufen - aber nächstes Jahr sollen es ja 72 km auf dem Rennsteig werden.

Beim Schreiben der Liste habe ich noch viele kleine Läufe gesehen, von denen ich sicher den einen oder anderen auch laufen werde.