Strahlender Sonnenschein lockte dazu, nach den Weihnachtseinkäufen zu laufen. Die Strecke wurde nach dem Kriterium gewählt: einfach loslaufen und immer den Weg nehmen, der am besten laufbar ist. Die Strecke war dann für normale Verhältnisse zwar etwas seltsam und wegen dem Schnee und der Fotostopps war ich auch nicht schnell.
Kurz vor meiner Haustür biß mich dann noch so ein kleiner Kläffer in die Wade, obwohl Herrchen ihn an der Leine hatte. Es war nicht tragisch, die 10 Jahre alte Laufhose hatte sowieso ausgedient und die Bißwunde ist nur oberflächlich. Geärgert habe ich mich nur über den Besitzer, der ohne jedes Wort einfach weiter ging.



Vielleicht war dies sogar schon der letzte Lauf des Jahres, denn ab Weihnachten geht es zum Skifahren.
Mit 2109 km waren es etwa 200 km weniger als die vergangenen Jahre. Eine Laufeinheit war im Schnit etwas über 17 km lang - wie die heutige. Die langen, schneereichen Winter hinterließen ebenso Spuren wie die heißen Sommerwochen. Abgesehen vom Kleingemüse bin ich mit vier Ultras und drei Marathons, wie geplant, einige lange Wettkämpfe weniger als im letzten Jahr gelaufen.
Dennoch war es wieder ein erfolgreiches Laufjahr.

Den Rennsteig SM und anschließend die 100 km von Biel in Würde zu überstehen war für mich wichtiger als die persönlichen Traumzeiten von 1:35 bei HM in Halle und die 3:29 bei M in München. Wenn ich von immer neuen Verletzungen im befreundeten Läuferkreis höre, weiß ich wie gut es mir in dieser Beziehung geht und dass ich bin dankbar dafür. Da steckt man auch mal so einen Hundebiß weg.
Allen Lesern wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest.