Der Silvesterlauf in Erfurt ist eigentlich blöd. Für die 10 km Strecke läuft man 5 Runden um das Stadiongelände - zum Teil auf dem Fußweg an der Bundesstraße entlang. Dass man in jeder Runde ein Stück über die Tartanbahn des Stadions läuft entschädigt nur wenig, denn der Zieleinlauf ist auf der Stadioneinfahrt. Dafür kann man die Infrastruktur des Stadions zum Parken, Umkleiden, Duschen und Wärmen nutzen. Letzteres war bei -8° in diesem Jahr ein Wert für sich. Was den Silvesterlauf besonders macht, ist dass man noch einmal die Lauffreunde des Jahres trifft, mit Ihnen locker schwatzend läuft, einen Becher Sekt nach dem Lauf trinkt, Bilanz zieht und über Pläne spricht.
Mit 2.307 km bin ich 2008 noch etwas mehr gelaufen, als im Vorjahr. Insgesamt waren es 13 Wetttkämpfe, davon 4 Ultras, 2 bergige Marathons und Kleingemüse. Vor allem die Harzquerung, der Brockenmarathon und der Röntgenlauf stehen von der Schöheit der Strecken in einer Reihe mit dem Thüringenultra und der Rennsteiglauf.
Beim Röntgenlauf bin ich mit 63,3 km die längste Strecke meines Lebens gelaufen und auf die 5 h für die 50 bergigen km beim Thüringenultrabin ich ein bißchen stolz. Mit 1:40:40 für den HM kam auch noch eine gängige Bestzeit dazu.





