8. Oktober 2018

Marathon, wo sonst Werder spielt

Ich hatte auf das Handy verzichtet, denn was sollte es schon in Bremen zu sehen geben? Marathons in vergleichbaren Städten sind geprägt von unendlichen Schleifen durch die Vorstädte. Außerdem wollte ich schneller laufen, um vielleicht noch einmal unter 4 Stunden in das Ziel zu kommen. Roland, Rathaus und Stadtmusikanten am Start auf dem Markt konnte ich auch noch später fotografieren.

Die 5:30 min/km fühlten sich nach dem Startschluss zügiger an, als mein üblicher Schlurfschritt, aber irgendwie war es ja mein Plan. Rennsteiglaufshirts sind kommunikativ und so kam ich mit Wolfgang in das Gespräch, der in Bremen aufgewachsen ist. Er erklärte mir die nun ausnahmslos schöne Strecke am Wasseturm "Umgekehrte Komode vorbei, um den Wesersee und über das Weserwehr.
 
Am Wesersee
 Zum Glück hatte er sein Handy dabei und sandte mir am Ziel die Bilder, die auch das beste Laufwetter von 13° und Sonnenschein zeigen. Doch leider verlor ich ihn bei einem Boxenstopp bei Kilometer 16.

Dann folgten erst mal die befürchteten hübsch belanglosen Vorstadtstraßen, die nur vom im Herbst natürlich nicht mehr blühenden Rhododendronpark durchbrochen wurde. Ansonsten übte ich mich im Kopfrechnen, wie stark ich einbrechen kann, wenn ich den Schnitt von 5:25 noch eine Weile weiterlaufe. Bei Kilometer kamen die Halbmarathonläufer auf die Strecke. Der vordere Teil des Halbmarathons war natürlich viel schneller als ich und strömte an mir vorbei. Doch vor allem genoß ich die Abwechslung, zumal es auch wieder durch Parks und an einem kleinen Kanal entlang ging.

Kilometer 30 und immer noch kein Einbruch? Ich war  verwundert. Die 4 Stunden waren nun auch bei einem odentlichen Einbruch sicher.


Die letzten 10 Kilometer vom alten Hafen an der Weser entlang mit jubelnden Zuschauern am Rande der Altstadt waren touristisch die spektakulärsten. 


Ab Kilometer 36 war ich nun doch platt, wenn auch der Durchlauf des Weserstadions etwas aufbaute. Die letzten Kilometer zogen sich dann noch etwas bis es auf den letzten Metern genau auf den Dom zuging, wo das Ziel lag.


 Bei 3:51:37 blieb die Uhr stehen. Also Bremen ist doch schön und das Becks schmeckt.


Kommentare:

lizzy hat gesagt…

Oh - Bremen. Das hatte ich ja gar nicht mitbekommen, dass du dort im hohen Nordwesten laufen wirst. Und vor allem: so schnell laufen wirst! Nach dem Motto angegangen: "Buten un binnen / wagen un winnen" Glückwunsch dazu!

Volker X hat gesagt…

Na, da scheint ja jemand von Bremen ganz angetan zu sein :-)

Glückwunsch zum Finish in dieser Superzeit, der Nordwesten beflügelt offensichtlich :-)

VGV

Lauf Markus hat gesagt…

Also wenn das Becks schmeckt musst du ganz schön platt gewesen sein :-D
Glückwunsch zum Finish!