27.4.08

Harzquerung 2008

Die Harzquerung geht über 51 km und ca 1200 Höhenmeter von Wernigerode nach Nordhausen. Da es 2008 für mich keinen Rennsteiglauf gibt, sollte der Harz die Alternative sein.
Bei der Anreise erfüllte ich mir einen Kindheitstraum und fuhr mit der dampfbetriebenen Harzquerbahn von Nordhausen nach Wernigerode. Dabei kam ich an Orten vorbei, die ich bei der Harzquerung wieder berühren sollte. Sie hatten klingende Namen wie Netzkater, Sophienhof oder Benneckenstein. Über die Orte Elend und Sorge führte zum Glück nur die Bahnstrecke, nicht aber der Lauf am folgenden Tag.

Von Natur und Abenteuer gab es bei diesem Lauf einfach satt. Die Abenteuer beschränkten sich allerdings auf das Überwinden kleiner glitschiger Brücken, das Überspringen von Schlammlöchern und kleinen Bächen und das Laufen auf kleinen Waldpfaden und Hangwegen - mein absoluter Favorit war der schmale Hangweg von Sophienhof zum Netzkater hinunter.

Die Natur zeigte sich in verschiedenen Facetten – der dunkle Fichtenhochwald, die noch kahlen Hochebene mit noch wenig Grün und der erwachenden Laubwald beim Abstieg des Poppenberges, der in das saftige mit Blumen geschmückte Frühlingsgrün der Wiesen im Vorland überging.

Für diesen Wettkampf hatte ich eine klare Taktik. Ich laufe die Anstiege, bis gehen besser ist. Bergab lasse ich es rollen, um Zeit zu gewinnen. Den Anstieg zum Poppenberg mit 300 HM bei km 39 gehe ich hoch und wenn ich wieder unten bin, versuche ich mich ins Ziel durchzukämpfen. Die letzen Kilometer waren dann auch etwas Kampf, der begleitet war von mir bis dahin unbekannten Muskelkrämpfen. Ich verlor wohl noch etwa 5 min auf den letzten Kilometern. Die Zeit von 5:25:32 entsprach den erwarteten 5 ½ Stunden, auch wenn die Strecke auf meinem Garmin nur 48,6 km lang war.

Für mich war es einer der schönsten Läufe der einfach Naturerlebnis pur bietet. Die Organisation ist familiär und liebvoll - bis hin zu den rosa Wollbändchen für die Gepäckanhänger.

Hier kann man (neben allerhand Blödelei) noch mehr davon lesen

(Zwei Bilder hat Martin aufgenommen - schaut mal in seinen Walkerblog)

13.4.08

Über die Drei Gleichen

Die Drei Gleichen sind drei Burgen, wie man sie überall in Deutschland findet. Bekannt sind sie vor allem deshalb, weil man sie von der A4 zwischen Erfurt und Gotha so gut sehen kann. Berühmt könnten sie auch deswegen sein, weil einer ihrer Besitzer hier glücklich mit zwei Frauen gelebt haben soll, nachdem er sich vom Kreuzzug eine Zweitfrau mitbrachte.

Aber das wird wohl nicht der Grund gewesen sein, weswegen der Laufladen Erfurt hier seinen Trainingslauf für den Rennsteig machte. Die Trainingsläufe sind übrigens toll, man kann im Rahmen der Aktion "Geh aufs Ganze" jedes Wochenende in der Gruppe mit Betreuung seinen "Langen" machen und kommt durch die schönsten Laufreviere Thüringens.

Die Drei Gleichen liegen fast vor meiner Haustür, deshalb gab es kein Zögern. Der Lauf von 26 km auf einer - bis auf einige Schleifen über die Felder - wunderschönen Strecke war der Abschluss meiner intensiven Vorbereitungswoche für die Harzquerung. Die steilen Aufstiege zu den Burgen summierten sich auf 480 Hm, was auch gut zu diesem Vorhaben paßt.

11.4.08

Mein neues Spielzeug

Als Mann braucht man auch sein Spielzeug. Die Preissenkung bei Garmin und mein Geburtstag bescherten mir nun auch einen Garmin GPS Forerunner 205
. Die ersten Eindrücke bestätigen die allgemeine Begeisterung. Das GPS ist stabil und die Anzeigen sind gut lesbar - aber gibt es eigentlich auch eine Displaybeleuchtung? Nur mit der Auswertungssoftware für den Computer, dem Trainingscenter und der Freeware Sporttracks, fremdele ich. Aber brauche ich das? Mit GPSies und Khurrads Laufkalender komme ich doch ganz gut klar.