26. September 2016

Berlin-Marathon - AKF 6

Der Berlin-Marathon ist geil! Diesmal konnten die Kenianer und Äthiopier meinen Atem hören, jedenfalls fast. Statt hunderte Meter weiter  hinten, stand ich in Startblock E relativ dicht hinter ihnen, so 200 Meter vielleicht. Eine alte Bestzeit hatte mich in diesen Startblock verschlagen. Meine Mitläufer hatte ich im Gedränge nicht gefunden, so dass ich einsam, aber nicht allein am Start stand. Die Stimmung war toll und das Wetter schien zu passen. Überhaupt ist Berlin eine eigene Klasse an Marathonläufen. Selbst ein Wald- und Wiesenläufer wie ich, lässt sich von der Atmosphäre und der Dimension mit 40.000 Startern anstecken.
 

Schon nach vier Minuten war ich über der Startlinie – meine Lauffreunde in den hinteren Blocks brauchten eine halbe Stunde. Hinter dem Start auf der Straße des 17. Juni zwischen den jubelnden Zuschauern kam dieses Hochgefühl, dass ich aus der Anfangszeit meiner Lauferei kannte.

Die Uhr zeigte eine Pace von 5:05 min/km an, was schneller als die geplanten 5:20 waren. Die realen Kilometer waren jedoch etwas länger als die von der Uhr gemessenen, so dass ich mich nicht einbremste. Die erste Streckenhälfte ist mir schon leichter gefallen. Dennoch genoss ich den Lauf und wartet, was in der zweiten Hälfte passiert - Halbmarathon in 1:50:27 Stunden.

Spätestens jetzt begannen die Rechnereien. Wie hoch darf der Abkackfaktor (AKF) sein, damit ich noch unter 4 Stunden bleibe, was mein Minimalziel war. Doch erst mal ging es gut voran. Bei Kilometer 28 hatte der Sponsor ein Gel spendiert, das genau richtig kam. Der Stimmungshotspot Wilder Eber war schnell vorbei. Da kam manche Straßenband besser rüber.

Ab km 32 ging ich an der Verpflegungsstelle ein paar Schritte, abgesehen davon blieb mein Lauftempo fast konstant. Ab Kilometer  35 schaltet ich in den Ultramodus – einfach locker joggen ohne Nachzudenken.


Einige der vielen Verpflegungsstellen ließ ich jetzt aus, damit der AKF nicht zu hoch wird. Ein Krampf nach Kilometer 41 kostete noch etwas Zeit, doch da waren schon das Brandenburger Tor und das Ziel. Durch den Joggingmodus auf den letzten Kilometern konnte ich den Zieleinlauf richtig genießen. Die Uhr zeigte 3:47:19 Stunden, was ein AKF von ca. 6 Minuten auf der zweiten Hälfte bedeutet, den ich ganz akzeptabel fand.

Das Bier danach - es hat sich gelohnt!
Ganz nebenbei war es auch mit 75. Lauf über mindestens den Marathon und wie Lizzy im Kommentar zum letzten Post bin ich auch selbst erstaunt darüber.

Kommentare:

Lauf Markus hat gesagt…

Der AKF ist geil. Muss ich mir merken und bei mir noch eindeutig verbessern!
Glückwunsch zu dem Finsih! Auf geht's zur 100!

ultraistgut hat gesagt…

Schon wieder in Berlin, dir scheint es dort zu gefallen, obwohl der andere Lauf kaum vergleichbar war mit dem am Sonntag. Am besten gefällt mir dieser Satz: 35 schaltet ich in den Ultramodus – einfach locker joggen ohne Nachzudenken, liegt auch dir scheinbar am meisten !!

Jörg hat gesagt…

Ach Berlin ist eher Zufall. Eigentlich liebe ich ja die einsameren Waldläufe mit Küchenbüffets.

lizzy hat gesagt…

Das Erstaunen meinerseits hält an - und die Bewunderung erst recht. Herzlichen Glückwunsch!

Tati hat gesagt…

Habe mich endlich durch alle Lieblingslaufblogs gelesen und nun kriegste auch nen Kommentar ;-)
Feiner Lauf und Glückwunsch zum 75. :-D
Hoffe wir sehen uns bald mal wieder.
Bleib gesund!
LG Tati