.
Wer das hier liest, muß auch Norberts Blog anschauen. Schließlich wurde Norbert mit dem Angebot von Bratwurst und Bier bestochen, mich zu fotografieren. Zwar macht der rührige Veranstalter Lok Arnstadt auch immer viele Fotos, doch was wäre wenn sie mich dabei nicht erwischten?Dann hätte ich gar kein Bild von einer neuen Bestezeit über 10 km.
Eine Bestzeit war allerdings auch nicht so schwer, da ich 10 km sonst nur beim Silvesterlauf gejoggt bin. Dennoch hat der Lauf mir mehr Kopfschmerzen bereitet als ein Marathon. Von den 13,3 km beim Stundenlauf im letzten Jahr ausgehend, spekulierte ich auf 45 min. Ob das während der Vorbereitung für den langen Rennsteig ohne jegliches Tempotraining und eine Woche nach dem Kyffhäuser-Marathon geht, war mir unklar.
Also an den Start gestellt und mal sehen, was auf den viereinhalb Runden passiert. Die ersten 2 km waren mit einem Schnitt von 4:05 wohl etwas schnell, dann pendelte sich mein Tempo zwischen 4:15 und 4:30 ein. Das Schloss, an dem wir fünf mal vorbei liefen, kannte ich ja
schon. Interessanter waren bei über 20° die zwei Wasserstellen in jeder Runde. Als Langstreckenläufe denkt man bei einem 10er in der Hälfte: "Nur noch 5 km". So ging es auch schon bald Richtung Markt zum Ziel, wo mich Norbert fotografierte. Und wer das jetzt wirklich gelesen hat, kann sich in Norberts Blog auch die anderen Bildchen anschauen und was er dort sonst noch so bietet.
Ach so, es waren 44:04 min und der Sieg in der Altersklasse. Vielleicht hätte ich doch zur Siegerehrung blieben sollen? Da ich keine Platzierung vermutete, bin noch 13 km locker gelaufen. So hatte ich mit dem Einlaufen 27 km auf dem Tacho und meinen langen Lauf gleich mit erledigt.
Update: Ich habe mich irgendwie in der Ergebnisliste verirrt. Der Altersklassensieg ist weit weg, aber ich bin Kreismeister in der AK geworden.
25.4.09
19.4.09
Kyffhäuser-Berglauf
.

Zur Rennsteigvorbereitung sollte es der Marathon am Kyffhäuser sein. Es hat sich gelohnt, denn es ist wirklich eine tolle Strecke über Wiesen mit blühenden Obstbäumen, durch frisch grüne Buchenwälder, um Kyffhäuserdenkmal und -burg herum und schließlich über den Magerrasen am Bauernkriegsgemälde vorbei nach Bad Frankenhausen zurück.

Es hat einfach Spaß gemacht, wenn auch die nach dem Regen am Vortag tief vermatschten Wege eine zusätzliche Herausforderung waren.

Nach den Bergaufstrecken habe ich die flachen und bergabführenden Passagen ab km 27 genossen und bin zwischen km 30 und 35 einen Schnitt von 5:22 gelaufen. Auf der sich bergan ziehenden Wiesenstrecke am Flughafen bis km 38 ließen dann die Kräfte trotz leichtem Rückenwind etwas nach.

Kurz vor dem Ziel gab es noch ein leichtes Krampfproblem. Dennoch war es mit 4:06 meine drittbeste Marathonzeit. Ein absolut empfehlenswerter Lauf, nur die drei kompletten Verpflegungsstellen waren mir etwas wenig.

Zur Rennsteigvorbereitung sollte es der Marathon am Kyffhäuser sein. Es hat sich gelohnt, denn es ist wirklich eine tolle Strecke über Wiesen mit blühenden Obstbäumen, durch frisch grüne Buchenwälder, um Kyffhäuserdenkmal und -burg herum und schließlich über den Magerrasen am Bauernkriegsgemälde vorbei nach Bad Frankenhausen zurück.

Es hat einfach Spaß gemacht, wenn auch die nach dem Regen am Vortag tief vermatschten Wege eine zusätzliche Herausforderung waren.

Nach den Bergaufstrecken habe ich die flachen und bergabführenden Passagen ab km 27 genossen und bin zwischen km 30 und 35 einen Schnitt von 5:22 gelaufen. Auf der sich bergan ziehenden Wiesenstrecke am Flughafen bis km 38 ließen dann die Kräfte trotz leichtem Rückenwind etwas nach.

Kurz vor dem Ziel gab es noch ein leichtes Krampfproblem. Dennoch war es mit 4:06 meine drittbeste Marathonzeit. Ein absolut empfehlenswerter Lauf, nur die drei kompletten Verpflegungsstellen waren mir etwas wenig.
8.4.09
Waldhessenlauf: Sechs Stunden im Kreis
.

Was sollte man z.B. über den den Sechs-Stunden-Lauf in Rotenburg an der Fulde auch erzählen? Ich könnte berichten, wie abwechslungsreich die Runde von 1145 m durch den Schlosspark und am Fuldaufer wirkt und wie schön es ist, mit all den anderen Läufern immer wieder ein paar Worte zu wechseln, wenn man sich gegenseitig überholt. Erzählen könnte ich von Martin, mit dem ich 35 km zusammen lief, bis ich längere Verpflegungspausen brauchte. Allerdings störte es mich gar nicht, dass meine Frau, Vater und Schwiegereltern mitten im Park auf der Terasse beim Italiener zu Mittag aßen, während ich alle sieben Minuten vorbei lief und mich vorwiegend von Bananen, Schmalzstullen, Wasser und Cola ernährte. Von der intellektuellen Herausforderung könnte ich berichten, 56 Rückenaufdrucke der Mitläufer auswendig zu lernen oder davon, dass ich bei 58,9 km war, als die Schlusssirene ertönte.
Auch die gemeinsame Freude mit allen Mitläufern über die jeweils erreichte Strecke wäre erwähnenswert. Die Blasen an meinen Füßen könnte ich außerdem beschreiben. Ich könnte natürlich auch versuchen den Hauch von Normalität zu erwecken, in dem ich auf die Zwölf-Stunden und die 100 km -Läufer verweise, die die Strecke in der Nacht zurück legten.

Lobeshymnen würde ich singen auf die tolle Organisation in Rotenburg. Aber interessieren würde all dies wahrscheinlich doch nur andere Mitglieder der sozialen Ultrarandgruppe.
Als Ultraläufer ist man Teil einer sozialen Randgruppe. Mit sieben Ultras gehöre ich wohl inzwischen dazu. Marathonläufern werden von nichtlaufenden Gesprächspartnern oft solche Fragen gestellt, wie lang denn ein Marathon sei, welchen Platz er belegt habe oder ob er jede Woche laufe. Ultraläufer ernten dagegen nur mitleidsvolle Blicke, falls sie ungefragt erzählen. Von einem Sechs-Stunden-Lauf sollte er tunlichst gar nicht erst berichten, damit ihm nicht endgültig die Zurechnungsfähigkeit abgesprochen wird.

Was sollte man z.B. über den den Sechs-Stunden-Lauf in Rotenburg an der Fulde auch erzählen? Ich könnte berichten, wie abwechslungsreich die Runde von 1145 m durch den Schlosspark und am Fuldaufer wirkt und wie schön es ist, mit all den anderen Läufern immer wieder ein paar Worte zu wechseln, wenn man sich gegenseitig überholt. Erzählen könnte ich von Martin, mit dem ich 35 km zusammen lief, bis ich längere Verpflegungspausen brauchte. Allerdings störte es mich gar nicht, dass meine Frau, Vater und Schwiegereltern mitten im Park auf der Terasse beim Italiener zu Mittag aßen, während ich alle sieben Minuten vorbei lief und mich vorwiegend von Bananen, Schmalzstullen, Wasser und Cola ernährte. Von der intellektuellen Herausforderung könnte ich berichten, 56 Rückenaufdrucke der Mitläufer auswendig zu lernen oder davon, dass ich bei 58,9 km war, als die Schlusssirene ertönte.
Auch die gemeinsame Freude mit allen Mitläufern über die jeweils erreichte Strecke wäre erwähnenswert. Die Blasen an meinen Füßen könnte ich außerdem beschreiben. Ich könnte natürlich auch versuchen den Hauch von Normalität zu erwecken, in dem ich auf die Zwölf-Stunden und die 100 km -Läufer verweise, die die Strecke in der Nacht zurück legten.
Lobeshymnen würde ich singen auf die tolle Organisation in Rotenburg. Aber interessieren würde all dies wahrscheinlich doch nur andere Mitglieder der sozialen Ultrarandgruppe.
Abonnieren
Posts (Atom)
