25. August 2014

Schillerstaffel: Von Rödelwitz nach Maua

Rödelwitz muss man eigentlich nicht kennen, obwohl es schon im Jahr 1084 urkundlich erwähnt wurde. Heute sollen etwa 80 Menschen in diesem Flecken bei Rudolstadt wohnen. Bedeutendste Sehenswürdigkeit ist die Burgruine Schauenforst. Dafür, dass sie nie irgendeine größere Bedeutung hatte, ist von der Ruine noch recht viel zu sehen.


Wahrscheinlich wird in den Annalen der Burg vermerkt, dass im August 2014 hier der Wechsel zur zweiten Etappe des Schiller-Staffel-Laufes stattfand. Dies ist ja durchaus von Bedeutung. Um zu der Wechselstelle zu gelangen, muss der erste Läufer einen schmalen Pfad hoch klettern, während die Wechselläufer 1,5 km vom Parkplatz hoch wandern. Kevin, der erste Läufer unserer Staffel, kam als Achter nach 17,4 km angerannt und setzte mich damit irgendwie mächtig unter Druck. Der Junge ist aber auch 30 Jahre jünger als ich.

Schnell Kevin abgeschlagen, renne ich los. Nach einem kurzen gerade Stück führt der Weg im Buchenwald steil nach oben. Bei einer Steigung über 10 % gebe ich das Laufen wieder auf und wandere. Dabei werde ich schon vom ersten Läufer überholt. Geht ja gut los.

Die Veranstalter haben eine schöne Beschreibung der Etappe durch die Muschelkalkberge an der Saale in das Netz gestellt. Diese Etappe ist deutlich schöner als die 6. Etappe, die ich letztes Jahr lief. Von den schönen Aussichten bekomme ich jedoch nur wenig mit, denn ich versuche das optimale Keuchtempo zu finden. Allerdings komme ich selbst auf gut zu laufenden Waldwegen leicht bergab nicht unter 4:30 min/km. Vielleicht wäre gelegentliches Tempotraining gar nicht so verkehrt gewesen. Doch gut zu laufen sind auf dieser Etappe nur wenige Abschnitte. Wiesenwege mit etwas höherem Gras, ausgewaschene Bergabpassagen, steile Anstiege und ähnliches Ungemach bremsen den Lauf. Man sollte die Hinweise der Veranstalter ernst nehmen:  
"Die längste und vielleicht urigste der Etappen mit einer Mischung aus Härte und Schönheit". 


Ich werde im Laufe der Etappe von etwa 10 Läufern überholt. Motivierend ist das nicht, war aber zu erwarten. Hinter Kilometer 18 geht es noch einmal fast 150 Meter auf einem Kilometer bergan. Der Puls schlägt schon beim Wandern am Hals. Mit 11 Minuten wird es mein langsamter Kilometer. Die letzten beiden Kilometer gehen bergab. Die 4:15 min/km sind aber eigentlich immer noch zu lahm dafür.
Maua muss man eigentlich auch nicht kennen, wenn auch in diesem Dorf immerhin 750 Menschen wohnen. Andererseits war es auch nicht schlecht, Maua zu kennen. Hier wartete Rocco, der mich nach 2:03:47 h mich ablöste. Er und die anderen Jungs haben dann meine Bummelei wieder wett gemacht und zum Schluss belegten wir noch den 18. Platz, nachdem ich auf meiner Etappe nur 26. war.

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