9. Juli 2014

77 km waren genug

Eigentlich war die Ausgangsposition für den dritten Stern beim Thüringenultra ganz gut. Ich habe fleißig Kilometer im Jahr gesammelt und hatte keinerlei Zipperlein. Der Wetterbericht versprach nach dem hitzigen Freitag eine warme Nacht, der einTag mit nur knapp über 20° folgen sollte. Schließlich hatten auch die deutschen Fußballer am Vorabend das Halbfinale erreicht.
Am Start mit Jens
Nach dem Vorstartbild erfolgte um 4 Uhr bei 18° der Start auf die schöne 100-km-Runde über die Thüringer Berge. Dieses mal war es anders als sonst. Ich trottete ohne Euphorie dahin und hatte mit der Schwüle zu tun. Bauch, Kreislauf, Kopf -alles war weder gut noch richtig schlecht.
Bei km 27 sah es schon nicht mehr so gut aus
Jens ließ ich bald ziehen. Bergan hatte ich selbst beim Gehen Probleme, wo ich mich hier doch sonst erhole. In Floh-Seligental bei Kilometer 55 war ich eine halbe Stunde später als üblich und rechnete mir 13-14 h Laufzeit aus. Damit war die Zielankunft eigentlich zu spät für einen notwendigen Krankenbesuch.
In Tambach bei Kilometer 68 verschob ich meinen Ausstieg auf Finsterbergen, wo man bei km 77 wenigstens noch eine Zwischenzeit bekommt. Dort hörte ich nach knapp 10 Stunden ohne allzugroße Wehmut auf. Manchmal ist es halt so.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ach Jörg, es gibt halt gute Tage und es gibt schlechte Tage. Du kannst ja nächstes Jahr wieder die kurze Distanz laufen :-) und übernächstes Jahr den 3. Stern nochmal anpeilen.
Gruß,
Renn-Schnecke

lizzy hat gesagt…

was hat das mit dem Stern auf sich? Ist das die Medaille? Gibt's für Staffelläufer nach 50km auch sowas?

77km in dieser Gegend sind ein Haufen Laufholz! Erhol dich mal gründlich und dann werden die nächsten Sterne der Läufer-Milchstraße vom Himmel geholt.

Jörg hat gesagt…

@ Lizzy:
Die Sterne sind ein genialer Marketingtrick und verführen dazu immer wieder 100 km dort zu laufen, damit sie sich auf dem Finishershirt sammeln.

Petra hat gesagt…

Hi Jörg,
manchmal ist das eben so. Wenn die Motivation nicht hundertprozentig da ist, dann ist vielleichteinfach besser, aufzuhören. Beim nächsten Mal läuft es bestimmt wieder besser!
Viele liebe Grüße
Petra