8. Juni 2008

Bergtraining

Der Sonntag in Tabarz legte die Versuchung nah, neue Strecken zu erkunden und so lief ich ziellos in Richtung Wald, um zu schauen, was auf den Wegweisern steht. Der erste Wegweiser brachte schon die Idee, schlug er doch einen Rundweg zum Fünfarmigen Wegweiser mit knapp 9 km vor. Da ich wusste, dass der genannte Wegweiser auf Rennsteighöhe liegt, versprach es, die gesuchte Bergrunde in Vorbereitung des Thüringenultra zu werden. Auf dem Neuen Weg führte es sofort bergan. „Neuer Weg“ heißen meist Wege, die der Forst anlegte, um bequem die Bäume abzufahren. Sie führen deshalb gleichmäßig bergan, dieser ziemlich genau 300 HM auf 3 km, also 10% Steigung. Oben ging es dann zu einem Felsen mit dem schönen Namen Kickelhahnsprung, wo dann auch ein paar Treppen zu bewältigen waren. Vorher hatte ich den verlockenden Wegweiser zu einem Klettersteig schon schweren Herzens ignoriert. Am fünfarmigen Wegweiser erinnerte eine Tafel passend zur Gegend an GutsMuths und nachdem ich für die bisherigen 3,5 km über 28 min gebraucht hatte, ging es nun nur noch bergab. Einen Abstecher auf einen Felsen namens Hirschstein musste allerdings noch sein, denn von dort hatte man einen schönen Blick ins Tal und auf den Inselsberg. Kurz dahinter war am Wegesrand eine Quelle mit dem Namen Limonadenquelle. Zum Glück kam aber doch nur Wasser aus dem Rohr. Zurück ließ ich es dann ein wenig rollen. Dummerweise schoss ich mir versehentlich selbst einen Stein an den Knöchel. Die Socken dämpften etwas den Aufprall, der dennoch schmerzhaft war. Und so hatte ich nicht nur einen schönen Lauf, sondern gleich noch etwas zum Thema Socken im Gelände gelernt. Bilder gibt es mangels Kamera keine eigenen aber wenn man hier die Bilder anzeigen lässt, bekommt man einen Eindruck.

1 Kommentar:

Kathrin hat gesagt…

Aua aua, ein Stein an den Knöchel geschossen - das tut ja schon beim Lesen weh. Ich wußte gar nicht, daß es Klettersteige in Thüringen gibt. Das ist ja interessant, da muß ich doch gleich mal googlen...