27. September 2015

Kienberg statt Berlin

Dass meine Marathon- und Ultrasaison für dieses Jahr abgeschlossen ist, bringt irgendwie meinen Lebensrhythmus durcheinander. An der Stelle von langen Läufe am Wochenende habe ich Zeit an den vielen kleinen Läufen teilzunehmen, die jedes Wochenende in der unmittelbaren Umgebung stattfinden.

Statt mit 40.000 Läufern in Berlin am Start zu stehen, stand ich mit ca. 100 Läufern auf dem Spotplatz in Oehrenstock bei Ilmenau. Den Sportplatz kenne ich eher aus dem Winter, da von hier gut gespurte Langlaufstrecken starten, eine echte Alternative zum Trubel in Oberhof. Vor 10 Jahren bin ich hier schon mal den Kienberg-Lauf mitgelaufen und habe über damals angebliche 15 km 1:24:12 Stunden gebraucht - genial was der Blog noch weiß.

Diesmal sollte die Strecke 16 oder 16,6 km lang sein - die Angaben des Veranstalters schwankten. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass sich gegenüber damals nur die behauptete Streckenlänge aber nicht die Strecke selbst geändert hat - egal.
Beim Warmlaufen zerbröselte mein Chip von Sportident, den ich nun auch schon 10 Jahre besitze. Auch Plastik wird alt. Neu gechipt ging ich dann auf die Strecke. Die Hoffnung, an meinem Altersklassenkonkurenten dran zu bleiben, zerbröselte auch bald. Dafür fand ich meinen Laufrhythmus. Die 300 Höhenmeter verteilen sich am Kienberg weitgehend auf gleichmäßige An- und Abstiege, was es irgendwie erträglich macht. Nur eine Steigung von ca. 10% über 500 Meter ist nach 15 Kilometern nicht so nett.

Sieht kurz vor dem Ziel nicht so dynamisch aus

Im Rennverlauf passiert bei solchen Läufen mit 34 Startern nicht viel. Es gibt keine jungen Hitzköpfe, die schnell loslaufen und irgendwann einbrechen. Die erfahrene Läuferschar, weiß was passiert und nach 3 km haben sich alle einsortiert und man kann den mit örtlichen Feuerwehrleuten garnierten Wald in Ruhe genießen. Nur Christin, die ihren Namen hinten auf dem schwarzen Shirt stehen hat, überholte mich kurz vor dem Ziel. Dort war ich nach 1:25:35 Stunden und als 19. von 29 Männern.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Jetzt musste ich wirklich mal googeln nach dem Kienberg bei Oehrenstock.
Ich stamme aus Langewiesen und wohne schon lange in Berlin.
Aber vom Kienberg bei Oehrenstock, wusste ich bis jetzt nichts.
Meine Trainingsstrecke früher, führte von Langewiesen zum Knöpfelstaler Teich und zurück.
Meine jetzige Trainingsstrecke liegt im Wuhletal, dort wo sich auch der Berliner Kienberg befindet. Leider können wir den Kienberg im Wuhletal nicht mehr zum Training nutzen. Er ist eingezäunt für die IGA 2017.
Gruß von Günter