22.12.10

Skilanglauf

Im Winter wird in Läuferkreisen immer wieder diskutiert, ob man Skilanglaufkilometer ins Verhältnis zu Laufkilometern setzten kann. Allerdings spielen die äußeren Bedingungen beim Langlauf eine viel größere Rolle als beim Laufen.
Im Jahr 2009 habe ich bei meinem ersten und einzigen Langlauf-Wettbewerb, dem  Rennsteig-Skilauf in Oberhof 3:05 für 35 km gebraucht. Gefühlt habe ich mich hinterher, wie nach einem schnelleren 15 km Lauf. Allerdings kam ich gar nicht in den hohen Pulsbereich wie beim Laufen, da ich mit der Technik zu kämpfen hatte.

In der Nähe von Oberhof
Am letzten Wochenende habe ich eine Skitour über 33 km von Oberhof nach Friedrichroda gemacht. Reine Laufzeit war 4 h, wobei wir im flotten Skiwandertempo unterwegs waren, aber auch ab und zu mal stehen blieben, um zu fotografieren oder z.B. den Bergsee an der Ebertswiese anzuschauen. 
Zugefrorener Bergsee an der Ebertswiese
Ebertswiese
Das Mittagessen im urigen Berggasthof Ebertwiese ist nicht in der Zeit enthalten. Auf den letzten Kilometern waren wir abseits der Loipen unterwegs. Das Belastungsgefühl am Abend und am nächsten Tag war wie nach einem lockeren Lauf über 15 km. Vielleicht kann man doch grob 2 km Skifahren für 1 km Laufen im vergleichbaren Pulsbereich rechnen. Allerdings werden ganz andere Muskelpartien belastet.

18.12.10

Schnee, Hunde und Bilanzen

Strahlender Sonnenschein lockte dazu, nach den Weihnachtseinkäufen zu laufen. Die Strecke wurde nach dem Kriterium gewählt: einfach loslaufen und immer den Weg nehmen, der am besten laufbar ist. Die Strecke war dann für normale Verhältnisse zwar etwas seltsam und wegen dem Schnee und der Fotostopps war ich auch nicht schnell.
Kurz vor meiner Haustür biß mich dann noch so ein kleiner Kläffer in die Wade, obwohl Herrchen ihn an der Leine hatte. Es war nicht tragisch, die 10 Jahre alte Laufhose hatte sowieso ausgedient und die Bißwunde ist nur oberflächlich. Geärgert habe ich mich nur über den Besitzer, der ohne jedes Wort einfach weiter ging.
Vielleicht war dies sogar schon der letzte Lauf des Jahres, denn ab Weihnachten geht es zum Skifahren.

Mit 2109 km waren es etwa 200 km weniger als die vergangenen Jahre. Eine Laufeinheit war im Schnit etwas über 17 km lang - wie die heutige. Die langen, schneereichen Winter hinterließen ebenso Spuren wie die heißen Sommerwochen. Abgesehen vom Kleingemüse bin ich mit vier Ultras und drei Marathons, wie geplant, einige lange Wettkämpfe weniger als im letzten Jahr gelaufen.
Dennoch war es wieder ein erfolgreiches Laufjahr.
Den Rennsteig SM und anschließend die 100 km von Biel in Würde zu überstehen war für mich wichtiger als die persönlichen Traumzeiten von 1:35 bei HM in Halle und die 3:29 bei M in München. Wenn ich von immer neuen Verletzungen im befreundeten Läuferkreis höre, weiß ich wie gut es mir in dieser Beziehung geht und dass ich bin dankbar dafür. Da steckt man auch mal so einen Hundebiß weg. 

Allen Lesern wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest.

12.12.10

Schneematsch, Eis und Pfützen

Motiviert von Heldenberichten im Laufforum habe ich heute einen Laufversuch gestartet, nachdem es ja gestern etwas taute:
  • km 1-2 Asphaltstraße mit leichtem Schneematsch - man sieht den Asphalt - kein Problem
  • km 3-4 Asphaltstraße mit dickem Eis und Schneematsch - bei jedem Schritt aufpassen, wo man hintritt
  • km 5 dicker nasser Schnee mit wenigen Fußspuren - einfach nur Sch...
  • km 6-7 wechselweise Schneematsch, Eis und Pfützen und wenige freie Stellen auf dem gewalztem Weg
  • km 7- wieder dicker nasser Schnee mit wenigen Fußspuren, ich drehe lieber um und laufe die gleiche Strecke zurück.
So macht Laufen wenig Spaß. Wenigstens die Laufschuhe sehen aus wie neu.