11. Mai 2020

#RENNSTEIGLÄUFERatHOME

Als Läufer hat man in Coronazeiten eigentlich Glück. Zumindestens in Deutschland ist man nicht gehindert, seinem Hobby nachzugehen und eigentlich hat man mangels Alternativen auch mehr Zeit dazu. Allerdings brauche ich bevorstehende Wettkämpfe zur Motivation, um an Tagen zu laufen, an denen die Sonne nicht dazu einlädt.

Die Absage des Rennsteiglaufs war daher schon enttäuschend, wenn auch nachvollziehbar. Daher gab ich mich im April auch damit zufrieden, dass die langen Läufe vor allem an der Schönheit der Strecke ausgrichtet wurden und kaum über 27 Kilometer führten. So lernte ich zumindest den Gehlberger Bergpfad als wunderschönen Trail und den Tunnel des Ausgbrannten Steins kennen.

Gehlberger Bergpfad

Ausgebrannter Stein
Der Ausgebrannte Stein wurde 1704 mit Feuer und Wasser geschaffen, um einen Flößgraben anzulegen. Von der Nähe Oberhofs konnte so über 23 Kilometer das Holz aus Wäldern des Herzogtums Gotha abtransportiert werden, ohne fremde Länderein zu durchqueren.  Ein Erfolg war er nicht, denn nach 11 Flößungen in 17 Jahren wurde seine Nutzung eingestellt.

Dieser Flößgraben sollte in der ganzen Länge Teil meines Beitrages zu Aktion #RENNSTEIGLÄUFERatHOME sein und mit der Umrundung der Ohratalsperre in einen Marathon eingebunden werden. Die Aktion ist ein Angebot des Rennsteiglaufs für seine Fans, die Strecken irgenwie allein zu laufen und hat immerhin ca. 5.000 Teilnehmer.

Gabi begleitete mich. Ab Crawinkel ging es auf schönen Waldwegen sanft bergab und ab Luisenthal zur Krone der Ohratalsperre hinan. Bei der Runde um die Talsperre hatte man immer wieder tolle Ausblicke.

Ohra-Talsperre
Dann zog es sich zäh über 5 km bergan nach Oberhof. Hier blieb Gabi etwas hinter mir, wobei mir klar war, das sie bergab voran fliegen würde.  So geschah es dann auch.

Oberhof
 Der Ausgebrannte Stein und der Blick zum Schneekopf waren aber immer wieder Anlass für Fotostopps.

Schneekopf
Ausgebrannter Stein
Auch die Lütsche-Talsperre musste auf einem Foto verewigt werden und irgendwie war ich bei Kilometer 36 schon ziemlich platt. Der Grillabend am Vortag war vielleicht auch nicht so ganz die optimale Vorbereitung.


Drei Kilometer Nebenstraße waren dann zwar nicht so schön, aber hier ging der Flößgraben einst lang und man brauchte nicht auf den Weg achten. Am Ausgangspunkt waren es dann genau 42,22 km für die wir 5:00:23 gebraucht hatten. Es war schön - nur den Supermarathon werde ich nicht @Home laufen. Die Höhenmeter schwankten zwischen 480 und 900 Metern. Die Wahrheit wird wohl dazwischen liegen. 

Kommentare:

Manfred hat gesagt…

Lieber Jörg,

da haste wieder schöne Bilder aus noch schönerer Gegend mitgebracht.

Mich würde vor allem der Gehlberger Bergpfad interessieren. Sieht vielversprechend aus! Aber auch durch einen so interessanten Tunnel zu laufen wäre reizvoll. Wie lange ist denn dieser ausgebrannte Stein?

Bleib gesund und
LG Manfred

Jörg hat gesagt…

Hallo Manfred,

Der Ausgebrannte Stein ist ca. 30 m lang, aber duch eine
Biegung kann man nicht durchschauen.

Grüße

Jörg

lizzy hat gesagt…

Du hast eindeutig auch das Talent, dich trotz ausgefallener Veranstaltungen einigermaßen schadlos und dabei fit zu halten :o) Die Gegend dort ist herrlich!

Markus Maier hat gesagt…

Liebe Jörg,

Danke für Deinen Bericht! Ich freue mich, bald wieder in Thüringen sein zu können. Und ich bin sicher, dass wir es in diesem Jahr schaffen werden, mal wieder gemeinsam nahe Arnscht zu laufen und zu fachsimpeln. Einstweilen schone ich noch meine Beine - denn vorgestern bin ich dann endlich zu meiner erst mal nur simulierten läuferischen Mondlandung gekommen: SM als Flachland-Indianer. :-D

Liebe Grüße aus Leipzig!

Markus