14. April 2014

Miniultra um das Bleiloch

Ein neuer Ultra in der Nähe!
Genau fünf Wochen vor dem Rennsteig! 
In schöner Gegend!
Der Termin passt!!

Alles klar, da muß ich zum Bleilochlauf über 46 km fahren. Es geht um Talsperren, aber auch über die steilen Bergrücken um sie herum. Irgendwas um angebliche 1000 Höhenmeter schrecken mich nicht ab - ich habe Lust auf Wettkämpfe (oder besser Laufveranstaltungen) nach allen den einsamen Frühlingsaufbaukilometern. Andererseits will ich mich nicht kaputt machen, weswegen ich Michas Vorschlag, mit irgendwas unter 5:30 km/min loszulaufen, nicht annehme. Eigentlich bin ich feige und freu mich, ihm kurz vor dem Start nicht mehr zu sehen. Wer weiß, was sonst geworden wäre.

Auf der Anfahrt hatte sowieso der Magen gegrummelt und zum schlagkräftigen Besuch kleiner Räume geführt. Also laufe ich mal lieber mit einige Lauffreunden hinten im Feld los. Da lernt man gleich noch andere Läufer persönlich kennen, die man irgendwie schon lange vom Namen kennt - ich lichte sie alle ab.



Ich bleibe jedoch bei meinen drei Laufpartnern und jogge gemütlich am Ende des Feldes. Nur mehrere Abstecher ins Gebüsch zwingen mich zu Aufholjagden. Nachdem ich schon zweifelte, gut in das Ziel zu kommen, gibt sich die Rebellion im Inneren ab Kilometer 20. Ich genieße nun die Landschaft um die Talsperren mit Trails, viel Wasser, klitzekleinen Dörfern  und ebensolchen Sehenswürdigkeiten.

 



Bei km 35 werden mir meine Begleiter doch zu langsam und fangen an, auf ebenen Strecken zu gehen. Jetzt laufe ich allein weiter und bin erstaunt, wie locker ich bin. Wenn ich steilere Berge hoch gehe, dann eher aus Angst, mich beim Trainingslauf kaputt zu spielen als aus Notwendigkeit.
Fotostopps mache ich doch noch.



Ich sammele auf den letzten 10 km noch etwa 15 der 113 Läufer ein - das Leben ist schön. Die letzten 4 km führen einen Radweg auf einer alten Bahntrasse sanft bergab. Nur der Zieleinlauf ist etwas enttäuschend, aber nach 5:31 h wenn das letzten Fünftel beginnt, jubelt halt keiner mehr.

Kuchen gibt es im Ziel noch reichlich und kostenlos, nur die Bratwurst ist alle. Auf den veganen Leberkäse verzichte ich.
Heimwärts fahre ich nicht über die Autobahn sondern quer durch Thüringen und genieße den Tag.
Man muß nicht immer schnell sein!

Kommentare:

Tati hat gesagt…

Och ist das schön. Bissel Sonne noch dazu. Schöner lockerer Trainingslauf für dich. Und ich zweifele daran ob ich SM oder doch nur Mara. Mir fehlen die langen lockeren Läufe.

Liebe Grüße
Tati

Markus hat gesagt…

Tolle Gegend in der du da laufen durftest. Und so entspannt.Bemerkenswert!

Volker hat gesagt…

Wo überall so kleine Burgen oder Schlösser rumstehen ... :-)

Schöne Gegend.

Respekt, das Du mit murrenden Gedärm überhaupt gestartet bist.

Volker

Sören hat gesagt…

Schöner Bericht mit schönen Bildern!

Und tröste dich, meinen Zieleinlauf hat auch keiner bejubelt, er wurde außer vom Zeitnehmer nicht bemerkt.

Bis zum OEM!