22. Juni 2009

Rennsteigstaffellauf - Kiestransport über die Berge

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Der Rennsteigstaffellauf von 10 Läufern über 171 km Rennsteig ist mittlerweile eine Kultveranstaltung in Thüringen, die höchste Anforderungen stellt. Da die 200 Startplätze ca. 10 Minuten nach Meldebeginn vergeben sind, ist die erste Anforderung, Neujahr um 0.00 Uhr am Rechner zu sitzen und ihn noch bedienen zu können. Dann müssen die 10 Läufer bis Juni bei der Stange gehalten und die durch Grippe, Verletzung oder zänkische Ehepartner ausfallenden ersetzt werden. Auf diese Weise fand ich einen Platz in der Staffel vom Rennsteiglauf Forumsteam.
Schließlich muss organisiert werden, dass jeder Läufer zur rechten Zeit irgendwo im Thüringer Wald an seinem Wechsel steht. Neben dem Zeitchip bekommt er dort von seinem Vorläufer einen Kieselstein aus der Saale am Start. Am Ziel wird der Stein dann in die Werra geworfen. Um all das hat sich Staffelchefin Petra in ganz toller Weise gekümmert und in ihrem Blog auch noch einen wunderschönen Bericht geschrieben.

Für mich war die Etappe von Masserberg nach Allzunah vorgesehen, eine Strecke die ich vom Rennsteigmarathon gut kannte. In Masserberg trafen wir auf unsere Läufer der ersten Strecken, machten ein Bild und dann ging es schon los.
Der erste Kilometer war Lauffreude pur, bis das Bewusstsein einsetzte, dass man bei knapp 18 km vielleicht doch ein wenig die Kräfte einteilen sollte. Ungewohnt war, die bekannte Strecke in einem deutlich höheren Tempo als beim Rennsteiglauf zu bewältigen und ohne Stau den Hohlweg zur Schwalbenhauptwiese zu passieren. Auch ansonsten war es eher einsam. Zwei mal wurde ich überholt und vier oder fünf Läufer überholte ich. Schön war immer wieder auf das parallel mitfahrende Team zu treffen, die mich anfeuerten und ablichteten.
Bedenken hatte ich bei bei den Wurzelstrecken, doch da ich gefühlsmäßig flog, waren sie letztendlich kein Problem. Nach 1:27:40 konnte ich das Steinchen weiterreichen und fand den Schnitt von 4:54 min/km für meine Verhältnisse eigentlich recht gut.
Das ist natürlich kein Vergleich zu Frank, der anschließend im Schnitt von 4:30 min/km über den Beerberg nach Oberhof lief, wo wir den anderen Teil der Staffel trafen.
Einen richtig objektiven Bericht gibt es dazu noch bei Laufszene Thüringen.

Kommentare:

Petra hat gesagt…

Hallo Jörg,
vielen Dank für diesen tollen Bericht! Da kann ich mir allerdings ein paar Kommentare nicht verkneifen. :) Als erstes möchte ich doch mal feststellen, daß bei uns kein zänkischer Ehepartner :) der Grund für den Ausfall eines Läufers war... :)))
Dann Deine Überschrift: die ist einfach genial!!!!!!!!!!!!
Und Deine Leistung die war nicht einfach nur "ganz gut" - die war super! Genau wie Franky - ihr beide habt einen tollen Part geleistet. Aber das hat jeder von uns - ich weiß, alle haben nicht nur ihr Bestes, sondern ihr Allerbestes gegeben. Es war nur schade, daß Du in Hörschel nicht dabei sein konntest. Es war soooooooooo schön.....
Wir haben uns gefreut, daß Du trotz einer privaten Feier eingesprungen bist und unsere Staffel so toll verstärkt hast. Beim nächsten Mal bis Du auch in Hörschel dabei!
Liebe Grüße
Petra

Kathrin hat gesagt…

Ja ja, der Rennsteig, da blutet einem schon das alte Läuferherz... Sieht wieder nach viel Spaß aus! Viele Grüße, Kathrin

Anett hat gesagt…

Mit dem zänkischen Ehepartner lag mir auch in den Fingern... ;o)).
Ich stelle mir die Organisation dieser Staffel unglaublich schwierig vor, da muss man bestimmt mehrere Leute in der Hinterhand haben, die dann einspringen.
Deine Zeit ist wirklich klasse und der Bericht ist es auch.

Katrin hat gesagt…

Hallo Jörg, super wie Ihr das gemeinsam geschafft habt. Gratulation an Euch Alle! Habe mir natürlich beide Berichte durchgelesen. Klasse! Ich bekomme auch Lust. Wenn ich doch nur ein Stück näher ran wohnen würde :-(.
LG Katrin