15.8.12

Garmin Forerunner 310 XT

Vier Jahre hat mein Foreruner 205 durchgehalten, das waren etwa 9.000 km oder 900 Stunden. Das Ende kam, als er trotz sauberer und scheinbar intakter Kontakte immer wieder die Verbindung zur Ladeschale verlor. Als der Akku voll aufgeladen nur noch 4 h hielt, fragte ich über die Webseite bei Garmin wegen einer Reparatur an. Am nächsten Tag war die Antwort da. Eine Reparatur sei nicht möglich, aber da mein Gerät noch keine 5 Jahr alt wäre, könnte man mir für 151 € als Ersatz einen Forerunner 310 XT liefern. Donnerstag ging mein Altgerät auf die Reise und bereits Sonnabend brachte der Briefträger den 310 XT. Das Geld hatte ich bar an ihn zu zahlen.
Einen Vergleich des Forerunners 310 XT mit dem 205 und 305 findet sich in diesem Forum.

Meine ersten Eindrücke mit dem neuen Gerät: Es ist optisch schicker, immer noch groß aber weniger globig. Das Armband ist weicher und angenehmer zu tragen. Die Bedienung ist bei den Funktionen, die ich nutze, wie bei seinem Vorgänger. Gut finde ich den Vibrationsalarm, der besser zu bemerken ist als das Piepsen, das es immer noch gibt. Neu ist eine Tastensperre, die über das gemeinsame Drücken der Taste mit dem Pfeil nach oben und „Mode“ zu lösen ist.

Die Datenübertragung zum Computer erfolgt nun per Funk. Dazu muss man sich das Garmin Trainingscenter runterladen oder von der DVD installieren. Nach den Ersteinstellungen laden sich nun die Daten automatisch hoch, wenn die Antenne eingesteckt ist (bleibt bei mir an einem USB-Anschluss hinten im Computer). Die Ansicht der Läufe im Trainingscenter oder online bei Garmin ist gut geraten.

Allerdings fehlt mir vor allem die Möglichkeit, wie in Sporttracks im Nachhinein die Zwischenzeiten für frei wählbare Abschnitte (Splits) abzulesen.
Sporttracks erkennt die Antennenverbindung allerdings nicht. Man kann die Daten jedoch aus dem Ordner auslesen, in den sie bei der Übertragung automatisch kopiert werden. Dazu in Sportracks Import anklicken, und aus dem Ordner kopieren, der bei mir so heißt C:\Users\Name\AppData\Roaming\Garmin\Devices\3851412370\History .Wenn man den Ordner einmal eingestellt hat, merkt ihn sich Sportracks und man überträgt dann immer einfach die jeweiligen Dateien. Im Dateinamen ist jeweils das Datum enthalten.
Ich glaube, der orange 310 XT wird mir ein ebenso guter Freund wie sein Vorgänger

8.8.12

Laufen bei Heinz Becker in den Alpen

Diese Überschrift stimmt überhaupt nicht. Heinz Becker kommt aus Bexbach im Saarland und das liegt ca. 20 km entfernt vom pfälzischen Rodalben. Die sprachlichen Unterschiede sind für einen alten Ossi allerdings nicht zu hören. Nach Rodalben zum privaten Pflälzerfelsentrail auf dem Felsenwanderweg hatte mich Martin eingeladen, mit dem ich auf dem Rennsteig 45 km gemeinsam zurück legte. Ich war also nicht zum Laufen sondern zum Trailrunning da - der zweite Fehler in der Überschrift.


Neben mir waren noch ca. 40 andere Läufer gekommen, die weitgehend über Facebook auf die Veranstaltung aufmerksam geworden sind. Da hatte ja Martin Glück, dass es keine 2000 wurden. Es waren beeindruckende Bilder, die sich beim Start am Hilschberghaus boten.
Mancher konnte sich keine Schuhe leisten und lief barfuß.

Andere hatten einen Gepäckhund dabei.


oder zeigten, dass sie wohl wegen eines kaputten Autos quer durch Skandinavien laufen mußten.


Wichtig beim Trailrunning ist Bekleidung in Neonfarben, damit man von der Bergwacht besser gefunden wird. Trinkrucksäcke zeigten, dass viele für Großes trainierten.


Der Felsenwanderweg hat ein Zertifikat und zieht sich auf 45 km an vielen Buntsandsteinfelsen vorbei rund um Rodalben. Rodalben hat wiederum nichts mit den Alpen zu tun sondern seinen Namen vom Fluß Rodalb und liegt im Pfälzerwald. Schon am ersten Felsen stellten wir uns für ein Gruppenfoto auf.


Es wäre interessant gewesen, an jedem weiteren Felsen das Gruppenfoto zu wiederholen. Dann hätten man die gesamte Felslandschaft dokumentiert und den Verfall der Läufer auch. Es ging aber auch so eher gemütlich vorwärts.

An der beeindruckenden Bärenhöhle bei km 23 hatte mein Forerunner die Nase voll und schaltete ab. Es war wohl der Protest einer Laufuhr, die hierher 1:40 h Pausen gemessen hatte .


An der nächsten Verpflegungsstelle gab es eine Premiere – es war die erste meines Lauflebens, an der es Servietten gab. Vielleicht habe ich die jedoch an den vorherigen übersehen, weil ich auf die reichlichen kulinarischen Köstlichkeiten fixiert war.


Ab km 33 trieb uns das erwartete Zielbier an, eine Dreierspitzengruppe zu bilden. Wir schwatzten nett und widerstanden sogar dem Schild, das uns durch das Tal in nur einem Kilometer zum Hilschberghaus locken wollte. Brav liefen wir 7 km auch um das letzte nicht endende Tal herum.

Dort trank ich Jesko gleich mal sein Bier weg. Entgegen der Behauptung der Tourismuswerbung, dass der Weg relativ sich eben sich am Hang entlang ziehen würde, waren durch das ständig Auf und Ab ca. 1800 Höhenmeter zusammengekommen und ich war nicht nur durstig sondern auch recht breit.
Es hat Spaß gemacht mit vielen netten Trailrunnern in einer schönen Gegend zu trailrunnen. Danke an Martin, Stefan, Pia, Hans und allen die zum Gelingen des Laufes beigetragen haben.

Noch mehr Bilder gibt es hier und dort das tolle Video von Martin.