28. Januar 2018

Schnaps bei km 34

"Einen Schnaps?" Ich habe ja schon viel bei Verpflegungstellen von Läufen angeboten bekommen. Aber diese Frage bei Kilometer 34 des Wintermarathons in Coburg war neu. Es klärte sich dann aber etwas auf. Der Bäcker, vor dessen Haus der Verpflegungspunkt aufgebaut war, hatte den frierenden Helfern vor einigen Jahren eine Schnaps angeboten. Nachdem ein Läufer auch einen Kurzen haben wollte, ist die Frage nun Standard.

Schnaps am Verpflegungsstand
Neben dem Schnaps sind noch die Marathonriegel des besagten Bäckers bemerkenswert. Diese hangemachten Schoko-Nuß-Riegel gab es ca. alle 7 Kilometer an den auch ansonsten hervorragend bestücken Verpflegungsstellen.

In Coburg gibt es eine fest markierte Marathonstrecke. Jedes Jahr im Januar findet auf dem Kurs ein als Gruppenlauf konzipierte Marathonlauf statt. In meine Jahresplanung passte er hervorragend, zumal die einstündige Anreise überschaubar war. Locker durchkommen, war mein Ziel. Gabi, die irgendwas von 4 Stunden gemurmelt hatte, ließ ich bald ziehen.



Die ersten 15 Kilometer waren eher öde. Im Nieselregen ging es über zugige Hochflächen und langweilige Vororte. Doch dann wurde es besser. Auf Waldwegen führte die Stecke nun durch den Forst Callenberg am Schloss der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha vorbei. Der Weg an Hochwasserschutzteichen entlang nach Coburg war ebenso schön wie der Aufstieg zur Festung, den ich wanderte.

Blick zur Festung
An den Ausstieg bei Kilometer 34 verlor ich keinen Gedanken, aber mit dem Schnaps befeuchtete ich nur meine Zunge. Die Schlussrunde zerrte sich etwas, aber das ist auch normal. Ziemlich genau bei 4:30 Stunden blieb meine Uhr stehen, die allerdings nur 41,2 Kilometer anzeigte. Danach gab es fränkisches Bier, Coburger Bratwürste, Marthonriegel mit Schokolade, Kaffee und Kuchen. Dafür lohnte es sich zu laufen.


Kommentare:

Volker X hat gesagt…

Ein Schnäpschen in Ehren kann niemand verwehren ;-)

Bier und Bratwurst klingen aber auch eher nach Volksfest als nach Marathon :-)

VG Volker

Lauf Markus hat gesagt…

Ach, ich würde nicht nein sagen. Man muss es ja nicht gleich übertreiben, aber etwas Alkohol hat mir noch nie geschadet beim Laufen. Und dass sage ich nach 2 Teilnahmen beim Trollinger Marathon bei dem alle 5km nen anderen Rotwein bekommst :-)

Manfred hat gesagt…

Lieber Jörg,
oh wie schön, Bilder aus dem Coburger Land mit der Veste, die über allem thront! :-)
Bei kalten Temperaturen im Januar muss man auch nicht "Übertrieben" auf Tempo laufen. Da kann man schon auch unterwegs und vor allem im Ziel ein wenig feiern!
Erhol dich nach dem guten Start ins Laufjahr!
LG Manfred

lizzy hat gesagt…

Herzlich gelacht über den Schnaps :-D Hast du mitbekommen, wieviele LäuferInnen in etwa „Ja“ gesagt haben?

Coburg fehlt mir auch noch. Mir reicht aber angucken und Bier. Obwohl das Samba-Festival dort auch erlebenswert sein soll auch für nicht-Karnevalisten. Als Lärm-Phobikerin schwanke ich aber noch, ob ich mir das dieses Jahr an(tu)gucke.

http://www.samba-festival.de/rund-um-das-festival/info/

Erstmal Marburg - wie flott wirst du da die Runden laufen? Ich plane beim HM einen 2h-Versuch. Unsicher, ob es dafür schon wieder reicht aber wenn sonst alles passt, wird es versucht.