10. April 2017

Saaletalmarathon mit Sandra

Letztendlich gab die spätere Startzeit den Ausschlag für den Saaletalmarathon. Zum Kyffhäuser hätte ich 1,5 Stunden eher aufstehen müssen. Außerdem kannte ich den Kyffhäuser-Marathon schon und der Saaletal-Marathon sollte auch sehr schön sein.

Für einen Thüringer ist der Begriff Saaletal-Marathon etwas irreführend. Es handelt sich um die Fränkische Saale, wo in Ramsthal bei Bad Kissingen der Start- und Zielort sein sollte. Dort angekommen war schon allerhand Trubel. Die Eindrücke bei den kleineren Veranstaltungen gleichen sich und sind immer wieder schön - Kaffeeausschank, die Helfer von der Feuerwehr, ein plappernder Sprecher, Flyer von anderen kleinen Läufen und alles was dazu gehört. Gegenüber derm Start  beeindruckten die ersten Weinberge, die ich so weit im Norden nicht erwartet hatte.


Nach dem gemeinsamen Start für alle Strecken sortierte sich das Feld auf Ortstraße schnell. Die Strecke ging erst bergauf und dann durch einen lieblichen frischgrünen Frühlingswald mit schönen Blicken. Bei 6 min/km kam man in das Gespräch. Für kaum einen der 80 Marathonläufer war es hier ein singuläres Ereignis. Der eine absolvierte seinen 140 Marathon und  andere trainierten für kommende Ultras.



Nach einer schönen Strecke im Flusstal bogen bei Kilometer 17 die Halbmarathonläufer ab und der kommende lange Berg zog das verbliebene Feld auseinander. Nach einem Fotostopp an der Ruine Aura fand ich neue Laufpartner. Mit Sandra sollte ich die zweite Hälfte absolvieren, während die anderen beiden fast bis zum Ziel kurz vor uns liefen. Die Gegend wurde jetzt langweiliger mit langen Straßen und Radwegen. Eigentlich war sie noch schön, doch nicht mehr so wie im ersten Teil. Doch plaudernd vergingen die Kilometer.


Ab Kilometer 28 wurde Sandra etwas langsamer, lief aber tapfer alle Hügel hoch. Mit vier Supermarathons auf dem Rennsteig war sie lauferfahren, um sicher in das Ziel zu kommen. Dennoch blieb ich bei ihr, um nicht die Kilometer einsam zu absolvieren. Etwa bei Kilometer 35 lief ein weiterer Läufer auf und wir waren nun zu dritt. Die letzten beiden Kilometer ließen wir Sandra etwas zurück und waren mit 4:23:39 kurz vor ihr im Ziel. Bei der Siegerehrung bekam Sandra keinen Preis, weil sie ohne Chip unterwegs war, was sie erst am Start merkte. Ich bekam sowieso keinen.

Eine Überraschung gab es beim Studium der Ergebnisliste. Ich bin mit dem einzigen weiteren Läufer aus meinem Heimatort zusammen ins Ziel gelaufen. Ich kannte ihn aus anderen Ergebnislisten und als ich ihn einmal beim Training traf, habe ich ihn wie dieses mal nicht in das Gesicht geschaut.

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