9.5.26

Rennsteiglauf - wieder der Halbe

Die schönsten Bilder gab es vor dem Lauf, als sich die Sonne durch die Bäume und den sich lichtenden Nebel schob. Doch viel Zeit hatte ich nicht, da für mich Startblock 3 vorgesehen war. Erst im Startblock wurde mir klar, dass vor allem Vielfach-Rennsteigläufer dieses Privileg bekamen. Das ist sicher nicht so schön, für die schnelleren Läufer in den folgenden Startblöcken, aber ich beschloss, es einfach zu genießen.

Ich traf Jens wieder, mit dem ich vor vielen Jahren mehrere längere Läufe absolviert hatte. Uns begleitet noch ein anderer Jens. Das Wetter war traumhaft - sonnig und kühl. Mit Jens I. tauschten wir uns über die vergangenen Jahre aus und genossen den Lauf. 

Irgendwann war mir dieser Jens zu langsam und Jens II. erklärte mir, dass auch wir vergangene Lauferlebnisse teilten. Nach über 20 Jahren kann man sich nicht mehr an jeden erinnern. 

 Hinter dem Berberg bei Kilometer 11, hatte ich kurz die Idee meine Vorjahreszeit zu erreichen und verließ Jens II. nach vorn. Das wurde dann nix, denn auch auf den letzten 10 Kilometer bremsten kleinere, fast vergessene Bergaufpassagen und ab Kilometer 15 machten sich die fehlenden längeren Läufe bemerkbar. Doch es war letztlich kein Problem, denn das Ziel kam stetig näher und nach 2:25 Stunden war ich da.

 

Im Ziel interviewte mich ein weitere Jens noch kurz. 

Nach dem Duschen verfolgte ich mit einem Bier in der Hand den Zieleinlauf der Sieger des Marathons und Supermarathons, was dann die emotionalsten Momente waren. Die Sieger hießen übrigens nicht Jens, was wohl auch an ihrem jüngeren Alter lag.

5 Kommentare:

regenfrau hat gesagt…

Lieber Jörg,
wow, diese Nebel-Sonnen-Bilder sind wirklich ganz besonders!
Aber fast so besonders ist auch die Jens-Häufigkeit in deinem Umfeld. Einerseits verwirrend, andererseits auch unglaublich praktisch. Da würde ich jeden Bekannten, dessen Name mir gerade nicht einfällt mit Jens ansprechen, weil die Trefferquote wäre ja ziemlich hoch! ;)

lizzy hat gesagt…

Na sowas - ich dachte, die Zeit der Kindernamen-J’s kam eine Generation später? In der privaten 15köpfigen Kindergruppe meines fast 40jährigen Sohnes fingen jedenfalls mehr als die Hälfte!!! der Vornamen mit J an (mein Sohn gehört auch dazu ;)
Was den Lauf angeht, sieht‘s nach einem traumhaften Rennsteig-Halben aus!

Anonym hat gesagt…

Hier schreibt Jens II, das war ein schönes Wiedertreffen. Toll wir laufen über viele Jahre verbindet. Grüße aus BD

Elke hat gesagt…

Lieber Jörg,
danke für diese stimmungsvollen Bilder! Mag man da nicht lieber stehenbleiben und schauen als rennen...?
Wie dem auch sei, du hattest wieder ein schönes Lauferlebnis.
PS: Vorletzte Woche traf ich im Urlaub einen stolzen Rennsteigläufer, der schon 40x dort war!
Liebe Grüße
Elke

Jörg hat gesagt…

Danke
KI glaubt zu wissen, dass der Name Jens von 1964-74 besonders beliebt war und es bin in die 80er hielt. Im Osten war der Höhepunkt etwas früher als im Westen.