Eigentlich würde ich es bestreiten! Aber spätestens nach Nikolaus schaue ich auf die Kilometer und überlege, wie viele es wohl dieses Jahr werden, ober der Hunderter voll wird und ob ich über den Vorjahresstand komme?
Heute habe ich nun den Jahresplan erfüllt. Statt eines langen Laufes wurde es wegen einer vormittäglichen Wanderung zum schönen Steigerhaus bei Gräfenhain und der vereisten Wege nur 12 km auf dem Geraradweg. Damit summierten sich 2308 km und das ist bisher ein Kilometer mehr als im letzten Jahr. Allerdings waren es mit 125 Läufen zehn weniger gegenüber dem Vorjahr, so dass ein Lauf durchschnittlich 18,5 km lang war
Mit sechs Marathons und vier Ultras sowie Kleingemüse war es ein wettkampfintensives Jahr. Vielleicht war das auch ein Grund, dass die beiden Höhenpunkte Erfolge und doch kleine Enttäuschungen waren. Beim langen Rennsteiglauf ließen mich Krämpfe fast 10 km wandern. In Münster verbesserte ich meine Marathonbestzeit um 15 min und blieb - auch krampfbedingt - dennoch 8 min über den angestrebten 3:30 h. Dafür lief der Thüringenultra mit sub 5 auf 50 km mit 1000 Höhenmetern trotz der Hitze wieder richtig gut. Das schönste war aber wohl das tolle Gefühl, einfach jederzeit einen Marathon laufen zu können.
Update: Mit dem heutigen Lauf werden es dann 2327 km und das war es auch für dieses Jahr.
Einen guten Rutsch (in allen Bedeutungen) und ein schönes Jahr 2010 allen, die hier immer mal vorbeikommen.
27. Dezember 2009
19. Dezember 2009
Frost
Die Temperaturvoraussage ließ uns auf das Skifahren in den Bergen verzichten.
Bei einem Blick auf das Thermometer zweifelte ich auch, ob es wirklich eine gute Idee ist, bei -14° zu laufen.
Es wurde dann einer der wunderbaren Läufe im frischen Schnee.
Statt die Strecke abzukürzen, verlängert ich sie auf 14 km. Also für jedes Minusgrad ein Kilometer.
Bei einem Blick auf das Thermometer zweifelte ich auch, ob es wirklich eine gute Idee ist, bei -14° zu laufen.
Es wurde dann einer der wunderbaren Läufe im frischen Schnee.
Statt die Strecke abzukürzen, verlängert ich sie auf 14 km. Also für jedes Minusgrad ein Kilometer.
13. Dezember 2009
Der erste Schnee
Freitag war er schon zu spüren. Doch noch war der Wald novemberlich grau? Oder war es nicht schon winterlicher Nebel zwischen den jungen Buchen? Fast ängstlich beobachtete ich, ob sich die Nebelschwaden zu einer gespenstischen Form ballten. Im Tal spürte man den frostigen Hauch von Nordost.
Heute war es weiß. Der erste Schnee hat immer etwas besonderes. Der Weg vom Freitag hat sich verändert. Statt Grautönen herrscht vor allem Schwarz und Weiß.
Nur die Schilder im Wald geben Farbe. Es ist still, der Schnee dämmt jeden Laut. Ein Reh springt plötzlich über den Weg. Ich hoffe die Mufflonherde zu sehen - vergebens. Auf dem Schnee des Weges könnte ich abzählen, wie viele Menschen heute hier waren. Es waren keine zehn. An der nächsten Abzweigung hinterlasse ich die einzige Fußspur.
Der Schnee wird mehr, um so höher ich auf die Reinsberge komme. Nicht viel, doch es reicht für saubere Schuhe am Abend. Noch kann ich die kleinen Wege nicht laufen, denn unter einer dünnen Schicht Eis ist der weiche Schlamm der letzten regnerischen Wochen.
Im Tal rutsche ich. Zu viele der wenigen Menschen haben hier den Weg glatt getreten. Ich treffe niemand.
Heute war es weiß. Der erste Schnee hat immer etwas besonderes. Der Weg vom Freitag hat sich verändert. Statt Grautönen herrscht vor allem Schwarz und Weiß.
Nur die Schilder im Wald geben Farbe. Es ist still, der Schnee dämmt jeden Laut. Ein Reh springt plötzlich über den Weg. Ich hoffe die Mufflonherde zu sehen - vergebens. Auf dem Schnee des Weges könnte ich abzählen, wie viele Menschen heute hier waren. Es waren keine zehn. An der nächsten Abzweigung hinterlasse ich die einzige Fußspur.
Der Schnee wird mehr, um so höher ich auf die Reinsberge komme. Nicht viel, doch es reicht für saubere Schuhe am Abend. Noch kann ich die kleinen Wege nicht laufen, denn unter einer dünnen Schicht Eis ist der weiche Schlamm der letzten regnerischen Wochen.
Im Tal rutsche ich. Zu viele der wenigen Menschen haben hier den Weg glatt getreten. Ich treffe niemand.
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