18. November 2018

Herbstmarathon im Winter

Der Tag versprach schön zu werden. Bei der Abfahrt schien die Sonne durch die klirrende Luft. Schon mehrmals hatte ich den Herbstmarathon in Werdau im Plan. Aber Lauflustlosigkeit im Herbst und typisches Novemberwetter hatten stets alle Pläne verdrängt.


Allerdings verschwand die Sonne und dichter Nebel legte sich auf Ostsachsen. Ich freute mich, Gabi zu treffen und mit ihr loszulaufen, bis sie mir wie immer zu schnell werden würde.


84 Läufer sollten in das Ziel kommen, dazu noch etwa 50 Paare beim Marathonpaarlauf. Die Streckenführung ist speziell - 10,5 km in den Wald, dort 2 Runden von etwa 10,5 km und dann wieder zurück. Gabi lief etwas schneller, als ich allein gelaufen war, aber nicht zu schnell. Die Strecke durch den Wald war eher langweilig, da es an jeglichen Ausblicken fehlte und nur einige Teiche Blickfänger waren.


Dafür verteilten sich die 500 Höhenmeter auf lange flache Anstiege, die ziemlich zermürbten. Gabi jammert etwas, lief aber locker vor sich hin. Alle 5 Kilometer gab es seriös ausgestatte Verpflegungsstellen, die anfangs auch warmen Tee hatte. Dies war auch notwendig, denn die Temperaturen blieben immer unter dem Gefrierpunkt und als mal kurz die Sonne durch kam, erreichte sie uns kaum im Hochwald.


Auf dem Rückweg ließ Gabi es laufen und ich es abreißen. Ab Kilometer 35 wurde es etwas zäh für mich, aber da war ich auch bald da. 4:13 Stunden für einen Marathon ohne Vorbereitung fand ich gar nicht so schlecht, aber in Werdau reicht das gerade man für Platz 62 von 84. Aber das war letzlich auch egal, da ich noch das letzte Stück Kuchen bekam.

1 Kommentar:

lizzy hat gesagt…

Erstmal gucken müssen, wo dieses Werdau ist - ganz schön weit weg für mich. Danach geguckt, wo es sich anbietet, im nächsten Jahr die Schulden einzutreiben: Obermain-Marathon wäre ein möglicher Kandidat dafür. Gleich mal rausfinden, ob der Halbe dort interessant ist.