8. April 2019

Werratalmarathon

Ein halbes Jahr ohne Marathon ist eigentlich ganz schön lang für mich. Versuche ich doch, auch im Winter wenigstens einen Marathon zu schlurfen, damit ich die langen Läufe nicht vernachlässige.

Dieses Wochenende hatte ich die Auswahl zwischen dem Obermainmarathon und dem erstmaligen Werratalmarathon. Bei gleicher Anfahrtlänge gab der spätere Start an der Werra den Ausschlag. Ambitionen hatte ich keine - ein Trainingslauf zwischen 4:15 und 4:30 Stunden war der Plan.

Am Start traf man die üblichen Verdächtigen. Etwa ein Drittel der 75 Starter kannte ich irgendwie. Wenn die große Gruppe vom Fröttstädter XXL-Lauftreff nicht dabei gewesen wäre, hätte das Teilnehmerfeld ziemlich traurig ausgesehen.


Dabei hat der Lauf eine bessere Resonanz verdient. Er führt anfangs 10 Kilometer leicht bergauf durch eine frühlingshaftes Tal, um sich danach an der Werra entlang zu schlängeln. So kamen nur oder immerhin 340 Höhenmeter zusammen. Höhepunkt ist die historische Brücke in Creuzburg mit mittelalterlicher Kapelle bei Kilometer 19. Aber auch sonst war die Strecke wirklich schön, was nicht nur am blauen Himmel lag.


Bis zur Brücke lief ich mit Gunther. Wir versicherten uns gegenseitig, dass das Tempo von etwas unter 6 min/km für unseren Trainingszustand etwas zu schnell sei.

In der zweiten Hälfte kam der Beleg dafür. Wir konnten unser Tempo nicht mehr so recht anpassen und liefen zwar in der Nähe aber nicht mehr zusammen. Ab Kilometer 32 brauchte ich kleinere Gehpausen und nach Kilometer 38 eine etwas längere. Da zweifelte ich, ob der Supermarathon in sechs Wochen wirklich ein guter Plan sei.


 Nach 4:19 Stunden war ich im Ziel und das entsprach dann trotz der Gehpausen eigentlich meinem Plan. Es war mein 50. Marathon, die Ultras nicht mitgerechnet.

1 Kommentar:

lizzy hat gesagt…

50 Marathons - und das noch ohne Ultras? Puh ... dazu den ersten, zur guten Zeit für einen Trainingslauf den zweiten Glückwunsch!

Die eher geringe Resonanz lag wohl daran, dass es eine Premiere war, an der du teilgenommen hast. Die sind - ich war auch bei einigen dabei - meist was ganz besonderes aber eben oft nur schwach besetzt. Gerade, wenn es sich um Landschaftsläufe handelt. Dort geben sich dann die von dir so genannten "üblichen Verdächtigen" (oft Premierenjäger) ein Stelldichein.

An solchen Berichten wie deinem kann es dann liegen, wenn sie wachsen und zu gern besuchten Traditionsläufen werden. Liest sich, als hätte der Werratal-Marathon das Zeug dazu.

Auf deinen Supermarathon bin ich gespannt. Ob gute Idee oder nicht - ich gehe davon aus, dass du ihn rocken wirst!?