13. September 2008

Der Flößgrabenlauf

Wenn ein Lauf in Thüringen zum 29. mal stattfindet, ist er sicher im Zuge der Rennsteiglaufbegeisterung entstanden. Aber genau weiß ich es nicht. Für mich war es in diesem Jahr der dritte Start beim Flößgrabenlauf.
Die Strecke durch den Wald ist herrlich und das Profil klar strukturiert. Erst geht es steil bergauf, dann leicht bergab und dann fast eben auf einer Fahrstraße um die Lütsche-Talsperre herum. Die Lütsche Talsperre wurde in den 30er Jahren gebaut, damit die Dampflokomotiven in Erfurt weiches Wasser bekamen und die Kessel weniger schnell verkalkten. Jedenfalls kann man sich auf der ebenen Strecke richtige die Lunge aus dem Hals rennen, bevor es neben der Staumauer wieder steil heruntergeht.

Der Lauf verlief unspektakulär. Das Feld der ca. 70 Läufer zog sich am Berg schnell auseinander und ich laufe nach Pulsgefühl. Irgendwann kennt man die Läufer vor einem, denen man je nach Profil mal näher kommt, bevor sie meist wieder enteilen. Um den Stausee herum erjage ich einige von ihnen, bevor zwei Läufer in der AK 55 im irren Tempo bergab an mir vorbei rennen. Auf dem Weg zum Ziel habe ich noch genug Kraft, aber niemand mehr in der Nähe, den ich überholen könnte. Die Uhr bleibt bei 1:20:43 stehen, was für die 16,4 km auf dem Forerunner und dem Profil ganz ok ist. Für die 17,8 km laut Ausschreibung wäre es sogar toll, aber 4:30 pro km laufe ich bei 18 km höchstens auf einer ebenen Strecke.

1 Kommentar:

Katrin hat gesagt…

Hallo Jörg, also für meine Verhältnisse ist das schon eine recht beachtliche Zeit! Glückwunsch:-). Wirklich schöne Läufe die Du da immer machst.
LG Katrin