10. Mai 2008

Stundenlauf

Ich hatte die Läufer schon vor einigen Jahren gesehen, die stupide eine Stunde im Kreis auf der Tartanbahn liefen. Mir war klar, dass ist nichts für mich. Jetzt kommt aber der Potsdam-Marathon näher, bei dem ich versuchen will, auf Zeit zu laufen. Dazu braucht man Tempodauerläufe und so stand ich am Start. Eigentlich war mir unklar, wie man einen Stundenlauf angeht. Die 6 x 1000 m Intervalle bin ich neulich in 4:05 gelaufen, also erschien es mir sinnvoll, in 4:30 min/km loszulaufen. Um die Geschwindigkeit zu halten, hatte ich mir ein Autolap bei 200 m auf meinem Forerunner eingestellt. Allerdings musste ich zu meinem Entsetzten feststellen, dass die GPS gemessenen 200 m kürzer sind als eine halbe Stadionrunde. Es lief sich dennoch locker und wurde nicht langweilig, schon allein weil man nach einigen Runden häufiger überholte oder überholt wurde. 


Nach 40 min entschloss ich mich, dass Tempo anzuziehen und aus dem 4:35 Schnitt wurde ein 4:15er. Jetzt überholte ich fast nur noch schwächelnde Läufer und bald fiel der Schuss, der das Ende signalisierte. Die Vermessung am Ende zeigte 13315 m. Was lerne ich daraus? Einen Stundenlauf sollte man leicht zu schnell angehen und das Sterben (möglichst auf den Punkt) in Kauf nehmen. Überrascht war ich, das meine Forerunner 13690 m behauptete.

Kommentare:

Scarlett O'Hasi hat gesagt…

Hallo Jörg, wie lange hat der Stundenlauf denn gedauert? (Oder hab ich das überlesen? Ich glaube nicht?)
Auch ohne das zu wissen, schon mal Glückwunsch zu den 13690 Metern!
(Es sei denn, es war ein Sechs-Stunden-Lauf, dann nehm ich die Glückwünsche wieder zurück *g* ;-) )

Scarlett O'Hasi hat gesagt…

So, und nuuuun habe ich es gesehen - es waren keine sechs Stunden, sondern eine!
Super - Glückwunsch !

Markus Maier hat gesagt…

Willkommen in der Welt der Stundenläufer. Falls Dir nächstes Jahr vor'm Rennsteig einfallen sollte, einen zu laufen, nimm' besser kein Sterben in kauf. Habe ich dieses Jahr gemacht und musste den letzten langen Lauf an Pfingsten ersatzlos streichen :-(

Zum Garmin. Bedenke bitte, dass er auf kleinster Fläche agieren musste. Somit halte ich die 2,8% Abweichung für undramatisch.

Grüße aus den Freistaat in den Freistaat!

Markus

Anett hat gesagt…

Liest sich kompliziert, bei so einer Veranstaltung das richtige Tempo zu finden.
Glückwunsch zu deiner Leistung, ich finde die über 13 km alsso reinen Trainingslauf mehr als super.

Zum Garmin: bin letztes Jahr mal 5000 m auf einer 300m-Bahn gelaufen. Mir hat er dann 4990 m angezeigt, worüber ich sehr überrascht war.

Martin Palatini hat gesagt…

Ich nutze auch gerne die Halbstundenläufe zur Formüberprüfung bzw. um das angestrebte Tempo zu trainieren. Dafür eignet sich die Bahn ja ideal. Wie schon im Forum besprochen, mag es der Garmin gar nicht dauerhaft Runden laufen zu müssen. Da treten schon mal erhebliche Differenzen auf. Trotzdem Glückwunsch zu der Leistung.

LG Martin