So schlimm war es gar nicht. Elke hatte in der Vorhersage etwas von 15 Liter Regen pro Quadratmeter gehört. So viel war es nicht, wenn es auch die erste Hälfte der Harzquerung über 51 km von Nordhausen nach Wernigerode eigentlich permanent regnete - leicht oder auch etwas mehr, aber nicht ganz ganz viel.Am Vortag habe ich noch mit Peter in eime Straßencafé des Startortes einen Erdbeereisbecher in der Sonne gegessen. Als wir dann beim Italiener einrückten, fing der Regen an. Am Start regnete es auch und Lars, der mich einst beim Thüringenultra begleitete, hatte ich fast nicht erkannt.
Der Regen durchweichte die schmalen Pfade der Harzquerung schön gleichmäßig und bedeckte sie mit einer Matschschicht.
Manchmal war auch kein Matsch da, z.B. wenn Pfützen den Weg bedeckten oder Bäche ihn querten. Über die Bäche führten kleine Brücken, die manchmal gerade waren oder alle Balken hatten und manchmal auch nicht. Manchmal waren da auch keine Brücken, dann musste man über den Bach springen. Oder man musste mit einem Fuß hineintreten, weil auf der anderen Seite keine Landefläche war.
Auf den Gleisen der Harzquerbahn war auch kein Matsch, aber da durfte man nur 100 m entlang laufen. Kaum Matsch war auch an meinem Lieblingsstück, dem Hangweg vom Sophienhof hinab ins Tal. Aber diese Strecke war irgendwie kürzer als sonst, obwohl sie unverändert war.
Nach 5:47:08 h war ich im Ziel - eine Viertelstunde später als gedacht, wegen dem Matsch. Auf jeden Fall war es anstrengend und auch nicht so schön wie sonst, denn statt die Landschaft anzuschauen, starrte man nur in den Matsch. Aber die Schuhe konnte man sich gleich abspülen vom Matsch.
Die Harzquerung hat so ein Wetter einfach nicht verdient. Das nächste Mal will ich wieder Sonne!













